Erlebnispädagogik fördert Selbstvertrauen

von Gerlinde Weidt aus Königsbrunn | am 20.05.2008 | 289 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 1 Bild

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert hatte vor einem halben Jahr einen „Rollentausch“ im Fritz-Felsenstein-Haus vollzogen und einen Tag lang bei den körper- und mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen hospitiert. Zum Abschied lud er die Schüler in das erlebnispädagogische Zentrum der St. Gregor-Jugendhilfe nach Bliensbach ein.

Nun waren 14 Buben und Mädchen aus Königsbrunn mit ihrer Lehrerin dort zu Gast und verbrachten einen spannenden Tag unter Anleitung der Erlebnispädagogin Angelika Hafner. Sie leitet das Projekt „clip“, das für kreatives Lernen und innovative Pädagogik steht und Angebote für Jugendgruppen im natur-sportlichen Bereich bereithält. „Lernen kann man auch außerhalb der Klassenzimmer“, erklärt sie, „vor allem wenn es um die Entwicklung der Persönlichkeit und um mehr Wir-Gefühl im Klassenverband geht.“

Jeder gibt sein Bestes
Deshalb durften die 10- bis 13-Jährigen zunächst eine Reihe von Teamaufgaben lösen. Dabei wurde schnell klar, dass die Aufgaben nur zu bewältigen sind, wenn alle ihr Bestes geben. Außerdem ist die Kommunikation der Schüler untereinander unentbehrlich, wenn alle ein gemeinsames Ziel haben. Richtig spannend wurde es für die Gäste dann im Niedrigseilgarten, wo sie mit Unterstützung ihrer „Schutzengel“ über den Mohawk-Walk, einem gespanntes Drahtseil, balancieren durften oder in der „Schlingenbrücke“ auf wackligen Seilen vorankommen sollten. Mut und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Gefühl, sich auf die Mitschüler verlassen zu können, sind für alle Jugendlichen ganz wichtige Erfahrungen. „Für Kids mit Handicap hat die Stärkung des Selbstbewusstseins einen ganz be-sonderen Stellenwert“, erklärt Angelika Hafner. Am Ende haben sich alle Schüler ihren Kraftstein „erobert“ und sind stolz auf ihre Leistungen.

Erlebnispädagogik vermittelt Kindern und Jugendlichen auf ganz besondere Weise, was in ihnen steckt. “Unsere Kinder haben nur sehr selten die Gelegenheit, im natursportlichen Bereich Erfahrungen zu sammeln, deshalb danken wir Herrn Reichert für die Einladung. Die Kinder hatten viel Spaß und sind dabei über sich hinausgewachsen“, so Manfred Pschibul, Schulleiter der Fritz-Felsenstein-Schule.

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