THW-Führungskräfte bei der ideellen Spezialisierung der Fachgruppe Infrastruktur in Günzburg
Kötz: THW Unterkunft | 40 THW-Führungskräfte aus ganz Bayern waren am vergangenen Samstag in THW Ortsverband Günzburg zu Gast. Hygiene, war der Schwerpunkt der Ausbildungsveranstaltungen im Rahmen der "Ideellen Spezialisierung" der Fachgruppen Infrastruktur des Technischen Hilfswerkes in Bayern.
Wenn am Einsatzort Gefahr durch Elektrizität, Wasser oder Gas besteht oder nach einem Schadenfall Versorgungsleitungen schnell provisorisch instand gesetzt werden müssen, kommt die Fachgruppe Infrastruktur zum Einsatz. Sie arbeitet eng mit den Bergungsgruppen zusammen, sichert deren Arbeiten vor Gefahren durch Strom oder Wasser und organisiert die Energieversorgung an der Einsatzstelle. Darüber hinaus kann die Fachgruppe Elektro-, Wasser- und Abwassersysteme in Notunterkünften, Schutz- oder Bereitstellungsräumen einrichten. Das dafür notwendige Wissen wird den THW-Helfern bei Spezialschulungen an den jeweiligen Standorten oder bei Fachlehrgängen an den THW-Bundesschulen beigebracht. Wichtig dabei ist aber auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch unter den einzelnen Fachgruppen. Genau aus diesem Grund hat der THW-Landesverband vor drei Jahren diese "Ideelle Spezialisierung" ins Leben gerufen. Seitdem findet diese Veranstaltung im jährlichen Wechsel bei den verschiedensten Ortsverbänden statt, die über eine derartige Fachgruppe Infrastruktur verfügen. Auch beim Ortsverband Günzburg ist eine dieser bayernweiten THW-Spezialeinheiten stationiert.
Bei der diesjährigen Veranstaltung wurden die Helfer mit der Hygiene am Einsatzort auseinandergesetzt. Hierbei wurde in besondere darauf eingegangen, welche Möglichkeiten die Einsatzkräfte haben sich vor Infektionen und Krankheitserregern zu schützen. Nicht nur die persönliche Schutzausstattung, wie zum Beispiel Handschuhe und Mundschutz bieten den notwendigen Schutz, auch die Desinfektion des eigenen Körpers und seiner Einsatzkleidung hilft Krankheiten zu vermeiden. Unterwiesen wurden die Spezialisten von Fachberater Klaus Hanft aus dem Ortsverband Sonthofen, welcher auf eine langjährigen Erfahrung als Hygienebeauftragter im THW, der Bundeswehr und des Gesundheitsamtes, zurückblicken kann. Anhand von aktuellen Einsatzbeispielen, zeigte er auf, mit welchen einfachen Möglichkeiten man auch in schwierigen Situationen für die richtige Hygiene sorgen kann.
Des weiteren wurde im Rahmen der Veranstaltung über die aktuelle Entwicklung der Fachgruppe Infrastruktur, sowie die zukünftig angestrebten Änderungen diskutiert. Höhepunkt der Ausbildungstages war der Besuch bei den Kernkraftwerken in Gundremmingen. Nach allgemeinen Informationen über Kernenergie im Informationszentrum wurde im Vorführraum in einem Film und einer Live-Schaltung in den Reaktorraum des Kraftwerkes ein Einblick der Arbeit in einem Atomkraftwerk vermittelt. Am Standort Gundremmingen betreibt die Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH (KGG) zwei Siedewasserreaktoren (Block B und C) mit einer Leistung von jeweils 1344 MW. Beide Blöcke sind seit 1984 am Netz und produzieren jährlich ca. 21 Milliarden Kilowattstunden Strom. Diese Zahl entspricht ca. 30% des bayerischen Strombedarfs.
Weiterveröffentlichungen:
Hoffentlich haben sich die Männer vom THW auch mal die Katastrophenschutzpläne angeschaut, nach denen Sie nach einem Atomunfall versuchen sollen die Anwohner zu retten. Da wird auch eine so gut organisierte Truppe ganz schön ins Schwitzen kommen.
Nur mal so überlegt wie sollen die 20.000 Einwohner von Günzburg, oder die 18.000 aus Dillingen evakuiert werden?
Bei einem wirklichen Supergau wird die ganze schöne Ausrüstung und Ausbildung nicht helfen können, da hilft nur noch beten.





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