Eine "Liebesgeschichte" über Köln

TOP SECRET (Foto: www.pixabay.com)
Weil die äußere Form der Stimmzettel parteilose Kandidaten benachteiligt, muss - wird - die Oberbürgermeister-Wahl in Köln verschoben werden.

Darüber habe ich schon berichtet. Siehe:
http://www.myheimat.de/koeln/politik/in-koeln-ist-...

Keine andere deutsche Großstadt macht sich so oft lächerlich wie Köln. Keine andere Großstadt in Deutschland wird so erbarmungswürdig regiert und dilettantisch verwaltet.
Trotzdem will ich nirgendwo anders leben.


Jetzt sind die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung Köln noch nicht mal mehr in der Lage, ein paar einfach zu verstehenden Wahlzettel zu drucken.

Deshalb muss in Köln die ursprünglich für den 13. September 2015 vorgesehene Oberbürgermeisterwahl verschoben werden. Verschoben werden wegen der Buchstabengröße bei den Oberbürgermeister Kandidaten / Kandidatinnen auf den Wahlzetteln. Die Buchstaben der Parteien waren fetter gedruckt als die Namen / personellen Angaben der Kandidaten / Kandidatinnen.


Dazu muss man wissen:
Die Bezirksregierung hält die Unterlagen für rechtswidrig,
weil durch das Druckbild auf dem Wahlzettel, das die Parteinamen ungewöhnlich fett ins Bild setzt, parteilose Kandidaten benachteiligt würden.
Die bereits abgegebenen Wahlzettel von 55.000 Briefwählern landen nun im Altpapiercontainer.

Wir haben ja genug Abfalltonnen zur Verfügung (sarkatische Anmerkung)

Ganz nebenbei kam "zufällig" - wer es glaubt, der wird seelig - an dasTageslicht, dass die Kölner Wahlzettel bereits seit 1999 gegen amtliche Vorgaben verstoßen.
Die Stadt ist einmal mehr blamiert und muss Zusatzkosten von über einer Million Euro tragen.
Für die örtliche Presse und nicht wenige Kölner Bürger und Bürgerinnen, herrscht in Köln mittlerweile totale politische Sonnenfinsternis.


Köln und weitere traurige Zustände

Zur OB-Wahl in Köln muss man ein paar Dinge wissen.
Der abtretende OB Jürgen Roters (SPD) wird uns Kölner und Kölnerinnen vor allem in bleibender Erinnerung bleiben,
weil Roters seine Amtszeit nicht wie viele Kollegen in anderen Städten mit der Kommunalwahl 2014 auslaufen ließ,
sondern auf seiner vollen Amtszeit beharrte.
Auch das kostete die Steuerzahler in Köln über eine Million Euro.


Für die SPD tritt jetzt Jochen Ott an, 41, ein Oberstudienrat.
Ott hat leider jüngst sein Ratsmandat an einen CDU-Mann abgeben müssen,
weil bei der Kommunalwahl 2014 ein Stimmbezirk falsch ausgezählt worden war.
Der pechschwarze Wahlbezirk Rodenkirchen sollte nach damailgen Auszählung urplötzlich in die Hände der SPD gefallen sein.


Trotzig wie kleine Kinder wehrten sich lange Zeit hohe SPD-Politiker auf Stadt-und Landesebene gegen eine Neuauszählung der Stimmen.
Erst das Verwaltungsgericht in Köln machte dem Politik - Spuk ein Ende.
Heraus kam, was alle längst ahnten:
Das Rodenkirchener Ratsmandat steht der CDU zu.
Offenbar hatten Wahlhelfer die Briefwahlergebnisse von SPD und CDU vertauscht.


Grund zur Freude hat die CDU in Köln trotzdem nicht.
Die CDU ist in Köln in einem traurigen Zustand.
Für die CDU tritt bei der OB-Wahl deshalb niemand an.

Die CDU war nicht in der Lage, in der viertgrößten Stadt Deutschlands einen Kandidaten zu finden.
Die CDU, für die nach dem Krieg ein Oberbürgermeister namens Konrad Adenauer am Rhein die Geschicke führte, unterstützt nun – zusammen mit den Grünen! - die parteilose Kandidatin Henriette Reker.

Vor lauter Verzweiflung hat sich nun auch noch die FDP drangehängt.

Ach du lieber Himmel, was ist das denn für eine Kandidatenauswahl?

Die "parteilose" Frau Reker wirbt für einen Neuanfang,
ist aber leider als amtierende Kölner Sozialdezernentin selbst ein "großes Rad" - zumindest meint Frau Reker das von / über sich selber -
im knirschenden Getriebe der Stadt.


Aber natürlich gehe ich als politisch interessierter und denkender sowie handelnder Mensch und Staatsbürger im Oktober - oder wann immer diese OB-Wahl stattfindet - in mein Wahllokal.

Vielleicht wähle ich mittels Briefwahl - schaun mer mal.

Doch bevor ich wähle denke ich aber ernsthaft darüber nach,
alle Kandidaten durchzustreichen und aus Protest eine Kurzfassung dieses M H Berichtes auf den - hoffentlich dann rechtsmässigen - Wahlzettel zu schreiben.


Die große Blamage der verschobenen OB-Wahl steht sinnbildlich für den Zustand von Politik und Verwaltung in Köln.

Es gibt keine andere deutsche Großstadt, die derart laienhaft und schludrig auf Kosten - zu Lasten - DER KÖLNER und KÖLNERINNEN geführt wird.

Seit Jahrzehnten werden in Köln die Führungspositionen nur "hilfsweise" nach Qualifikation vergeben, entscheidend ist der Parteienproporz.

Wenn es aber in der Führungsetage der Stadtverwaltung Köln nicht "fluppt" (funktioniert), können auch viele tüchtige Mitarbeiter auf den unteren Ebenen - trotz aller Bemühungen - den verfahrenen Karren nicht aus dem "Dreck" ziehen.

Nicht wenige Personen, die Parteien und ihre Politiker haben sich die Stadt (und ihre lukrativen Aufsichtsratsposten) schön längst einverleibt.
Wir Bürger sind für die vorgenannten Personen und Parteien sowie ihre politschen Vertreter nur noch Stimmvieh.
Die Kölner Bürger und Bürgerinnen nehmen dieses Einverleiben mitunter erstaunlich gelassen und zahlen für den "Schrott" den die besagten Personen und die "Politikblase" produziert treu und brav ihre Steuern / Abgaben an die Stadtkasse bzw. Finanzmenschen im zuständigen Dezernat.

Wann wachen die Bürger der Stadt Köln endlich und zeigen den "Schrottherstellern" in Verwaltung und Politik die rote Karte?
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5 Kommentare
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Helmut Bathen aus Köln | 04.09.2015 | 17:33  
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Holger Finck aus Langenhagen | 04.09.2015 | 22:56  
2.692
Helmut Bathen aus Köln | 05.09.2015 | 10:56  
5.965
Holger Finck aus Langenhagen | 05.09.2015 | 17:28  
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Helmut Bathen aus Köln | 08.09.2015 | 23:19  
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