Warum die Stadt Königsbrunn nicht innovativ und dual weiterentwickeln?

Das Mercateum - der größte begehbare Globus der Welt - direkt neben der Königstherme, symbolisiert das moderne Königsbrunn.
 
Wohngebietsnahe Einkaufszentren ermöglichen die Nahversorgung ohne Verkehrsmittel ...

Schwere Endscheidungen haben Bürgermeister, Stadtrat, Verwaltung, aber auch die Bürger in den nächsten Wochen und Monaten zu treffen. Auf dem ehemaligen Gelände von "Hochtief" soll ein neues "Kaufzentrum" entstehen. Da es aber derzeit baurechtlich noch ein sogenanntes "Mischgebiet" ist, wären natürlich auch andere "Lösungen" denkbar.
Also warum also kein neues "SB-Zentrum"?
Sicherlich für alle Beteiligten keine leichte Entscheidung und man darf da durchaus verschiedener Meinung sein. Doch eines sollte man nicht tun, die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Königsbrunn ist nach wie vor eine "junge" und attraktive Stadt mit einer bisher positiven Entwicklung. Man sollte sie also auch weiterhin, wie bisher, innovativ, dual und bürgerfreundlich fortentwickeln.
Das bedeutet, den Zentrumsbereich attraktiv gestalten und beleben, sowie in den angrenzenden Wohnbereichen die Nahversorgung bürgerfreundlich ausbauen.

Ich erinnere mich noch genau: Vor ca. 25 Jahren hatten sich örtliche Verbände und Gruppierungen, sowie einige Nachbargemeinden gegen ein geplantes "Großmarktobjekt u. a. Fa. Adler" im Gewerbegebiet "SÜD" ausgesprochen. Was war der Erfolg - es ist nur einige Jahre später nahe der Grenze Königsbrunns in Augsburg entstanden. Nun fahren "wir" alle dorthin und unterstützen die "Kaufkraft" der Stadt Augsburg.

Ich gebe dem Gewerbeverband durchaus Recht, beim Entstehen des neuen Objektes würde es sicher auch zu einer gewissen "Kaufkraft-Verschiebung" innerorts kommen. Ohne jeden Zweifel. Diese bliebe aber im Ort. Bei Nichtentstehen des neuen Marktes oder gar bei Entstehen in einer unserer umliegenden Gemeinden, würde es aber, auch ohne jeden Zweifel, zu einem neuerlichen, zusätzlichen "Kaufkraft-Abzug" kommen. Und das sehe ich als für schlimmer an.
Ich meine, bei allen, derzeit augenscheinlich schweren Hürden, lässt sich doch sicher im Sinne aller, eine machbare und einvernehmliche Lösung finden. Damit meine ich zum Beispiel, eine verträgliche und vertretbare Verkehrsanbindung und annehmbare Lösung für die Anwohner, hauptsächlich für den Bereich "Augsburger Straße". Aber auch eine Einbindung des örtlichen Gewerbes und örtlicher Zulieferbetriebe mit ins neue Zentrum. Besonders interessant für "uns" Anwohner, eine "transparente" Aufplanung des Gebietes die aufzeigt, was zukünftig (alternativ) überhaupt mal mit diesem Gebiet städtebaulich geschehen soll.
Das schlimmste wäre es doch, wenn auf der derzeit brachliegenden Fläche - baurechtlich ein "Mischgebiet" - wieder ein "Industriekomplex" entstehen würde!

Mittlerweile hat der Stadtrat von Königsbrunn in seiner öffentlichen Sitzung vom Dienstag, den 8. Februar 2011, mehrheitlich eine Änderung des betroffenen Bebauungsplans abgelehnt, sodass auch die Weichen für ein mögliches SB-Kaufhaus offen bleiben. Diese Entscheidung liegt nun in der Hand des Stadtrates und möglicher Werber.
(wb)

Mehr zum Thema auch:
http://www.bds-marktplatz.de/News_Detail/FS4d64c31...
oder:
http://www.myheimat.de/freilassing/politik/bds-gew...

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin königsbrunner | Erschienen am 04.03.2011
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7 Kommentare zum Beitrag
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Iris Koy aus Königsbrunn am 09.02.2011 um 17:44 Uhr  
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Florian Kubsch aus Königsbrunn am 09.02.2011 um 17:45 Uhr  
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