Malta - der Exot im Mittelmeer

Blick über Malta von Mdina aus
 
Vallettas Straßen - fast so steil wie in San Francisco:-)


Malta ist unvergleichlich und lässt sich in keine „Schublade stecken“.
Als wir nach knapp drei Flugstunden auf Maltas Flughafen landen, konnten wir uns auf einen spannenden Cocktail aus britischer Ordnung und südlicher Gelassenheit freuen.

Auf dem Weg quer über die Insel zu unserem Hotel bekamen wir ein erstes Gefühl für Land und Leute. Der selbstständige Inselstaat besteht aus den drei Inseln Malta, Gozo und Comino und hat seine eigene Sprache: Maltesisch. Malta ist dicht besiedelt und seit 2008 ist das Zahlungsmittel auch hier der Euro. Im Linksverkehr schlängelt sich unser Busfahrer durch die engen Straßen, die mit dem deutschen Verkehrsnetz wenig gemein haben. Man einigt sich relaxed, wer Vorfahrt hat, und braucht eben die Zeit, die nötig ist, um von A nach B zu kommen.
Egal, wo man auf Malta unterwegs ist: Das Meer und eine der zahlreichen Kirchen sind nicht weit. Sandstrände sind hier Mangelware, aber es gibt viele schöne Orte und Buchten, die zum Betrachten und Genießen verführen.
Valletta allein ist schon ein Städtetrip wert und wird nicht umsonst im Jahr 2018 europäische Kulturhauptstadt. Sie fasziniert den Besucher mit einem historischen Straßenbild aus goldenem Sandstein zwischen zwei Naturhäfen.
Kleine Küstenorte wie Marsaxlokk, die wie ein Postkartenidyll daherkommen, laden zum Verweilen ein. Bunte Fischerboote schaukeln auf dem glitzernden Meer im Hafenbecken und im Mai feiern die Einheimischen eines ihrer vielen „Festas“ auf der Uferpromenade.
Mdina liegt im Inselinnern und wird auch die „stille Stadt“ genannt, da sie weitgehend autofrei ist. Sie wirkt wie ein großes Freilichtmuseum. Die Bauten bestehen überwiegend aus Kirchen, Klöstern und Palästen des maltesischen Adels.
Ein Besuch der steinzeitlichen Tempelanlagen Hagar Qim und die Blaue Grotte, die man mit dem Boot befahren kann, dürfen bei einer Inseltour nicht fehlen.

Ein weiteres Highlight ist die kleine Schwesterinsel Gozo.

Mit der Fähre (die Hinfahrt ist kostenfrei, die Rückfahrt kostet €4,65 pro Person) kommt man in ca. 25 Minuten ganz entspannt in Mgarr an. Eine Tour über die Insel verspricht „Natur pur“ mit dem „Azure Window“, malerische Buchten wie Xlendi und, wer möchte, sage und schreibe 54 Kirchen. Gozo strahlt Ruhe, Beschaulichkeit und ländlichen Charme aus. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein und Erholung ist garantiert. Ich jedenfalls habe mich verliebt! ☺
Die maltesische Küche besteht nicht etwa aus Gerichten a la „Fish and Chips“, wie es der britische Einschlag vielleicht vermuten lässt. Ich habe begeistert frischen Fisch, Gemüse (das hier auch noch nach Gemüse schmeckt) und maltesische Tomaten genossen. Als Nachtisch im Mai sind die frisch geernteten Erdbeeren in allen Variationen zu empfehlen. Für den kleinen Hunger zwischendurch eignen sich bestens die leckeren „Pastizzi“. Die gefüllten Blätterteigtaschen gibt es überall am Straßenrand in Bäckereien oder Pastizzerien zu kaufen. Die Nebenkosten auf Malta sind sehr moderat. So bezahlt man für einen Cappuccino zum Beispiel €1,50.
Maltas Hotelerie hat für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas zu bieten. Wer es lieber klein und heimelig, aber doch modern haben möchte, ist im Hotel Osborne in Valletta gut aufgehoben. Im Hotel InterContinental in St. Julians wohnt man hingegen luxuriös und mitten im quirligen Vergnügungsviertel der Insel.
Ob Erholungsurlaub, Partytour, Sprachreise oder Kulturtrip – Malta ist unvergleichlich und auf jeden Fall eine Reise wert.
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