Funktionelles Training

Königsbrunn: Rey fitness | Funktionelles Training (engl. functional training) ist eine recht junge und andersartige Trainingsmethode, die sich aus den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Trainingswissenschaften und der Rehabilitation entwickelt hat.
Die Methode hat, anders als beim klassischen Krafttraining, einzig und allein das Ziel, die Leistung, Körperstabilität und Beweglichkeit zu verbessern, um Verletzungen vorzubeugen.

Beim Funktionellen Training werden oft komplexe Bewegungsabläufe, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen, die so genannten Muskelketten, gleichzeitig beanspruchen, trainiert. Bewegungen unseres Alltags sind auch nur selten auf ein Gelenk oder eine Muskelgruppe beschränkt. Basisbewegungsmuster wie das Drücken, Ziehen, Hocken und der Ausfallschritt spielen eine zentrale Rolle. Als positive Nebeneffekte werden die Reaktionszeit, Koordination und das Körpergleichgewicht trainiert.

Viele Übungen sind freie, ungeführte Bewegungen, wodurch der Körper selbst für Stabilität, insbesondere im Bereich der Rumpfmuskulatur, sorgen muss. Ganz im Gegensatz zu den meisten maschinengeführten Übungen.

Bei regelmäßigem Training wird der Körper in einer funktionellen Art und Weise für den Alltag oder aber auch sportartspezifisch in neue Dimensionen gebracht und man genießt ein Leben in Bewegung und Stabilität.
Funktionelles Training ist für Jedermann gedacht und gesundheitsfördernd. Generell haben es Menschen mit Trainingserfahrung im Bereich Kraft- und Cardiotraining sowie Sportler beim Trainingseinstieg etwas einfacher.
Was ist Funktionelles Training:
Funktionelles Training beinhaltet alltägliche wie auch sportartspezifische Übungen. Krafttraining beinhaltet nur wenige natürliche Bewegungen und noch weniger sportspezifische. Das zentrale Nervensystem ist im Funktionellen Training stärker beteiligt als beim traditionellen Krafttraining, das an einer Maschine mit festgelegtem Bewegungsbereich stattfindet.

Unterschied zwischen ursprünglichem Krafttraining und Funktionellem Training:
Der wohl wichtigste Unterschied liegt in der „Bewegung". Im normalen Krafttraining sind viele Übungen statisch, eindimensional ausgeführt. Funktionelles Training ist immer dynamisch und die Bewegungen erfolgen dreidimensional (in alle Richtungen laufend).

Seit mehreren Jahren gewinnt das Funktionale Training immer mehr an Bedeutung und sorgt für ein Umdenken beim Kraft-Workout. Das Training verzichtet auf Maschinen und isolierte Bewegungen, es macht den Körper zum effektiven Trainingsgerät. Wo sonst Gerätepolster für Halt sorgten, muss bei freien und dreidimensionalen Übungen wie Ausfallschritten, Kniebeugen, Sprüngen, Klimmzügen und Stütz-Varianten die eigene Bauch- und Rückenmuskulatur den Rumpf stabilisieren.

Das hat einen entscheidenden Vorteil: Der Körper wird mit den komplexen Übungen im Ganzen gekräftigt und nicht nur in seinen Einzelteilen optimiert. Dadurch werden die natürlichen Bewegungsabläufe gestärkt. Denn im Alltag, beim Laufen, Springen oder Werfen müssen unterschiedliche Muskeln fein dosiert zusammenarbeiten, um die Kraft von einem auf das nächste Körperteil zu übertragen. Ist die Rumpfmuskulatur zu schwach oder stimmt die Koordination nicht, verpufft die Energie.
Klassisches Krafttraining ist reines Training der Muskulatur, Funktionales Training arbeitet hingegen an der Muskulatur und an der Ansteuerung der Muskulatur durch Nerven und Gehirn. Die Sportler trainieren entscheidende Bewegungsmuster. So verbessert das Funktionale Training neben Kraft und Koordination auch Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit sowie Körpergefühl und Haltung. Indem es Gelenke und Muskeln stabilisiert, senkt es außerdem die Verletzungsgefahr.

Sportwissenschaftler, Reha-Therapeuten, Trainer und Leistungssportler nutzen das Funktionale Training schon länger.
Das Prinzip ist überall gleich: Trainiert wird mit dem eigenen Körpergewicht und speziellen Zusatzgeräten. Beliebt ist das Sling-Training (Suspensiontraining), bei dem sich der Sportler mit Händen oder Füßen in zwei von der Decke oder einem Gerüst baumelnde Gurte hängt, stützt oder lehnt. Bei den anschließenden Übungen muss er den Körper ständig ausbalancieren. Wer Hanteltraining mag, kann zur sogenannten Kettlebell greifen und die Kugelhantel beispielsweise ein- oder beidarmig aus der Kniebeuge nach oben vor den Körper schwingen.

Eine Alternative bietet eine etwa einen Meter lange Hartgummi-Gewichtsröhre, die man anheben, ziehen, drücken, schwingen, werfen, rollen oder drehen kann. Einsteiger hantieren damit im Stehen oder Gehen, Trainierte können dabei Sprünge absolvieren. Der Power- oder Sandbag ist quasi ein gefüllter Sandsack, der getragen, geschleudert oder geworfen wird. Auch der altbewährte Medizinball kommt wieder zum Einsatz, ebenso wie Turnringe, Gymnastikbälle oder Seile. Der Effekt der Trainingsgeräte, die in unterschiedlichen Gewichtsstufen für Einsteiger und Trainierte zur Verfügung stehen: Die gesamte Körpermuskulatur wird gefordert, muss permanent stabilisieren und ausbalancieren.

Da das anspruchsvolle Workout individuell variiert und erleichtert werden kann, eignet es sich auch für Einsteiger und Ältere. Schließlich stammt die Idee aus der Sport- und Physiotherapie - dort stärken die ganzheitlichen Übungen lädierte Muskeln und Gelenke. Wichtig: Zwischen den intensiven Trainingseinheiten sollten ein bis zwei Tage Pause liegen. Schon ein bis zwei funktionale Workouts pro Woche reichen aus.
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