"Mahatma Gandhi" nach Königsbrunn eingeflogen ... und sicher im Rathaus "gelandet".
Gute Beziehungen und Kontakte zu Indien pflegte die Stadt Königsbrunn schon längere Zeit. Und das in mehreren Bereichen. Nun erlebte diese Freundschaft einen weiteren Höhepunkt.
Als Dankeschön für die guten Beziehungen überbrachte der indische Genralkonsul Anup K. Mudgal aus München eine ca. 650 Kilogramm schwere Brozestatue von Mahatma Gandhi für die Stadt mit, die beim Neujahrsempfang feierlich enthüllt und übergeben wurde.
Sie sollte erst auf dem tradionellen "Seeweg" von Idien nach Deutschland kommen, wurde dann aber doch eingeflogen, damit sie rechtzeitig zum Jahreswechsel übergeben werden konnte.
Bürgermeister Fröhlich, selbst ein großer Verehrer von Gandhi, erinnerte daran, dass Gandhis Ziel die Freiheit und seine Waffe die Menschlichkeit war. Sein Name stehe, so Fröhlich, für eine Lebenseinstellung, die den Weg der Geschichte entscheidend geprägt hat.
Mudgal führte bei der Übergabe dazu aus, dass Gandhis Lehre von Gewaltfreiheit und Kooperation heute mehr denn je wieder aktuell sei.
Die Skulptur des berühmten indischen Künstlers Mr. Gautam Pal wird im sog. Ashoka-Garten neben der Königstherme, in dem sich schon ein Ediktstein und das Mercateum befindet, einen würdigen Platz finden.
Siehe auch:
http://www.myheimat.de/koenigsbrunn/kultur/neujahr...
Eine große Ehre für Königsbrunn, das den großen Friedensmann bestimmt in Ehren halten wird.
Mein erster Gedanke war "Was die wohl gekostet hat?"...
Mein zweiter "Was wohl die Menschen darüber denken, die hierzulande Spenden für Indien sammeln"...
Wie sagte Gandhi so schön ... "Misstrauen ist ein Zeichen der Schwäche".
Vielleicht kam dieses Geschenk aus Dankbarkeit!
Meine Oma sagte aber immer "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" ;)
Ich hatte aber auch nur diese beiden Gedanken und kein Misstrauen.
Und dass es als Dankeschön gedacht war, konnte man ja dem Artikel entnehmen.
"Als Dankeschön für die guten Beziehungen ...!" (Zeile 5)
Ja, Wilfried, sagte ich doch, Habe ich gesehen. Habe ich auch nicht angezweifelt oder gar kritisiert.
Aber trotzdem ging mir durch den Kopf, was das wohl gekostet haben mag... was da aus Indien mitgebracht wurde... und was Leute, die sonst sammeln/agieren, um HIlfreiches nach Indien zu bringen, dabei denken... mehr nicht...
Geht schon klar, Andreas, ich verstehe Dich. Hast ja auch irgendwo recht.
Aber lieber so eine gute, internationale Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Städten, als manchmal die Große, von oben angeordnete "Völkerfreundschaft".
Bei uns in Königsbrunn ist es eben eine gewachsene Zusammenarbeit und Freundschaft entstanden - dank den guten Kontakten und Vorarbeit unseres 2. BGM Norbert Schwalber - bei der jetzt schon die kulturellen Vereine, Schulen, aber auch die örtliche Wirtschaft und die Region, ihren Nutzen ziehen bzw. bekommen kann.
Nicht jeder Vorteil läßt sich eben vorab in "Heller und CENT" abmessen.
Herzliche Grüße
Willi
> "Aber lieber so eine gute, internationale Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Städten, als manchmal die Große, von oben angeordnete "Völkerfreundschaft"..."
Das stimmt auch wieder! :)
Und wenn es sich dann vielleicht doch wieder um drei Ecken rentiert, hat auch sowas einen positiven Zweck erfüllt.
Ich möchte nicht daran denken, was Gandhi selber von dieser Statue halten würde. Daher verstehe ich die Gedanken von Andreas sehr gut. Ich bin selber in einem Land aufgewachsen, wo in jeder öffentlich-rechtlichen Ecke die Statuen des großen Landes-Retters stehen müssen, auch wenn ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebt. Dabei gibt es aus meiner Sicht andere und bessere Mittel für die Ahnenpflege. Z.B. eine gute Schulbildung mit guten Lehrern.
Was Königsbrunn angeht, finde ich es irgendwie gut, dass gerade Gandhi höchstpersönlich hier hausieren wird. Denn dieser gute Mann ist einer der ganz wenigen Vorbilder, die ich in meinem Leben als Vorbild akzeptieren konnte, trotz all seiner Schwächen und manch radikaler Ideen.
Auch wenn er in Zukunft in einer Königsbrunner Ecke stillschweigend stehen und regungslos mich anschauen wird, hoffe ich dadurch an Dinge erinnert zu werden, ohne die die Menschheit heutzutage kaum eine Daseinsberechtigung mehr hat...
... sicher soll er auch nur als äußeres "Sinnbild" für eine tiefer greifenden Freundschaft zwischen Menschen, Völker und verschiedenen Religionen sein.
Man muß es einfach auch so sehen ...
> "Ist es nun typisch, oder nur typisch deutsch"
Nö, es ist doch einfach nur normal, wenn einem dabei die vielen Gruppen einfallen, die mühsam wie die Eichhörnchen Gelder für das arme Indien zusammentragen und man im Kopf überschlägt, wie lange die wohl gebraucht haben, bis sie so viel Geld hatten, wie das Geschenk dort kostet...
...und sich fragt, was die wohl denken, wenn sie das sehen...
Hab leider noch keinen Kleinwagen von Tata hier kaufen können ;)
Und dass es eine reiche Oberschicht gibt, zeigt doch allein schon dieser Artikel (ein armer Inder könnte sich weder Reise noch Figur leisten) und man muss nicht deren Konzerne herauskramen ;)
Dass die indische Oberschicht sich bei der Entwicklungshilfeschicht bedankt, ist doch ok.
Mir gings wirklich nur um den Gedanken, den ich geschildert hatte...
Ich hatte jetzt nicht an Luxusautos gedacht, sondern diese kleinen Winzlinge, die man auf unserem Markt für Neupreis ca. 2000,- angekündigt hatte ;)
> "Die kleinen Winzlinge? Das sind die, die man Menschen nennt"
Nee, ich meinte schon die kleinen Autos, in denen die kleinen Menschen sitzen ;)
Manchmal muss man selbst als Nichtkleinlicher kleinlich sein, um nicht missverstanden zu werden... ;)
Und nun wieder zu den Obrigkeiten und ihren Geschenkritualen... :)
Also ich wäre mit dem zufrieden, auch wenn ich ihn vom Rücksitz aus steuern müsste... ;)
Wie das wohl mit Ritualen, Dankbarkeit und Zusammenarbeit ausschaut, wenn der dt. Markt von indischen Kleinwagen überrollt wird... ;)
Wahrscheinlich ist der Wagen leichter als die Figur ;)
Naja... nicht mal in Indien ist er unumstritten ;)
Ich überlasse dir doch gern das letzte Wort! ;)
*esüberlass*





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