Köln: AfD Lokalpolitiker Ilg betont das liberale Profil seiner Partei in Köln

Torsten Ilg AfD Köln
AfD Lokalpolitiker sieht in dem Verein "Weckruf" von Parteichef Lucke ein wichtiges Bekenntnis für einen liberalen Überbau der AfD.

(Köln) Innerhalb der Partei Alternative für Deutschland (AfD) ist auf Bundesebene ein Richtungsstreit entbrannt. Die Kölner AfD übt sich in Gelassenheit. Dennoch, für Torsten Ilg, der für die AfD in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen sitzt ist es wichtig zu betonen, dass er seine liberale Geisteshaltung nicht verbiegen möchte:"Das habe ich bereits während des Kommunalwahlkampfes 2014 deutlich zum Ausdruck gebracht", so Ilg, der den Verein "Weckruf 2015" positiv sieht und sich auch dazu bekennt. Der Verein wurde von Parteichef Bernd Lucke ins Leben gerufen, um liberale Mitglieder der AfD zu mobilisieren und "aufzurütteln". Der Verein sieht sich wohl auch als Notbremse gegen Unterwanderungsversuche von ganz rechts. "Gerade hier in Köln sind Toleranz und Freiheitsrechte Teil der Stadtkultur, da kann man es nicht einfach hinnehmen, wenn andernorts ausländerfeindliche oder homofeindliche Sprüche geklopft werden. Das gilt auch für meine Partei die AfD". Für Ilg hat die AfD nur als "konsequente Hüterin der Rechtsstaatlichkeit" eine langfristige Chance auf Erfolg. "In Anbetracht der massiven Rechtsbrüche durch die Europäische Union im Zuge der Euro-Rettungspolitik, muss die AfD die Rechtsstaatlichkeit als ihren Markenkern verinnerlichen“. Dazu gehöre es nach Ansicht von Ilg auch, dass man beispielsweise in der Zuwanderungsdebatte genau diese Messlatte anlegt und auch gezielt Forderungen an potentielle Zuwanderer stellt, sich zweifelsfrei zu den Werten der Aufklärung, des Humanismus und der Rechtsstaatlichkeit zu bekennen. Daneben sei es unabdingbar, dass sich die AfD auch beim Thema „Ehe-Öffnung“ für Homosexuelle nicht verweigert, sondern z.B. in Form eines Volksentscheids wie im katholisch geprägten Irland geschehen, offensiv dafür wirbt. "Auch wenn dies sicher einige Mitglieder aus persönlichen oder religiösen Gründen ablehnen werden, darf man dies als Rechtsstaatspartei nicht verweigern. Die AfD muss auch hier Glaubwürdigkeit beweisen. Konservative Wertigkeit und ein modernes Familienbild sind keine Gegensätze", betont Ilg vor der Presse. In Großbritannien haben die ebenfalls europakritischen britischen Konservativen, die unter anderem mit der AfD die ECR Fraktion im Europaparlament bilden, unlängst die Öffnung der Ehe auch für Homosexuelle umgesetzt.
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