"Heimspiel" - Medienpaket zur Gewaltprävention

"Heimspiel" ist ein Medienpaket zur Gewaltprävention und wurde für Fachkräfte in der außerschulischen Jugendarbeit entwickelt. Es enthält eine DVD und ein medienpädagogisches Begleitheft. "Heimspiel" kann am ehesten eine nachhaltige Wirkung erzielen, wenn es in bereits bestehende dilaogisch angelegte Präventionskonzepte eingebettet wird. Deswegen ist es als ein Baustein eines gewaltpräventiven Programms zu sehen.

Mit dem Medienpaket und seinem Kernelement, dem Kurzfilm "Heimspiel, werden junge Menschen angesprochen, die gewaltgeneigt oder durch Gewalttaten bereits auffällig geworden sind. "Heimspiel" kann eingesetzt werden, um:

Gewalthandlungen und ihre Folgen zu thematisieren.
bei der Zielgruppe eine Reflexion und Diskussion über Gewalthandlungen sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt zu fördern.
der Zielgruppe einfache Werte unserer Gesellschaft (Empathie) zu vermitteln.
bei der Zielgruppe Gewalt befürwortende Einstellungen als wesentliche Risikofaktoren von Gewalthandlungen nachhaltig zu beeinflussen.

Der Film "Heimspiel"

Andreas Vossen ist Gymnasiallehrer. Und Hooligan. In der Meute prügelt er, bis sein Kopf leer ist und das Adrenalin durch seine Adern pumpt. Dieser Rausch lässt ihn leben, macht ihn süchtig. Seine Frau hat sich mit seinem dunklen Hobby arrangiert. Als ein neuer Schüler in die Klasse kommt und Vossen als Hooligan erkennt, drohen die sauber getrennten Welten zusammenzufallen. Denn Benny ist selber Hooligan. Als er auf dem Schulhof in eine Prügelei gerät, rechnet er mit Rückendeckung durch den Lehrer. Doch Andreas Vossen lässt den Schüler vor allen anderen auflaufen. Enttäuscht wendet sich der junge Hooligan gegen ihn und provoziert den Ethiklehrer in der Schule bis aufs Äußerste. Es beginnt ein Kampf, der Vossen immer mehr in die Enge treibt. Beim nächsten Wochenendmatch stehen sich die beiden auf dem Kampfplatz gegenüber. Und Vossen schlägt zu.


Das Konzept "Heimspiel"

„Heimspiel“ ist kein typischer Präventionsfilm. Er ist ein Abschlussfilm an der Internationalen Filmschule Köln (ifs). Der Ansatzpunkt für Jugendliche, in eine Diskussion über den Film einzusteigen, ist eine ihnen in der Regel ungewohnte Lebenswelt – die der Hauptfigur Andreas Vossen, Ethiklehrer und Hooligan. Für die Zielgruppe ist ein Lehrer eher keine Identifikationsfigur, da er als Autorität wahrgenommen wird, zu der die angesprochenen jungen Menschen wenig sozialen oder vertrauensvollen Bezug erfahren haben. Aber gerade diese Perspektive ist es, die ein Gespräch entscheidend befördern kann: Denn die neutrale oder gar ablehnende Haltung der Zuschauer gegenüber der Figur des Lehrers trägt somit auch dazu bei, dass sich die Zielgruppe von den gewalttätigen Verhaltensweisen der Hauptfigur distanziert. Über diese persönliche Bewertung der Hauptfigur kann der Blick weg von der Filmhandlung zur Lebenswirklichkeit der Zielgruppe gewendet werden. Das ist das entscheidende Ziel des Medienpakets „Heimspiel“. Dass dieser Ansatz funktioniert, hat ein Praxistest gezeigt.

Dieser Hinweis wurde von der Seite: http://www.polizei-beratung.de/startseite-und-akti... übernommen. Dort sind auch die Hinweise zum Bezug eingestellt.

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