Auf einen Sprung in Rab Königsbrunner Kurzbesuch in der kroatischen Partnerstadt

Von links: Oberstudiendirektor Werner Liessel, Isabella Liessel, Dragana Drljo (Gymnasium Rijeka), Bürgermeister Ludwig Fröhlich

Nur wenig Zeit hatte Bürgermeister Ludwig Fröhlich für einen Besuch in Rab, der Königsbrunner Partnerstadt in Kroatien. Er fühlt sich immer wohl auf dieser Insel, wo er langjährige Bekanntschaften unter Politikern und anderen Bewohnern hat, und bedauert, dass er hier nicht öfters und länger zu Gast sein kann.
Der Bürgermeister war Anfang Mai an der Spitze einer Minidelegation in die Partnerstadt gereist. Begleitet wurde er von Oberstudiendirektor Werner Liessel, dessen Gattin Isabella sowie von Studiendirektor Hans Martin Schipfel. Man hatte um Kontaktgespräche mit der Raber Stadtspitze und den Rektoren der Schulen gebeten, denn in Königsbrunn hat man eine neue Idee, wie man die mittlerweile 13 Jahre alte Städteverbindung erneut beleben könnte: mit einem sogenannten Comenius-Regio-Projekt. Der Grundgedanke dabei: Raber und Königsbrunner Schüler stellen sich gegenseitig ihre Heimatstadt und –region vor. Die Ergebnisse sollten so aufbereitet werden, dass sie auch jederzeit unter verschiedensten fachlichen Gesichtspunkten im Schulunterricht verwendet werden können. Dabei würde es sich nicht um ein übliches Schulprojekt, sondern um ein Regionalprojekt der Schulverwaltungsbehörden handeln, die mehrere Schulen vor Ort (im Landkreis Augsburg also zum Beispiel das Königsbrunner Gymnasium, die Haupt- und Grundschulen der Stadt Königsbrunn) beauftragen müssten, das Projekt konkret durchzuführen. Einig ist man sich in Rab wie in Königsbrunn, dass dieses Vorhaben vielversprechend ist. Ludwig Fröhlich: „Städtepartnerschaften dürfen nicht nur auf ältere Bürger ausgerichtet sein, sondern müssen vor allem auch Jugendliche – am besten schon in der Schule - ansprechen, die auf vielen Ebenen Bezüge zur Partnerstadt entwickeln sollten. Ein solches Projekt würde auch die bereits bestehende Schulpartnerschaft zwischen den Hauptschulen in Königsbrunn und Rab mit Inhalten füllen.“ Fast drei Stunden dauerten die Besprechungen. Mit von der Partie war auch Dragana Drljo vom renommierten Ersten Susaker Kroatischen Gymnasium in Rijeka, das von vielen Raber Schülern besucht wird und das man deshalb gerne in das Projekt einbeziehen würde. Am Ende gab es die einhellige Meinung: Das angedachte Vorhaben könnte realisiert werden.
Viel wurde auch über die allgemeine Lage auf der Insel Rab gesprochen. Dort herrscht gerade Kommunalwahlkampf, und die Stimmung der Raber Bevölkerung ihren Stadtvätern gegenüber ist angesichts der auch hier spürbar werdenden Wirtschaftskrise schlecht einzuschätzen. Die Spannung bei den Politikern ist deshalb groß, die Terminkalender sind voll. Wie schön, dass man sich für Freunde aus Königsbrunn dennoch reichlich Zeit nahm!

Hans Martin Schipfel

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin königsbrunner | Erschienen am 27.05.2009
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