Bürger rufen zum Widerstand auf

www.bi-korbach.de Großes Interesse zeigten die Bürger aus Korbachs Ortsteilen und der Kernstadt am informellen Treffen zum Thema „Schützt unser Naherholungsgebiet Korbach und den Naturpark Diemelsee“ am Donnerstag, 19. März 2015, in der Wipperberghalle in Lengefeld.
Vertreter aus Alleringhausen, Goldhausen, Helmscheid, Hillershausen, Lelbach, Lengefeld, Nieder-Schleidern, Rhena, Strothe und der Kernstadt sprachen sich für eine gemeinsame Zusammenarbeit im Kampf gegen weiter Windkraftanlagen und für den Erhalt unseres Naherholungsgebietes aus. Als Ansprechpartner innerhalb der Ortsteile wurden folgende Personen benannt.
Strothe: Jörg Bangert, Hans Rudolph
Goldhausen: Jens Hartmann, Wolfgang Behle
Lelbach: Frank-Otto Rhode, Reinhard Seifert, Werner Knipp
Rhena: Birgit Stiehl, Dr. Michael Stiehl
Lengefeld: Birgit Iske-Kräling, Heinz Friedewald, Barbara Bodenbenner
Alleringhausen: Jörg Piegzu, Gerd Behle
Nieder-Schleidern: Helmut Jäger-Keuling
Helmscheid: Harald Saure, Annelies Weibel
Heinrich Hain (Diemelsee-Rhenegge) von der „Bürgerinitiative zum Erhalt des Naturpark Diemelsee“ berichtete von den bisherigen Aktivitäten und den Erfahrungen seiner BI.
Die Gründung einer gemeinsamen Bürgerinitiative der Korbacher Ortsteile und der Kernstadt geplant. Kleine Arbeitsgruppen wurden gebildet, um die nächsten Termine vorzubereiten. Unterschriftslisten für den Erhalt des Naherholungsgebiet Korbach und des Naturpark Diemelsee werden in den Ortsteilen und der Kernstadt ausgelegt.
Alle Bürger, Interessensgemeinschaften und Kommunen haben die Gelegenheit, bis spätestens. 29. Mai 2015 elektronisch (www.rp-kassel.hessen.de) oder auf dem konventionellen Postwege, Einwände zu äußern und Stellungnahmen beim Regierungspräsidium abzugeben.
Im weiteren Verlauf des Abends nahm der 2. Entwurf des Teilregionalplans Nordhessen viel Raum ein. Gegenüber dem 1. Entwurf werden zusätzliche Flächen für Windenergienutzung besonders in Nordwaldeck ausgewiesen.
Das Vorranggebiet KB 038 (Bereich Goldhausen, Lengefeld) wurde um ca. 90 ha in Richtung Norden erweitert. Ebenfalls wurde das Vorranggebiet KB 030 (Bereich Strothe) vergrößert. Die Vorranggebiete KB 083 (Bereich Meineringhausen) und KB 080 in Grenzlage von Diemelsee und Korbach (Bereich Mülldeponie Flechtdorf, Lelbach, Rhena) wurde neu in den Plan aufgenommen.

Zerstörung der Landschaft droht.
Schlechte Infrastruktur, keine Nahversorgung im Ort, lange Schul- und Arbeitswege, kein schnelles Internet und weitere Unannehmlichkeiten nehmen die Bürger der Korbacher Ortsteile wegen der wunderschönen Landschaft und der Ruhe gern in Kauf. Unzählige Naturliebhaber, Freizeitsportler, Spaziergänger und Wintersportler nutzen dieses Naherholungsgebiet am Rande und im Naturpark Diemelsee.
Was uns mit der Genehmigung des Teilregionalplan Energie Nordhessen droht, ist eine massive Zerstörung dieser Landschaft, unseres Naherholungsgebietes, durch Windräder. 1000 Meter Abstand zum Ort, 200 Meter hoch. Allein für ein Windrad werden 2500 Quadratmeter Wald gerodet. Baustraßen und Versorgungswege nicht mit eingerechnet. Eine von Menschenhand herbeigeführte Katastrophe bei zu erwartenden weiteren Windrädern im Naturpark Diemelsee. Die gesundheitlichen Auswirkungen durch die Dauerbelastung für Mensch und Tier durch hörbaren Schall und Infraschall sind von der Medizin und sogar der Zivilgerichtsbarkeit anerkannt. Landesweit wird zu Recht über Sinn und Unsinn von Windkraft gestritten. Bestehende Anlagen erfüllen bei Weitem weder die angegebenen Erträge an Energie noch an Geld für die Gemeinden. Nur eine Minderheit von Windparks erreicht überhaupt eine Rendite oberhalb der Inflationsrate. Rund zwei Drittel der Windturbinen im Binnenland rotieren trotz Subventionen im roten Bereich. Die Zentrale Triebfeder hinter der ökologischen und ökonomischen Unvernunft ist ein Subventionssystem, dass besonders unsinnige Investitionen besonders hoch subventioniert. Das ist bei uns der Fall. Ohne Subventionen würde südlich von Hannover kein Windrad aufgestellt. Reinhold Messner, Extrembergsteiger und für die „Grünen Südtirols“ fünf Jahre im Europaparlament, hat es auf den Punkt gebracht: Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will:
Die Natur.
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