Maria Hivner vom SC Königsbrunn wird in Chicago Vizeweltmeisterin im Sprint-Triathlon und dritte im Aquathlon

  Am 12.9 flog Sie mit der Altersklassen – Nationalmannschaft der DTU nach Chicago um am darauffolgenden Mittwoch sich schon mal eine Bronzemedaille mit einer Zeit von 35:47 min im Aquathlon abzuholen. Das war Ihr erster Start in dieser Disziplin überhaupt aber zum warmwerden, meine ich, gerade recht und um sich mit einem guten Ergebnis die Motivation fürs nächste Rennen zu holen. Über Ihr Rennen schrieb Sie folgendes:
„Los ging es bereits am Mittwoch mit dem Aquathlon, ein Swim&Run quasi, vor dem ich einen heiden Respekt hatte. Zum einen hatte ich so etwas vorher noch nie gemacht, zum anderen fehlte hier ganz einfach meine Paradedisziplin - das Radfahren und als begnadete Schwimmerin bin ich nun auch nicht bekannt. Die (vermutlich etwas zu lange) Schwimmstrecke an der Kaimauer erwies sich zumindest orientierungsmäßig als einfach, Wellen und Seegang waren auch annehmbar und trotz der kalten 16°C hatte ich ein gutes Gefühl. Leider sagte die Uhr etwas anderes und so kam ich als Neunte meiner AK mit bereits 2 min Abstand zu Platz 3 aus dem Wasser. Das hieß, beim Laufen mal wieder den Turbo zu zünden, das war ich ja schon gewohnt. Und so kämpfte ich mich Position um Position nach vorne, aber 5km sind halt nur 5 km, es wurde eng. Verdammt eng. Platz 5 und 4 konnte ich auf den letzten 100 m noch überholen und so sicherte ich mir mit 4sek Vorsprung die Bronzemedaille. Unbeschreiblich. Damit hatte ich mir meinen Traum -eine Medaille bei den Weltmeisterschaften- bereits am ersten Wettkampftag erfüllt.“

Gleich am Donnerstag ging es dann in Ihrer Paradedisziplin zur Sache. In der Zeit von 1:08:51 wurde Maria in Ihrer Altersklasse TW30 Vizeweltmeisterin. Aus Ihrer Sicht hört sich das so an:
„Am folgenden Tag wollte ich dennoch beim Sprinttriathlon nochmal alles versuchen, zumal ich mich hier ja nun auch auf dem Rad beweisen konnte (auch wenn die geliebten Anstiege auf der flachen, dafür windigen Wendepunktstrecke gänzlich fehlten). Die Schwimmdisziplin schaffte ich tatsächlich ein paar Sekunden schneller als am Vortag, dennoch kam ich erst auf Position 23 aus dem Wasser. Ein wenig Verzweiflung kam dann doch in mir hoch, so dass ich zugegebenermaßen ziemlich überzockte und den gefühlt härtesten Ritt auf dem Rad hinlegte, den ich je hatte. Kurzzeitig fuhr ich bis auf Platz 2 vor, musste dem Tempo aber bereits Tribut zahlen und mich auf den letzten Metern der Radstrecke bereits wieder überholen lassen. Ziemlich blau ging es dann auf den Laufkurs, den der Wind und die stechende Sonne nicht einfacher machten. Dennoch versuchte ich auch hier nochmal sämtliche Reserven zu mobilisieren, um noch so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Zu meiner großen Freude konnte ich mich tatsächlich wieder auf Platz 2 quälen, allerdings war das wieder so grenzwertig, dass ich kurz mal wieder ins Sanizelt musste.“

Wir alle waren schon etwas erleichtert, dass Maria aus gesundheitlichen Gründen auf einen 3. Start über die Olympiadistanz verzichtete. Bei Ihrem Ehrgeiz ist das ja nicht selbstverständlich. Diese Leistung ist in unserer Vereinsgeschichte einmalig. Vom SC Königsbrunn nochmal herzlichen Glückwunsch.

Info zur Strecke:
Aquathlon oder Swim&Run ( 750 m Schwimmen und 5 km Laufen)
Sprint-Triathlon ( 750 m Schwimmen 20 km Radfahren und 5 km Laufen)
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.