Auf den Spuren der Wildkatze im Waldeck-Frankenberg

Wann? 21.11.2013 19:00 Uhr bis 21.11.2013 20:30 Uhr

Wo? Bürgerhaus, Kirchstraße 7, 34497 Korbach DE
Das Foto ist beim einen ähnlichen Vortrag über Wildkatzen in Viermünden entstanden. Fotograf Rudolf Schäfer BUND Waldeck-Frankenberg. Auf den Foto, Referent Frank Schütz und Bürger aus Viermünden
Korbach: Bürgerhaus | Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisverband Waldeck-Frankenberg beabsichtigt an jeden dritten Donnerstag im Monat einen regelmäßig stattfindenden Umweltstammtisch im Bürgerhaus in Korbach einzurichten. Zum Auftakt wird am Donnerstag dem 21.11.2013 um 19:00 Uhr ein Vortrag über die Wildkatze gehalten.

Frank Schütz, der regionale Teamleiter für das Projekt „Wildkatzensprung“ entführt Sie in das Reich der Wildkatzen, den „Tigern auf leisen Pfoten“ und informieren Sie über deren Lebensweise, Bedeutung und Vorkommen dieser europaweit streng geschützten Art. Sie leben zurückgezogen und versteckt, vor allem in urwüchsigen, naturnahen Wäldern. Meist schlafen sie tagsüber und jagen nachts. Und sie sind scheu. Deshalb bekommt sie kaum jemand zu Gesicht. Aber sie sind da. In unseren Wäldern gibt es sie wieder: die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris).
Lautlos ist diese streng geschützte Art, eine europäische Leitart, in unsere Wälder zurückgekehrt. Wir wissen, wie sie aussieht, was sie frisst, wo sie gerne lebt und dass sie da ist. Denn sie lebt als Einzelgänger, zurückgezogen und versteckt. Sie schläft tagsüber und jagt nachts. Sie bewegt sich mit eingezogenen Krallen und nahezu lautlos. Farbe und Zeichnung ihres Fells sind im Wald eine hervorragende Tarnung. Spuren hinterlässt sie kaum. Alles an ihr, ob ihr Körperbau, ihre Sinne oder ihr Verhalten, scheint nur für das eine Ziel geschaffen: zu jagen.

Aktuell ist das Vorkommen der Wildkatze in Deutschland auf einzelne waldreiche Regionen, zum Beispiel das Rothaargebirge, Nationalpark Kellerwald-Edersee oder der Burgwald beschränkt. Das 2004 durch den BUND ins Leben gerufene Projekt „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“ hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Lebensräume durch grüne Korridore zu „vernetzen“ um die Wanderschaft und damit das Überleben der Wildkatze zu sichern. Als Verbindungsweg zwischen Rothaargebirge (NRW) und Hainich (Thüringen) spielt die Region Waldeck-Frankenberg hierbei eine entscheidende Rolle. Da die Wildkatze das Offenland meidet, müssen als Wanderkorridore beispielsweise Feldhecken genutzt werden. Im Rahmen von Flurneuordnungsverfahren und als Kompensation für Eingriffe wie Straßenbauvorhaben sollen diese nun ausgebaut bzw. geschaffen werden. Die in Deutschland sehr seltene Wildkatze steht im vorgestellten Projekt stellvertretend für andere Waldarten, die von der Vernetzung der Waldlebensräume ebenfalls profitieren.
Weitere Vorträge sind an den folgenden Terminen geplant. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

BUND Waldeck-Frankenberg
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3 Kommentare
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Hans-Friedrich Kubat aus Vöhl | 18.11.2013 | 12:22  
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Elena Sabasch aus Hohenahr | 18.11.2013 | 14:02  
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Annett Stockmann aus Bad Bibra | 02.12.2013 | 11:29  
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