Baby zu Tode geschüttelt, mildes Urteil für den Vater

Symbolobild (Foto: ©722636_web_R_by_Thorben Wengert_pixelio.de)
Köln: Brunnen | Ob es in der heutigen Zeit möglich ist, nicht zu wissen, das man ein Kleinkind durch heftiges Schütteln umbringen kann steht auf einem anderen Papier.

In der Gerichtsverhandlung bei dem ein 33-Jähriger Vater verurteilt wurde galt dieses "Unwissen" Strafmildern.

Ein Indizienprozess, die Kindesmutter hatte Ihren Mann bei der Vernehmung schwer belastet, vor Gericht aber machte sie von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und schwieg.

Am 12. Juni 2015 gegen 17,00 Uhr kam die Familie von einem Spaziergang in die Wohnung zurück. Die Mutter begab sich in die Küche um für ihre ein Monate alte Tochter ein Milchfläschchen zu bereiten.
Der Vater war zu diesem Zeitpunkt alleine mit den beiden Töchtern im Wohnzimmer. Laut seinen Aussagen fing der Säugling an zu Schreien. Er wollte das Kind beruhigen, als dies nicht gelang schüttelte er das Kind. Danach legte er es zurück in das Kinderbett. Etwa 4 Minuten später kam die Mutter in das Wohnzimmer und fand das Mädchen mit blau angelaufenen Kopf vor. Sie alarmierte daraufhin den Notarzt.
In der Klinik konnte man dem Kind nicht mehr helfen, die schweren Verletzungen führten vier Tage später zum Tod.

Das Gerichtsmedizinische Gutachten stellte fest: Tod durch Schütteltrauma

Vor dem Kölner Schwur Gericht wurde festgestellt, das der Mann „ kein Bewusstsein dafür gehabt hat das dieses Schütteln tödlich enden könnte“, gleichzeitig wurde dem Angeklagten aber „erhebliches Ausmaß an Pflichtwidrigkeit“ attestiert.
Das Urteil lautet: Drei Jahre Gefängnis aufgrund fahrlässiger Tötung .

gb
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3 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 04.06.2016 | 11:32  
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gdh portal aus Brunnen | 04.06.2016 | 16:05  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 04.06.2016 | 17:46  
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