„VOX CORONA, my love!“ 2015! - Der Chor blickt auf viele Aktivitäten, aber auch auf traurige Ereignisse zurück

Sommerkonzert mit Isabell Münsch (Foto: Norbert Schwalber)
 
Originell kostümiert beim Chorfasching (Foto: Manfred Gallitzendörfer)
So wie es in der Komposition von Josef Hauber heißt, war das Chorleben auch im Jahr 2015 getragen von der Liebe zur Musik und zum Gesang und dem Zusammenhalt der Mitglieder. Vor diesem Hintergrund war es Chordirektor Josef Hauber und der Vorstandschaft möglich, mit VOX CORONA ein wunderbares Sommerkonzert aufzuführen und unvergessliche Gemeinschaftserlebnisse zu organisieren. Für das noch bevorstehende Adventskonzert erweist sich die Probenarbeit und der Kartenverkauf als vielversprechend .

Das Chorjahr begann mit dem Faschingsball im Trachtenheim. Ein originell maskiertes Völkchen erlebte einen amüsanten Abend mit Tanzmusik der Band „Sixpack Sound“, mit Show und viel Klamauk. Der Karikaturist und Mundart-Dichter Dieter Elmer, alias „Käsmichl“, schwäbelte über die „Stubafluig“. Später eroberte die Tanzgruppe des CCK Fantasia das Parkett mit ihrer Show „Remember – Sound of Generations“. Da flogen die Petticoats, da schwangen sexy kostümierte Matrosenbräute ihre Beine, da zauberten die Blues Brothers mit hübschen Mädels in wunderschön farbigen Kleidern eine hammermäßige Show „auf die Bühne“. Die Imhofia aus Untermeitingen brillierte in neonfarbenen Kostümen mit Akrobatik und Showtanz.

Auch Ausflüge stärkten das Wir-Gefühl. Der Chorausflug von Vox Corona führte heuer ins Altmühltal. Erste Station war das Städtchen Berching. Höhepunkt des Ausflugs bildete die Besichtigung der Burg Prunn. Dort bestaunten die Chormitglieder die siebenhundert Jahre alte Handschrift des Nibelungenliedes, den „Prunner Codex“. Schwer beeinduckt hat der Burgführer die Sängerinnen und Sänger, als er mit klangvoller Stimme nach einer mittelalterlichen Melodie zwei Strophen der Nibelungensage in mittelhochdeutsch vortrug.

Die „Pilgerfahrt“ nach Andechs unternahm der Chor in diesem Jahr zum neunten Mal. Die ist Tradition am Samstag vor dem Josefstag (19. März), seit Chordirektor Josef Hauber die Leitung des ehemaligen Gesangvereins Liederkranz übernommen hat. Die „sportlichen“ Sänger machten von Herrsching aus eine einstündige Fußwallfahrt durch das Kiental hinauf zum Heiligen Berg. In der Andechser Klosterkirche sang der Chor unter anderem den Choral „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ von Mendelssohn-Bartholdy, zum Gedenken an Angela Hauber, die verstorbene Chorsängerin und Frau des Chorleiters. Den Choral hatte der Chor auch beim Requiem für Angela Hauber gesungen.

In die Begeisterung bei VOX CORONA mischt sich gerade im Jahr 2015 große Trauer. Fünf Mal gestaltete die Chorgemeinschaft den Trauergottesdienst für ein aktives oder ehemaliges Chormitglied, darunter neben Angela Hauber der Ehrenvorstand Hermann Scharrer und Anni Wagner. Der Anni hatte Vox Corona noch wenige Wochen zuvor im Seniorenzentrum St. Hedwig mit einem Ständchen zum 100. Geburtstag gratuliert. Dort trat der Chor vor seinem Sommerfest mit einem kleinen Konzert auf und sang sich mit einem Volksliederpotpourri in die Herzen der Bewohner. Im AWO-Heim konnte Vox Corona dem schwer kranken Sangesbruder Udo Schindler eine kleine Freude bereiten. Der Chor intonierte seine Lieblingslieder. Udo verstarb kurz darauf.

Das große Sommerkonzert in der Willi-Oppenländer-Halle bildete ohne Frage den Höhepunkt des Chorjahres. Mit Liedern, die das Herz berührten, von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy, und mit Chorwerken des 20. Jahrhunderts bot VOX CORONA ein facettenreiches Programm. Isabell Münsch (Sopran) trat als Solistin auf und Stefanie Knauer begleitete den Chor am Klavier. Zu hören waren unter anderem „Odi et amo“ aus den Catulli Carmina von Carl Orff und die „Cantilena“ von Karl Jenkins. Das Publikum durfte zu Musicalkompositionen wie „Summertime“ von George Gershwin und „Hello Dolly“ mitswingen. Und es konnte die Uraufführung von Josef Haubers Psalm der Berge „Großer Geist“, nach einem Text der Navajo-Indianer erleben, mit Perkussionist Dominic Pavelt.

Erfreulicherweise konnten bei einer „offenen Chorprobe“ mehrere jüngere Sängerinnen gewonnen werden.
VOX CORONA gab den Auftakt zum Dreikönigskonzert und gratulierte musikalisch zum 60. Geburtstag es AWO-Ortsvereins. Beim Markt der Vereine war der Chor mit einem Stand vertreten.
Beim Weihnachtsmarkt auf Gut Morhard stimmte der Chor weihnachtliche Weisen an.

Am 4. Adventssonntag wird VOX CORONA in der Kirche „Zur Göttlichen Vorsehung“ das Weihnachtsoratorium des Priesters und Komponisten Heinrich Fidelis Müller (1837 – 1905) präsentieren. Es gilt als sehr eingängiges, volkstümliches Werk für Chor und Solisten mit Orchester und Orgel , doch auch das Publikum ist mit einigen Kirchenliedern an der Aufführung beteiligt. Mit dem Orchester Sinfonia Augustana, den Solisten Isabell Münsch (Sopran), Anja Schlosser (Alt), Christoph Teichner (Tenor) und Franz Xaver Buchmaier(Bariton) und Christoph Gollinger an der Orgel wird das Oratorium eine wunderschöne Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest sein.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.königsbrunner | Erschienen am 18.12.2015
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1 Kommentar
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Wunibald Wörle aus Eresing | 12.12.2015 | 08:19  
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