Königsbrunner Leichtathlet gibt nicht auf

Nick (blaues Trikot) vor seiner zweiten Hürde
Am 22.6.2014, dem letzten Pfingstferientag, fanden in Herzogenaurach die bayerischen Blockmeisterschaften der Jugend U16 statt.
Schon einige Wochen zuvor hatte Nick Schneider (M14) die Norm für diese Meisterschaften locker erfüllt. Obwohl er auf Rang Acht der Meldeliste stand, ging er etwas zurückhaltend in den Wettbewerb. Umso überraschender war sein Ergebnis über die 80m-Hürden-Strecke. Ohne ernstzunehmende Konkurrenz in seinem Lauf überquerte er mit 14,14sec als Erster die Ziellinie. Mit einer Verbesserung seine bisherigen Bestmarke um über sieben Zehntel lief er sogar die siebtschnellste Zeit.
Als nächste Disziplin stand der Ballwurf auf dem Plan. Im Einwerfen zweimal die 40m-Markierung überworfen, reichte es im Wettkampf selber nur für 36,00m, mit denen Nick verständlicherweise absolut nicht zufrieden war.
Nach dieser Leistung musste er mit einem motivationalen Tief kämpfen, was im darauffolgenden Weitsprungwettbewerb nicht förderlich war. Sein weitester Versuch im letzten Durchgang über 4,22m lag einige Zentimeter unter der Durchschnittsweite aller Teilnehmer und war daher auch keineswegs zufriedenstellend. Trotzdem konnte er dadurch noch einige Konkurrenten hinter sich lassen und reihte sich zwischenzeitlich auf Platz Neun ein.
Nun stand der 100m-Lauf an, bei dem Nick alle Erwartungen übertraf. Nach einem von ihm gewohnten schnellen Start hatte er nach kurzer Zeit nur noch einen Kontrahenten neben sich. Doch diesen schüttelte er fast mühelos auf den letzten 40m ab und erreichte das Ziel nach überragenden 12,90sec. Auch in der zweiten Sprintdisziplin konnte er sich also über eine Verbesserung von ca. 0,7 Sekunden freuen, was ihm obendrein noch die B-Quali für die Bayerischen Einzelmeisterschaften einbrachte. Außerdem lief er die drittschnellste Zeit seiner Riege und machte so zwei Plätze gut.
Top motiviert konnte er sich nun der Vorbereitung auf den letzten Wettbewerb, dem 2000m-Lauf, widmen. Mit einer angestrebten Zielzeit zwischen 6:40min und 6:50min, setzte Trainerin Theresa Nimptsch hohe Erwartungen in ihren Athleten. Nick wollte dementsprechend sein Bestes geben und versuchte sich ab dem Startschuss eine gute Ausgangsposition in der Führungsgruppe zu sichern. Zum Entsetzen aller fasste er sich bereits nach den ersten 400m mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Bein und deutete damit an, einen Krampf im Wadenbereich zu haben. Ans Aufgeben dachte der ehrgeizige Sportler allerdings lange nicht. Nick kämpfte sich auch die übrigen vier Runden über die Bahn. Letztendlich landete er damit trotzdem noch auf dem zehnten Rang von 14 Athleten, wäre alles problemlos verlaufen, hätte er sich über Platz sechs freuen können – aber es läuft eben nicht immer alles nach Plan.
So durfte man diesen Tag gerade wegen Nicks super Sprintleistungen, seines überaus starken Kampfgeistes und trotz schockierendem Ende durchaus positiv in Erinnerung behalten.
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