ATOMKRAFTWERK BEI NACHT ...

Gundremmingen

Karl-Heinz, ich vermute, die Ursula hat auf ihrem Heimweg von unserem Treffen eben mal beim AKW angehalten, um dieses skurril-romantische Foto zu schießen!
Warum ein AKW mit romantischer Kulisse nur skurril sein kann, brauche ich hoffentlich nicht zu erläutern.-
Das Fotomotiv ist natürlich ungeachtet dessen - oder gar gerade deshalb - fantastisch!
Liebe Grüße
Wolfgang
Schöne Aufnahme. Da sieht man richtig wo der Strom erkommt.
Hi Ursula,
Wo Du rumkommst? Wo steht denn dieses Monstrum?
Ich dachte immer nachts geht man schlafen und nicht auf die Pirsch nach Bildern?
Oder? Gibt es in Bayern AKW`s?
Na ja, dieses AKW liegt ca. 25 km von Edelstetten entfernt. Und wo bleiben deine Urlaubs Bilder aus den Platensee? Oder ?
Zu Gundremmingen: es handelt sich bei diesem AKW um das erste bundesdeutsche AKW schlechthin.
Ein AKW dieser Größe (es liefert ordentlich viel Strom ...) könnte eingespart werden (theoretisch), wenn z. B. alle elektrischen Geräte, die ausgeschaltet sind, auch tatsächlich aus wären! Bekanntlich fressen Drucker, Scanner und viele weitere Geräte auch dann Strom, wenn sie nicht in Betrieb sind, ausgeschaltet sind!
Einsparen kann man diesen Strom, wenn man diese Geräte nicht nur ausschaltet, sondern - wenn sie nicht benötigt werden - sie auch aus-steckt! Nur dann verbrauchen sie in realiter keinen Strom. So handhabe ich es zumindest: der sinnlose Stromverbrauch - einer völlig abgedrehten Industrie zu verdanken, die keinen Gedanken an Naturschutz zu verschwenden scheint, aber dafür ordentlich viel Strom und Geld ihrer Kunden (!), ist definitiv schon jetzt vermeidbar.
Vielleicht erscheint uns gerade heute, wenn wir die Silhouette von Gundremmingens AKW anschauen (wir sahen sie auch von Donauwörths Schellenberg aus recht deutlich), die absolute Notwendigkeit - sobald wie möglich - Kernernergie restlos durch alternative Energieformen zu substituieren.
So erscheint dieses Bauwerk schon jetzt als Mahnmal eines Irrwegs, der noch aus den Allmachtsfantasien diverser Antagonisten des vergangenen Kalten Kriegs heraus gegangen worden ist.-
So richtig gespenstisch wird es erst, wenn man nachts mal ganz nah dran rum fährt.
Trotz dieses schönen abendlichen Eindruckes ist ein Monster in der Landschaft entstanden, dem wir leider bis heute noch nicht Herr geworden sind. Die vielen Störfälle an allen europäischen AKW`s westlicher Bauart haben dies bewiesen. Die Rektoren im Osten Europas sind um ein vielfaches gefährlicher, was letztendlich keine Rolle spielt wo irgendwann ein Supergau entsteht. Er wird uns alle Treffen und das ist bestimmt kein Horrorszenario. Das zeigen heute die Folgeschäden aus Tschernobyl. Ich freue mich jedoch für Ursula, denn das zeigt dass sie ein gutes Auge für solche eine Situation hatte.
Ja der Stromverbrauch, und die Stand by Lampen.
Auch ich habe eine Steckdosenleiste und schalte alles aus,
wenn ich mit Arbeiten etc fertig bin.
Der Verbrauch ist zwar im einzelnen gering aber hochgerechnet auf jeden PC in BRD ist dies ziemlich viel.
Umgekehrt könnte man aber darüber nachdenken, und die
Strassenlampen nachts ausschalten, Schaurig oder?
Wer will schon auf Kühltruhe,Waschmaschine Staubsauger
verzichten, deshalb wo kommt der Strom her, natürlich aus
der Steckdose
Man kann sich ja schon mal ein Bild machen wenn dieses rauchende Monster mal für ein paar Tage ausser betrieb wäre ??? ... !!! Was für Konsequenzen das erreichen würde. Und was für alternative hätten wir dann ???
Ja, Günter, der Strom kommt wohl auch noch in fünfzig Jahren aus der Steckdose - lediglich w i e der elektrische Strom produziert wird, dies hat sich bis dahin - so können wir hoffen - ökologisch-ökonomisch sinnvoll und verantwortungsgetragen grundlegend geändert, denn der Mensch ist doch zu willentlich initiierter Reform fähig.
Die alte Energiewirtschaft stellt sich durch und durch monopolistisch-marktimperialistisch und - antidemokratisch dar: Erdöl, Kohle, Kernkraft - Territorien (geologisch und marktwirtschaftlich) können hier vor allem ihr Unwesen treiben;
die Sonne, der Wind, das Wasser (Gezeiten z. B.) können nicht in gleicher Weise monopolistisch von wenigen Konzernimperien unter sich aufgeteilt werden: wer könnte die Sonne als sein Eigentum ansehen? Oder die Luft?
Heute sagen manche noch: so viele Arbeitsplätze sind mit der Atomkraft verbunden - wollen wir auf sie verzichten?
Gegenfrage: wollen wir auf der Massenarbeitslosigkeit und dem Diktat der monopolistisch aufgebauten Energiekonzerne sitzen bleiben?
Oder das unbeschreiblich größere Potential erneuerbarer Energieformen endlich auch und vor allem auf dem Arbeitsmarkt nutzen?
Oft wirken historische Mahnmale gerade dann besonders klar und intensiv, wenn keiner sie (zu seinem Nutzen) deswegen aufgestellt hat ... :-)
Ja , Wolfgang, ist ja tatsächlich so, daß die " Primär-Energie"
dominierend ist ( Gas.Öl Kohle )
Die wiedererneuerbare Energie ist noch nicht in in gleichem
Umfang herzusgtellen.Oder will man riesige Flächen mit
Windmühlen zubauen und vor allem auch noch subventionieren, weil sich diese betriebswirtschaftlich nicht
ragen. Gleiches trifft auch für die Solarzellen zu.
Wo sind die mengenmässige Alternativen zu AKW und auch
zum Erdöl( wird auch mal alle )
Ups. Das war mir so ja auch noch nicht klar, daß ich quasi direkt vor der Haustür so 'nen Meiler stehen hab.... die Störfälle in Krümmel und Brunsbüttel am Donnerstag haben ja grad erst mal wieder einen Eindruck davon vermittelt, wie sicher die Technik ist....
Ja die Störfälle in Brunsbüttel und Krümmel haben tatsächlich gezeigt wie sicher diese Technik. Es wurde sofort automatisch ausgeschaltet. Wenn unnötig eingeschaltete Stromverbraucher ausgeschaltet würden könnte so manches Kohlekraftwerk eingespart werden, die die Luft verschmutzen.
Na ja, auf meinen weg nach Hause, habe ich halt vor dieses Werk gemacht.