Köln/Freie Wähler: Bezirksvertreter kritisiert verdreckte Uferpromenade und fordert Hilfspersonal.

Köln: Rodenkirchen |

Torsten Ilg von den FREIEN WÄHLERN hat Verständnis für den Unmut von Thomas Kahlix von der „Rodenkirchener Bürgerinitiative Hochwasser“ geäußert, der in einem aktuellen Artikel des Kölner Stadtanzeigers den „jämmerlich dreckigen Zustand“ vieler Wege und Straßen entlang des Rheinufers beklagt hatte. „Das ist ein großes Ärgernis. Leider dauern die Aufräumarbeiten nach fast jedem Hochwasser viel zu lange an,“ so Ilg in einer aktuellenPressemitteilung.

Thomas Kahlix bemängelt vor allem, dass der Dreck zunächst nur an den Wegesrand geschoben wird, wo er nach kurzen Regengüssen immer wieder auf den Wegen verteilt werde. Außerdem seien Sitzbänke vielfach noch verschmutzt und verkrustet. „Hinzu kommt dann noch der Müll von Passanten und Partygästen, die vor allem Nachts an der „Kölschen Riviera“ ihre Spuren hinterlassen. Die Erfahrung zeigt, dass Vermüllungstendenzen an jenen Plätzen zunehmen, die einen allgemein unsauberen Eindruck machen. Man muss einfach feststellen, dass die Reinigungsintervalle zu weit auseinanderliegen“, ergänzt der Bezirksvertreter.
Die AWB begründet dies wie schon die Jahre zuvor, mit personellen Engpässen. Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten und Instrumentarien, die Abfallwirtschaftsbetriebe bei ihrer Arbeit ehrenamtlich zu unterstützen. „Bürgerschaftlichen Engagement muss auch für Neubürger und für jene Menschen zugänglich gemacht werden, die derzeit Gast in unserem Lande sind. Deutschland ist ein sauberes Land, aber in Köln hat man manchmal den Eindruck, dass diese Stadt eine große Ausnahme ist.“ Der FREIE WÄHLER hat sich in einer Anfrage bereits vor Wochen nach städtischen Maßnahmen erkundigt, die beispielsweise Flüchtlingen sinnvolle Beschäftigungs-möglichkeiten bieten könnten. Die Stadt räumte in einer schriftlichen Stellungnahme ein, derzeit noch in der Entwicklungsphase zu sein. Für Ilg ist die Dauer dieses Prozesses unverständlich: „Andere Städte bekommen das doch auch hin. Beispiel Hamburg: Erstmals nehmen dort seit einigen Monaten auch Flüchtlinge bei der jährlichen Frühjahrsputz-Aktion teil. Auch in Köln gibt es mit „Kölle Putzmunter“ eine von Bürgern und AWB gemeinsam getragene Aktion. Menschen aus anderen Kulturkreisen an solche in Deutschland üblichen Rituale heranzuführen ist eine wichtige Form der Integration. So ganz nebenbei üben sie dabei auch die deutsche Sprache und lernen ihre neue Heimat kennen.“
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