„Elektronische Medien als Begleiter unserer Kinder“

Schwabmünchen: St. Gregor Jugendhilfe | Die Familienbildung der St. Gregor-Jugendhilfe in Schwabmünchen bietet am Dienstag, 26. Januar 2010, eine Infoveranstaltung für Eltern von Kindern bis 12 Jahren zum Umgang mit elektronischen Medien in der Familie an. Gemeinsam mit der Leiterin des Kindergartens St. Michael in Schwabmünchen, Sabina Weber, referiert Diplom. Sozialpädagoge (FH) Markus Seiler, Mitarbeiter der Gregor-Jugendhilfe, über Chancen und Gefahren elektronischer Medien bei Kindern.
„Elektronische Medien ja, aber wie?“ So fasst es Markus Seiler, Sozialpädagoge und selbst Vater von zwei Kindern, zusammen. Fernsehen, mp3, PC-Spiele, Internet – heute wachsen Kinder von Anfang an mit elektronischen Medien auf. Natürlich, so haben Wissenschaftler herausgefunden, lässt sich dieser Konsum von elektronischen Medien in der Entwicklung des Gehirns und damit generell im Umgang und Verhalten von Kindern nachweisen. Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Neurologie belegen, dass das Nutzen von elektronischen Medien neue Fähigkeiten wachsen lässt, die die Generationen vorher nicht hatten: Die neue Generation geht selbstverständlich mit den neuen Medien um, sie kann schnell große Mengen von Informationen ‚filtern’ und ist somit für diesen Lebensbereich gut gerüstet. Aber ein zu früher oder auch zu intensiver Umgang mit diesen Medien birgt Gefahren für Kinder und Jugendliche.
Im Klartext heißt dies: auch „gute“ Sendungen, Computerspiele und Informationen aus der elektronischen Welt ersetzen nicht die Konfrontation mit der „echten“ Welt. Sozialkompetenzen, Entwicklung der Sinne und ganzheitliche Förderung des Kindes kann nur im Kontakt mit anderen Menschen erfolgen. Ein rigoroses Verbot von elektronischen Medien für Kinder sei aber auch nicht die Lösung, so Seiler. Bestimmte Anforderungen, die Bildung und Alltagstauglichkeit an den heutigen auch jungen Menschen stellen, setzen mittlerweile Kenntnisse über die elektronischen Medien voraus.
Dennoch seien für Kinder Spiel oder Buch jeder virtuellen Welt vorzuziehen. Und auch ein „guter“ Film dürfe z. B. nicht ohne Begleitung und Aufarbeitung durch Erwachsene kleinen Kindern zugemutet werden, so Weber weiter. Visuelle Eindrücke hinterlassen unter Umständen viel tiefere Spuren als Gehörtes. Zappelige und ungeduldige Kinder finden sich besonders unter denen, die häufig Fernsehen und Computer konsumieren, weiß Sabina Weber. Sie hat für ihre Einrichtung einen Ratgeber zum Umgang mit elektronischen Medien erstellt. „Kinder bis zwei Jahre sollten gar nicht mit elektronischen Medien konfrontiert werden“, raten Weber und Seiler.
Info
Der Vortrag „Elektronische Medien als Begleiter unserer Kinder“ ist eine Veranstaltung im Rahmen des Bildungsprogramms „Familie leben“.
Termin: Dienstag, 26. 01. 2010, 19.30 bis 21.00 Uhr
Veranstaltungsort: St. Gregor-Jugendhilfe, Familienbüro, Museumsstraße 14 in Schwabmünchen, Eingang Nordseite

Anmeldung: erforderlich, telefonisch bis spätestens 22. Januar ,Tel.: (08232) 7 57 60

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