Neues Comenius-Projekt am FFH: „1001 Wege der Kommunikation“

Königsbrunn: Fritz-Felsenstein-Haus | Sieben spannende, aufregende Jahre haben die Comenius-Projekte der Fritz-Felsenstein-Schule den Schülern bereits beschert. Jahre, in denen die Jugendlichen einiges beigetragen haben zur Völkerverständigung, vor allem aber viel gelernt haben über unsere europäischen Nachbarn. Seit August läuft das aktuelle Projekt „1001 Wege der Kommunikation“, das die Königsbrunner Förderschüler kürzlich in die Slowakei führte. Auch Spanien, Rumänien, Lettland, Türkei und Italien sind Projektpartner und waren beim gemeinsamen Besuch einer Technikerschule in Trençin mit von der Partie.

Angepasste Kommunikation
Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für das Gefühl, von seiner Umwelt verstanden und angenommen zu werden – auch wenn die eigene Sprache bei manchen körper- und mehrfach behinderten Schülern fehlt. „Schwerpunkt unseres Projekts ist die nonverbale Kommunikation. Unsere Schüler, die zum Teil mit vielfältigen Handicaps leben, sollen ihre kommunikativen Fähigkeiten entwickeln und in einer integrativen Atmosphäre, Toleranz und sozialer Empathie aufwachsen“, so beschreibt Konrektorin Dr. Renate Menges eines der Projektziele. Sie ist Initiatorin der Comenius-Aktionen am FFH. Comenius ist das Schulbildungsprogramm von Sokrates, dem gemeinschaftlichen Aktionsprogramm der EU im Bereich der allgemeinen Schulbildung. Es ist auf die erste Bildungsphase ausgelegt und unterstützt Schulpartnerschaften und Schulbildungsnetze. Ziel ist die Förderung des Lernens im multikulturellen Umfeld sowie die Unterstützung benachteiligter Gruppen.

Kulturprogramm und Projektarbeit
Sechs FFH-Schüler zwischen 12 und 21 Jahren waren mit vier Lehrkräften eine Woche lang in der westslowakischen Stadt Trençin zu Gast. Gemeinsam mit den Projektpartnern der anderen Länder wurde ein Ausflug in die Hohe Tatra unternommen und die Burg von Trençin besichtigt. Vor allem die slowakische Hauptstadt Bratislava bot zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Workshops, gegenseitiges Kennenlernen und die gemeinsame Arbeit an verschiedenen Aktionen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. So werden z. B. Plakate mit der nonverbalen Darstellung von Gefühlssymbolen und Gebärden erstellt. Die nächste Reise führt die Comenius-Schüler am FFH nach Barcelona.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin königsbrunner | Erschienen am 04.11.2011
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