ICK im Halbfinale – Historischer Erfolg über Germering

Beide Spiele des Viertelfinals gewann der ICK gegen die Rolling Wanderers Germering. Damit gelang ein historischer Erfolg und der Einzug ins Halbfinale. Bild: ICK
 
Angriff um Angriff wehrte Torwart Dennis Berger gemeinsam mit seinen Vorderleuten ab. Trotz eines Torschussverhältnisses von 53 zu 23 bliebt der ICK am Ende der verdiente Sieger. Bild: ICK

Mit zwei Siegen, 7:4 zuhause und 5:4 auswärts, zieht der IC Königsbrunn ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft ein. Das Turnier findet am kommenden Samstag, den 20. Juni in Erding statt.

Es gibt Tage, an denen fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden, um einen Erfolg zu beschreiben. Die deutsche Erfolgsband Die Toten Hosen singt von Tagen wie diesen, die unendlich sind, vielleicht trifft es aber auch nur das Wort historisch. Beides lässt sich aber optimal auf den IC Königsbrunn münzen, der am vergangenen Wochenende erstmalig in entscheidenden Spielen die Rolling Wanderers Germering bezwingen konnte.
„Seit zwölf Jahren spielen wir in Königsbrunn Inlinehockey und sind dabei in sechs, sieben oder vielleicht auch acht Vergleichen mit Germering im Viertel- und Halbfinals sowie Finals jedes Mal gescheitert“, versucht Trainer Andy Römer die Ereignisse zu beschreiben. „Auch wenn wir noch gar nichts gewonnen haben – es tut gut, diesen Fluch endlich beendet zu haben. Die Mannschaft hat in beiden Spielen gezeigt was in ihr steckt und steht verdient im Halbfinale“.

Die Vorzeichen des Viertelfinals ICK gegen die Rolling Wanderers standen nicht unbedingt auf Erfolg für die Königsbrunner. So fehlten am Samstag mit Alexander Oblinger, Sebastian Buchwieder, Sven Gäbelein und Michael Folk vier Akteure, am Sonntag kehrten zwar Gäbelein und Folk zurück, dafür verabschiedete sich Kapitän Steffen Tölzer in den Urlaub. Zudem sprach die bescheidende Vorrunde trotz eines ausgeglichenen Duells mit Germering ebenfalls gegen einen ICK Erfolg. Doch es kam anders.
Im Hinspiel mussten sich die Zuschauer nach dem 1. Viertel die Augen reiben, denn was die Brunnenstädter auf die Fläche zauberten war beeindruckend. Eine 4:0 Führung war der Lohn. Doch wer dachte, dass dies bereits die Entscheidung war, wurde eines Besseren belehrt. Der ICK verlor unverständlicherweise komplett den Faden und der Rekordmeister kam Tor um Tor zurück. Zur Halbzeit stand es gar 4:4. In der Pause fanden Trainer und Mannschaft aber den richtigen Schalter, denn anschließend nahm der ICK das Spiel wieder in die Hand. Zwei Tore im dritten und drei Treffer im vierten Viertel – bei zwei weiteren Gegentoren – sorgten für den 9:6 Endstand.

Für das Rückspiel bedeutete dies, dass Germering mit wenigstens drei Toren Differenz gewinnen musste, um zumindest in die Verlängerung zu kommen. Die Münchner Vorstädter ließen diesem Ziel umgehend Taten folgen und gingen nach 20 Sekunden in Führung. Auch die nachfolgenden Minuten bestimmten die Rolling Wanderers und brachten Schuß um Schuß auf das Tor von Dennis Berger. Doch der ehemalige Nationaltorwart entwickelte sich zu einer wahren Mauer und hielt seinen Kasten gemeinsam mit einer herausragenden Defensivleistung seiner Vorderleute bis zur Halbzeitpause sauber. Die wachsende Ungeduld der Gastgeber wurde zusätzlich befeuert, als Dennis Sturm und Patrick Seifert kurz vor Ende des zweiten Viertels die Partie zugunsten des ICK drehten.
Mit Beginn des dritten Viertels wurde die bereits intensive Partie stellenweise ruppig. Beide Seiten schenkten sich nichts mehr, verbissen wurde um jede Scheibe gekämpft. Germering zeigte zuerst seine Klasse und drehte das Ergebnis binnen einer Minute. Aber der ICK ließ sich nicht verunsichern und Youngster Florian Döring glich zum 3:3 aus. Doch noch vor der letzten Unterbrechung gingen die Rolling Wanderers erneut in Front. Die letzten zwölf Minuten sollten zum absoluten Krimi werden, auch wenn Marc Streicher nach nur 90 Sekunden auf 4:4 stellte. Germering drückte weiter, doch Berger war immer wieder zur Stelle – am Ende sollte er von 53 Torschüssen 49 entschärft haben. Je weniger Zeit blieb, desto mehr war Germering unter Zugzwang und folgerichtig ging Torwart Dürr bereits drei Minuten vor Ende vom Feld. Dies nutzte aber der ICK durch Dennis Sturm zum Siegtreffer. Die anschließende Zeit bis Spielende wurde von beiden Teams ausgiebig genutzt, um gegenseitige Sympathien auszutauschen, unter anderem musste Thomas Kalnik vorzeitig zum Duschen. Dies spielte am Ende aber keine Rolle mehr, denn der Jubel auf Seiten der Königsbrunner kannte kaum Grenzen. Historisches war vollbracht.

Durch den Erfolg steht der IC Königsbrunn erneut im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Dieses wird am kommenden Samstag, den 20. Juni, in bewährter Turnierform ausgetragen. Gastgeber sind die Erding Crowns, der weitere Gegner einmal mehr die Düsseldorf Gladiators. Um ins Finale einzuziehen, muss der ICK das Turnier auf Platz eins oder zwei beenden.
Der Spielplan: 15 Uhr IC Königsbrunn – Düsseldorf, 17 Uhr Erding – Verlierer Spiel 1, 19 Uhr Erding – Sieger Spiel 1.

Weitere Informationen sind auf der Facebookseite www.facebook.com/ic.koenigsbrunn erhältlich.

Spielstatistik:
ICK – Germering 9:6 (4:0, 0:4, 2:0, 3:2)

Tore: Kalnik 3, Streicher 2, P. Seifert, Sturm, Farny, Döring – Schmidle, Jeske, Sturm, Jelinkek, N. Rossi
Vorlagen: Streicher 3, P. Seifert 2, Tölzer 2, Kalnik, Farny – Jelinek
Strafminuten: 3 – 4,5

Germering – ICK 4:5 (1:0, 0:2, 3:1, 0:2)
Tore:
Jelinek, Wild, Sturm, D. Rossi – Sturm 2, P. Seifert, Döring, Streicher
Vorlagen: May 2, Menge 2, Schmidle – P. Seifert 2, Carciola 2, Thönelt, Sturm
Strafminuten: 4,5 – 10 plus Spieldauer für Kalnik
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