Rückblick auf eine gelungene 10 Jahresfeier der LIBERTAS e. V. am 27. September 2014

Führung durch die Fuggerei, Foto von F.Jermann
 
Josef Müller, Foto von F.Jermann
Königsbrunn: Libertas e.V. |

Anlässlich des zehnjähriges Jubiläums der LIBERTAS e. V. lud diese alle Gründer, Mitarbeiter und Förderer ihrer Zweigstellen aus Freiburg, Leipzig, Lichtenstein und Königsbrunn zu einem ungezwungenen, informativen und erlebnisreichen Tag nach Königsbrunn ein.

Zunächst stand der überraschend unterhaltsame, aber auch sehr informative Besuch der Fuggerei mit einer besonders originellen Führerin mit „Berliner Schnauze“ auf dem Programm. Besonders die auswärtigen Gästen waren erstaunt und erfreut über das soziale Engament der Familie Fugger. Damals wie heute fühlt sich die Familie Fugger „verpflichtet, den überaus großen Reichtum, den Gott uns geschenkt hat, gerade diesem wieder zurückzugeben“. Auch die LIBERTAS e. V. wurde 2004 durch christliche Rechtsanwälte, Unternehmer sowie Steuer- und Finanzberater gegründet, die ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und weniger gut gestellten Menschen auf Grundlage biblischer Prinzipien aus ihrer finanziellen Not helfen wollten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatte sich ein besonderer Redner angekündigt, zu dessen Lebensbericht alle Interessierten der Gemeinde kostenlos eingeladen waren.

Herr „Josef Müller aus Fürstenfeldbruck“, wie er sich selbst oft augenzwinkernd vorstellt, Autor des Bestsellers „Ziemlich Bester Schurke“ kam, um sich für die LIBERTAS e. V. stark zu machen und erzählte über sein turbulentes Leben.


Seit seinem 17. Lebensjahr durch einen Autounfall an den Rollstuhl gefesselt, gelangte er trotz seines Handicaps zu Ruhm und Millionen. Er war Mitglied der Münchener Schickeria und gern gesehener Gast der Prominenz weltweit. Seine Gier nach „mehr“ wuchs jedoch ständig und brachte dann auch kriminelle Elemente ins Spiel: ca. 40 Millionen Dollar wurden nach und nach in Koffern aus den USA nach München transportiert und verspekuliert. Gelder wurden von Klienten abgezogen, um das neueste Auto oder Ähnliches zu finanzieren. Es kam, wie es kommen musste: Das Geld war weg und die Besitzer wenig erbaut darüber. Besonders der Verlust der Millionen aus den USA, die einem der meistgesuchtesten Kriminellen dort gehört hatten, machten aus einem Leben in Saus und Braus, ein Leben auf der Flucht voller Angst vor Entdeckung. Die Medien trugen das ihre bei, machten sich über die Polizei und Gerichte lustig, die ihn nicht finden konnten. Zunächst war die Einsicht über den angerichteten Schaden nicht wirklich vorhanden, aber eines Tages hatte er beim Betrachten seiner Lage und Zukunft eine außergewöhnliche Begegnung. Offen und bewegend erzählte Herr Müller über eine Stimme, die zu ihm sprach, und von weiteren Begegnungen mit Gott später im Gefängnis. Er hatte sich selbst der Polizei gestellt.
Heute bezeichnet er sich als glücklichen, gläubigen Menschen, der mittlerweile seine Gefängnisstrafe abgebüßt hat, aber noch auf einem riesigem Schuldenberg sitzt. Die Tantiemen seines Buches fließen in den Gläubigertopf. Ihm bleibt heute ein Wohnrecht im Haus seiner verstorbenen Eltern und ein geschenktes Auto. Harz IV und der Berechtigungschein für die Tafel liegen aber hinter ihm. Er lebt nun von seinen Vorträgen bei Markus Lanz, Maybritt Illner und anderen. Zudem strahlt er eine Zufriedenheit und Zuversicht aus, die beneidenswert ist. Seine Gier nach „mehr“ wurde gestillt durch seinen Glauben. Man spürt vor allem seinen Wunsch anderen Mut zu machen. Besonders schön war, dass er betonte sich für die LIBERTAS e. V. stark zu machen, die bereits vielen Menschen in großer Not helfen konnte.
(Heike Jermann, LIBERTAS e.V.)
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.