Hans Rothkirch ist neuer Trainer der Pinguine - Inlinehockey-WM voller Erfolg
Im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz beim Hauptsponsor Hydro-Tech präsentierte der ESV Pinguine Königsbrunn seinen neuen Cheftrainer. Es handelt sich um den 56jährigen Tölzer Hans Rothkirch. Der dreifache Vater wird ab Anfang Juni die Geschicke in die Hand nehmen und mit dem Sommertraining beginnen.
Mit Hilfe von Pinguinstürmer Patrick Ullmann, der vor zwei Jahren noch unter Rothkirch in Geretsried spielte konnte der sportliche Leiter Gerhard Härtl den Kontakt herstellen und alsbald den Vertrag, der über ein Jahr läuft und eine Option auf ein weiteres Jahr beinhaltet, abschließen. Härtl ist überzeugt davon, die richtige Wahl getroffen zu haben, da „Rothkirch das Konzept mit jungen, eigenen Spielern und der Kooperation mit dem Augsburger EV / Panthern voll unterstützt und auch in der Vergangenheit mit hungrigen Teams große Erfolge feiern konnte“. Daher wird Rothkirch in der kommenden Saison auch die Junioren hauptamtlich betreuen, um zusammen mit Erfolgscoach Roman Tomiska in der Bayernliga sofort ein gewichtiges Wort mitzureden.
Rothkirch selbst beschreibt sich als Mann „mit ganz klaren Richtlinien und Ansagen. Ich verlange Wille, Ehrgeiz, Charakter und Disziplin“ so der neue Pinguin-Dompteur. Als Stilrichtung gibt der gelernte Versicherungskaufmann „modernes Eishockey, das schnell, athletisch und clever gespielt werden muss“ vor.
Mit Hans Rothkirch haben die Pinguine auf jeden Fall einen absoluten Eishockeyfachmann und Erfolgstrainer verpflichten können. Seine Spielerlaufbahn begann beim EC Bad Tölz und führte mit 17 Jahren in der Saison 1969/70 in die erste Bundesliga und zur deutschen Vizemeisterschaft. Mit 19 wurde Rothkirch Nationalspieler, nachdem er zuvor bereits zweimaliger Junioren-Europameisterschaftsteilnehmer war. 1972 nahm er an der Winterolympiade in Sapporo, Japan und an der A-Weltmeisterschaft in Prag teil ehe 1974 der Wechsel zum Kölner EC folgte. Insgesamt brachte er es auf 37 A-Länderspiele. Beim KEC gewann Rothkirch 1977 und 79 die deutsche Meisterschaft. Danach beendete der Neu-Königsbrunner vorerst seine aktive Laufbahn und machte eine Ausbildung, um später nahe der Heimat, beim TuS Geretsried, sechs Jahre den Posten des Spielertrainers zu übernehmen. Nach Ende der aktiven Laufbahn legte Rothkirch Eishockey ad acta und widmete sich seiner Versicherungsagentur. Erst als sein Sohn mit dem Eishockey begann, stieg auch der Vater wieder in der Branche ein und trainierte unter anderem mehrfach Geretsried, den EC Bad Tölz in der zweiten Bundesliga, den EHC Klostersee und ein Jahr den SV Ritten in der italienischen Serie A. Die letzte Saison begann Rothkirch beim ESC Halle, allerdings folgte die schnelle Trennung, da sich die Auffassungen vom Eishockey vollkommen widersprachen. Danach widmete sich Rothkirch der Weiterbildung, beobachtete viele Spiele in allen Ligen und ist somit auf aktuellstem Stand.
Zusammen mit Gerhard Härtl wird sich Rothkirch nun um die Spielerneu- und Weiterverpflichtungen kümmern, um dann mit wöchentlich dreimaligem Vorbereitungstraining zu beginnen. Dabei wird vor allem Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer auf dem Programm stehen, ehe es Mitte August auf das erneut dankenswerterweise zur Verfügung gestellte Eis des Curt-Frenzel-Stadions geht. In Königsbrunn werden die Spieler unter Leitung von Rothkirch aller Voraussicht nach bereits Mitte September das glatte Geläuf betreten können.
Auch die Inlinehockey-WM in Landshut und Passau geriet für alle Königsbrunner Beteiligten zu einem vollen Erfolg. Die Spieler Aleksander Polaczek, Steffen Tölzer, Patrick Buzas und Leo Conti holten mit der deutschen Nationalmannschaft nach Jahren des Wartens endlich wieder eine Medaille. Im kleinen Finale schlugen die von Georg Holzmann trainierte Deutschen die Nachbarn aus Österreich souverän mit 6:3. Weltmeister wurde Schweden mit einem 4:3 nach Verlängerung über Finnland.
Die Königsbrunner Offiziellen erhielten nach Turnierende mehrfach lobende Worte von Seiten des DEB und auch von Seiten der IIHF und sind aller Voraussicht nach auch bei der im Jahr 2009 wiederum in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaft wieder im Einsatz. Alle Beteiligten waren sich nach Turnierende einig, eine hochinteressante und spannende Erfahrung gemacht zu haben.



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