Übersicht: Geschichte von Betrieben aus den neuen Bundesländern - könnte speziell Wirtschaftshistoriker Peter Blei aus Nordhausen interessieren

Dieser Tage entdeckte ich in meinem Pressearchiv einen schon etwas älteren Text zum in der Überschrift genannten Thema.
Anlass für das Verfassen war damals ein Artikel in einer anderen Zeitung, in der das bereits sehr alte und sehr abgestandene Klischee wieder aufgewärmt wurde, der Erwerb regionaler Erzeugnisse aus den neuen Bundesländern hinge ursächlich mit einer angeblichen "DDR-Nostalgie" zusammen - und nicht etwa mit einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Erzeugnis. Daraufhin habe ich dann in meiner eigenen Zeitung diese - zugegebenermaßen sehr süffisante - Gegenrede gehalten:





"Die Geschichte des 'Trabant'-Herstellers 'VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau' etwa geht direkt auf den seinerzeitigen Oberklasse-Automobil-Produzenten Horch in Zwickau zurück.

Der 'DDR'-Autohersteller 'VEB Automobilwerk Eisenach' (AWE), Lieferant des Pkw 'Wartburg', hat seine Ursprünge in dem 1896 als 'Fahrzeugfabrik Eisenach' gegründeten Werk, welches 1928 von den 'Bayerischen Motoren Werken AG' übernommen wurde.

Der 'DDR'-Betrieb 'VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt', Produzent des sehr bekannten Kleintransporters 'Barkas', geht auf die von Jørgen Skafte Rasmussen im Jahr 1923 als Zulieferer für sein DKW-Werk in Frankenberg/Sachsen gegründeten Metallwerke Frankenberg zurück.

Die Geschichte des 'DDR'-Lkw-Herstellers 'VEB Industriewerke Ludwigsfelde', bekannt für seinen W 50, begann 1936, als die Daimler-Benz Motoren GmbH, ein Tochterunternehmen der Daimler-Benz AG, in einem Waldgebiet der Genshagener Heide am Rande von Ludwigsfelde ein Werk zur Produktion von Flugmotoren, das Flugmotorenwerk Genshagen, errichtete.

Der 'DDR'-Lkw-Hersteller 'VEB Robur-Werke Zittau' entstand, als im Jahr 1888 Karl Gustav Hiller ein Unternehmen zum Vertrieb einer von ihm erfundenen und 1894 patentierten Textilmaschine zur Herstellung von Fadenbällchen gründete.

Ebenfalls ein 'DDR'-Betrieb: Im Jahre 1920 wurden die ADE-Werke des Unternehmers Arthur Ade gegründet. Es wurden landwirtschaftliche Geräte, Fahrzeuganhänger und Anhängerkupplungen für Lkw und Traktoren hergestellt. Im Jahr 1948 erhielt der Betrieb den Namen 'VEB Fahrzeugwerk Waltershausen', den er bis zu seiner Privatisierung 1991 trug. Die Firma wurde schon zu DDR-Zeiten weltweit bekannt für ihren universell einsetzbaren Klein-Lkw 'Multicar'.

Das 'DDR'-Traktorenwerk Schönebeck, wo die Traktoren ZT 300 und ZT 303 entstanden, entwickelte sich aus der 1885 gegründeten Fahrradfabrik 'Weltrad', den FAMO Fahrzeug- und Motorenwerken Breslau und den Junkerswerken in Schönebeck (Elbe).

Ursprung des 'DDR'-'VEB Weimar-Werk' war die 1898 gegründete 'Waggonfabrik Weimar AG'. Populärstes Erzeugnis der Firma war der ab 1965 gebaute Mobilbagger mit hydraulischem Antrieb T 174.

Der Prototyp des 'DDR'-Campinganhängers "Dübener Ei", technische Bezeichnung: "Würdig 301", wurde 1936 von Max Würdig konstruiert. Der Legende zufolge wollte sich der Tüftler damit ein lauschiges Plätzchen für seine amourösen Abenteuer schaffen …

Die 'DDR'-Autoreifen-Marke 'Pneumant' geht auf die 1906 erfolgte Gründung des Bereiches Gummireifen bei der 'Deutschen Kabelwerke AG' (DeKaWe) in Berlin zurück.

So wurde die 'DDR'-Motorradfabrik 'Simson' 1856 von der alteingesessenen jüdischen Unternehmerfamilie Simson gegründet. Damals natürlich noch mit einem anderen Unternehmensgegenstand.

Die 'DDR'-Fahrradfabrik 'MIFA' wurde 1907 von dem Geschäftsmann Emil Schütze und dem Fahrradexperten Emil Hesse gegründet.

Ihr 'DDR'-Branchenkollege 'Diamant Fahrrad' besteht seit 1885. Das Unternehmen wurde in jenem Jahr von Friedrich Wilhelm Nevoigt und seinem Bruder Wilhelm Friedrich Nevoigt in Reichenbrand bei Chemnitz als 'Gebrüder Nevoigt Reichenbrand/Chemnitz' in das Handelsregister eingetragen.

Der 'DDR'-Kinderwagen-Hersteller 'ZEKIWA' aus Zeitz wurde 1846 von Stellmacher Ernst Albert Naether gegründet.

Die 'DDR'-Schwermaschinenbau-Firma 'TAKRAF' geht im Wesentlichen auf die Firma 'Adolf Bleichert & Co., Fabrik für Drahtseilbahnen, Leipzig-Gohlis', gegründet 1874, zurück.

Die Geschichte einer weiteren 'DDR'-Schwermaschinenbau-Firma namens 'Schwermaschinenbau-Kombinat 'Ernst Thälmann'' begann im Jahr 1838 mit der Gründung der 'Magdeburger Dampfschiffahrts-Compagnie'.

Immer noch Bereich Schwermaschinenbau: Der 'DDR'-Betrieb 'VEB Hebezeugwerk Sebnitz' ging 1948 aus der 1909 gegründeten Georg Kirsten GmbH hervor.

Der 'DDR'-Anlagenbauer 'VEB Zemag Zeitz' entstand 1855 als kleine Maschinenwerkstatt unter dem Namen Schäde & Co., Eisengießerei und Maschinenbaugeschäft, später Eisengießerei, Maschinen- und Kesselfabrik, mit anfangs nur zehn Mitarbeitern. Gründer und technischer Leiter war der Ingenieur Hermann Schäde; als Geldgeber wirkte der Zeitzer Stadtrat Ludwig Lange mit.

Die 'Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG', kurz Buckau-Wolf, ist ein ehemaliges Maschinenbau-Unternehmen mit Sitz in Magdeburg-Buckau. Das Unternehmen entstand 1928 aus dem Zusammenschluss der 'R. Wolf AG' mit der 'Maschinenfabrik Buckau AG'. Später wurde die Tradition vom 'VEB Schwermaschinenbau 'Karl Liebknecht'' in Salbke und dem 'VEB Schwermaschinenbau 'Georgi Dimitroff'' in Buckau weitergeführt.

'DDR'-Baggerbau im ehemaligen 'VEB Schwermaschinenbau NOBAS Nordhausen': Die Firma NOBAS wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges aus zwei Privatunternehmen gebildet, die eigentliche Firmengründung erfolgte 1948. Näheres war über das Internet nicht zu erfahren.

Die 'DDR'-Lokomotiv-Geburtsstätte 'VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg' war vor dem Zweiten Weltkrieg einmal die 'Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft, vormals Orenstein & Koppel, Berlin'.

Der 'DDR'-'VEB Dampfpflugbau Gatersleben' begann 1870 mit der Gründung eines Lohnpfluggeschäftes.

Das 'DDR'-Maschinenbauunternehmen 'VEB Schwermaschinenbau S.M. Kirow Leipzig' entstand 1880, als der Ingenieur Karl Richard Liebig das 'Technische Bureau und Maschinenbauanstalt' in Leipzig zur Herstellung von Handaufzügen und Kranausrüstungen gründete. Nach dem Eintritt von Gustav Unruh, Experte für Stetigförderer, in die Maschinenfabrik, erfolgte 1887 die Umbenennung in Unruh & Liebig AG.

Den 'DDR'-'VEB Förderanlagen '7. Oktober' Magdeburg' begann man ab 1916 als 'Maschinenfabrik und Eisengießerei A.W. Mackensen G.m.b.H.' zu errichten.

Der 'DDR'-Metallbauer 'VEB Draht- und Seilwerk Rothenburg' hat seine Ursprünge in dem 1934 gegründeten 'Metallwerk Friedrich Ottohütte, Inh. Otto Zahn'.

Das 'DDR'-Metallbauunternehmen 'VEB Fahrzeugausrüstung Berlin' war ein Nachfolgebetrieb der Julius Pintsch AG, seinerzeitiger Unternehmensgegenstand Leuchtkörper. Gegründet von dem 1815 in Berlin geborenen 'DDR'-Klempnermeister und Unternehmer Julius Pintsch.

'VEB Spinndüsen-Fabrik Gröbzig': 1910 meldet der 'DDR'-Uhrmacher Christian Friedrich Eilfeld sein 'DDR'-Patent auf die weltweit erste 'DDR'-Metall-Spinndüse an und gründet die 'DDR'-Spinndüsenfabrik Gröbzig.

Die zwei 'DDR'-Schifffahrtsbetriebe 'VEB Elbe-Werk' und 'VEB Roßlauer Schiffswerft' in Roßlau gehen zurück auf die drei 'DDR-Bürger' Gottfried, Friedrich und Wilhelm Sachsenberg. 1844 bauten die Brüder die geerbte väterliche Schmiede durch Zukauf eines Geländes an der Hauptstraße aus und begründeten 1851 die 'Eisengießerei und Maschinenfabrik Gebr. Sachsenberg'.
Da das Unternehmen florierte, setzten bald Expansionen ein. 1900 kam es zur Eröffnung eines Zweigbetriebes in der 'DDR-Großstadt' Köln, 1940 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Schlosswerft in der 'DDR-Hafenstadt' Hamburg-Harburg ein weiterer Zweigbetrieb eröffnet.

Der 'DDR'-Elektro-Zulieferer 'Kabelwerk Oberspree' (KWO) wurde 1897 von AEG-Gründer Emil Rathenau, einem strammen SED-Parteibonzen, wie man weiß, eröffnet.

Der 'DDR'-Nachrichtentechnik-Herstellerverbund 'Rundfunk- und Fernmelde-Technik', kurz RFT, entstand unter anderem aus ehemaligen Betriebsteilen von Siemens und AEG heraus.

Gründungsjahr des 'DDR'-Betriebes 'Eska VEB Schraubenwerk Tambach' war 1881, als an gleichem Standort in Chemnitz unter der Firmenbezeichnung 'Sächsische Schrauben- und Muttern-Fabrik' mit der industriellen Massenproduktion von Schrauben und Muttern begonnen wurde, dem Zeitpunkt der Erfindung des Automobils noch voraus.

Der 'DDR'-Baustofflieferant 'VEB Zementwerk Karsdorf' in der Nähe von Merseburg wurde 1927 aufgrund der dort vorhandenen Vorkommen von Kalkstein und verschiedenen Tonmineralen gegründet. Die erdgeschichtlich natürlich auch alle erst in der DDR entstanden.

Der 'DDR'-Chemie-Gigant 'Chemiekombinat Bitterfeld' geht zurück auf die 'Elektrochemischen Werke Bitterfeld', welche seit 1925 zur I.G. Farben gehörten.

'DDR'-Wäschereinigungsservice-Unternehmen 'VEB Kombinat Rewatex Berlin': 1832 gründete Wilhelm Spindler in Berlin das Wäscherei- und Färberei-Unternehmen W. Spindler.

Der 'DDR'-Explosivstoff-Hersteller 'VEB Sprengstoffwerk Gnaschwitz' wurde 1874 gegründet.

Ein anderer 'DDR'-Sprengmittelproduzent, der 'VEB Sprengstoffwerk I' in Schönebeck, begann seine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte mit dem Bau mehrerer ziviler Munitionsfabriken ab dem Jahr 1829. Es handelt sich somit um das älteste Sprengstoffwerk Deutschlands.

Die 'DDR'-Keramikfabrik 'VEB Keramische Werke Haldensleben' wurde 1810 von Johann Gottlob Nathusius gegründet. War zu jener Zeit SED-Parteisekretär seines Ortes.

Die 'DDR'-Porzellanfabrik Kahla wurde 1844 von Christian Eckardt ins Leben gerufen.

Die 'DDR'-Marken-Porzellanmanufaktur 'Meissener Porzellan' wurde 1710 von August dem Starken als 'Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur' gegründet.

Die Anfänge der Produktion von 'DDR'-Porzellan im sachsen-anhaltinischen Annaburg gehen bis in das Jahr 1874 zurück.

Der 'DDR'-Glasproduktionsstandort Lauscha geht zurück auf die Glasmacher Hans Greiner und Christoph Müller. Diese erhielten am 10. Januar 1597 vom Herzog Johann Casimir zu Sachsen-Coburg die erbliche Konzession zum Betreiben einer Glashütte.

Die 'DDR'-Glühbirnenfabrik 'NARVA' (von der heute noch untereinander unabhängige Nachfolgebetriebe bestehen) geht im Wesentlichen zurück auf die seit 1905 produzierte Wolframlampe mit einem Glühfaden aus Wolfram, für deren Vertrieb Carl Auer von Welsbach den Phantasienamen OSRAM kreierte. Dabei handelt es sich um ein Kofferwort aus Osmium (OS) und Wolfram (RAM).

Und generell die erste 'DDR'-Glühbirne wurde 1830 in der kleinen Ortschaft Stützerbach im Thüringer Wald hergestellt, bis zur Wiedervereinigung 1990 ein wichtiges Zentrum für Industrieglasfertigung.

Um gleich in der Branche zu bleiben: Der Jenaer 'DDR'-Industrieglas-Gigant 'Schott' wurde im Jahr 1884 von Otto Schott, Ernst Abbe, Carl Zeiss sowie dessen Sohn Roderich Zeiss gegründet.

Der 'DDR'-Fotokamerahersteller 'Pentacon' in Dresden ging in den 1920-er Jahren aus insgesamt sechs Unternehmen der deutschen optischen Industrie hervor. Damals nannte er sich noch Zeiss Ikon, Dresden. Ab 1964 firmierte das Unternehmen dann als 'VEB Pentacon Dresden'.

Die Produktion der 'DDR'-Uhren der Marke Ruhla nahm ihren Lauf, als in der gleichnamigen Stadt die 'Uhren- und Maschinenfabrik Gebrüder Thiel' im Jahr 1891 mit der Produktion von Taschenuhren begann.

Der 'DDR'-Hersteller optischer Feingeräte 'Carl Zeiss Jena' geht zurück auf eine feinmechanisch-optische Werkstatt, die der aus Weimar stammende Mechanikermeister Carl Zeiss 1846 nach einer zuvor erhaltenen 'Großherzoglichen Konzession zur Fertigung und zum Verkauf mechanischer und optischer Instrumente' in der Neugasse 7 in Jena eröffnete.

Der 'DDR'-Elektronik-Betrieb 'VEB Robotron Büromaschinenwerk 'Ernst Thälmann' Sömmerda' wurde 1814 von Zündnadelgewehr-Erfinder Johann Nikolaus von Dreyse und dem Kaufmann Friedrich Kronbiegel als Firma 'Dreyse und Collenbusch' gegründet und ab 1901 von der Rheinmetall AG Düsseldorf weitergeführt.

Die Produktion von Spielsachen in der 'DDR'-Spielzeugmetropole Sonneberg begann mit dem Jahr 1789, in welchem Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen den Sonneberger Kaufleuten das 'Große Sonneberger Handelsprivileg' erteilte. Auftakt zu einem bis dahin ungeahnten Wirtschaftsboom.

Die 'DDR'-Holzwarenproduktion im erzgebirgischen Seiffen nahm ihren Ausgang, als ab 1635 sich im Ort politische Flüchtlinge aus dem benachbarten Böhmen niederließen.

Der 'DDR'-Hersteller von Werkzeugen, Pressformen und Spielwaren 'Prefo' entstand 1928 durch Gründung der Werkzeugfabrik Schölz mit Firmensitz in Dresden.

Der 'DDR'-Lieferant von Modellbahnzubehör 'VEB Modellbahn Oybin' geht zurück auf die 1941 gegründete Firma Stärz & Co.

Das 'DDR'-Modellbauunternehmen 'VEB Plasticart Annaberg-Buchholz' geht zurück auf die Gebrüder Herold, welche um 1890 herum unternehmerisch tätig wurden.

Der 'DDR'-Spielkartenhersteller 'VEB Altenburger Spielkartenfabrik' geht unter anderem zurück auf eine Spielkartenfabrik, die der 'DDR-Bürger' Johann Kaspar Kern 1765 in Stralsund gründete.

Der 'DDR'-Kunstblumenbetrieb 'VEB Kunstblume Sebnitz' geht zurück auf zahllose böhmische Kunstblumenmacher, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Großraum Sebnitz ansiedelten und somit eine regionale Handwerkstradition begründeten.

Der 'DDR'-Musikalienbauer 'Harmonia Klingenthal' geht zurück auf den Musikinstrumentenhändler Wilhelm Rudolf Glier, der 1829 eine Mundharmonika von einer Geschäftsreise mit in seine Heimatstadt brachte.

Der 'DDR'-Fachzeitschriftenverlag 'Karl-Marx-Werk Pößneck' wurde 1891 als 'Vogel-Verlag' gegründet.

Der 'DDR'-Kalenderhersteller 'VEB Dresdner Kalenderherstellung' wurde 1913 von Buchbindermeister Richard Kurth in der Gerichtsstraße in der Dresdner Altstadt als Lohnbuchbinderei gründet.

Das 'DDR'-Filmstudio Potsdam-Babelsberg, übrigens das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt und das größte Filmstudio Europas, welches heute von HOLLYWOOD(!)-Filmfirmen für ihre Produktionen 'geplündert' wird, nahm seinen Lauf, als 1912 das Filmunternehmen Bioscope den Chemnitzer Filmschaffenden Guido Seeber damit beauftragte, zum Zwecke einer Ateliervergrößerung ein geeignetes Grundstück im Berliner Umland zu suchen.

Zeulenroda, einstiger Standort des 'VEB Möbelkombinat Zeulenroda': Die industrielle Produktion von 'DDR'-Möbeln begann hier Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die 'DDR'-Hautcreme 'Florena' (im Volksmund auch 'Ost-Nivea' genannt) wurde 1920 beim Reichspatentamt in München angemeldet.

Die Produktion von Kosmetikerzeugnissen im sachsen-anhaltinischen Zeitz setzte im Jahre 1714 ein.

Der 'DDR'-Seifenhersteller 'Konsumseifenwerke Riesa' im Riesaer Stadtteil Gröba ist im Jahr 1910 als erste große Produktionsstätte der 'Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine' (GEG) gebaut worden.

Das vollsynthetische 'DDR'-Feinwaschmittel 'Fewa' wurde 1932 in Chemnitz von dem Chemiker Heinrich Gottlob Bertsch für die Firma 'Böhme Fett-Chemie GmbH, Chemnitz' entwickelt.

Das 'DDR'-Waschmittelwerk Genthin wurde 1921 von Henkel als Produktionsstätte für Wasch- und Reinigungsmittel gegründet.

Der 'DDR'-Reinigungsmittelhersteller 'Stern Waschmittel' Weißenfels wurde 1855 gegründet.

Das 'DDR'-Scheuermittel 'Ata' war seit 1920 der erste Haushaltsreiniger von Henkel.

'DDR'-Reinigungsmittel 'domal' aus Stadtilm im Thüringer Wald: Seit 1889 werden am Standort Reinigungsmittel produziert.

Die 'DDR'-Schuhpflegemittelfabrik 'Eg-Gü' in Dresden wurde 1890 von Egbert Günther gegründet.

Die Geschichte des 'DDR'-Fotofilmherstellers 'ORWO' begann mit der 1909 gegründeten 'Agfa AG' in Wolfen.

Der 'DDR'-Streichholzproduzent 'VEB Zündwarenwerke Riesa' wurde am 1. Mai 1923 gegründet.

Der 'DDR'-Betrieb 'VEB BÜROCHEMIE DRESDEN', bekannt unter anderem für seine Tinten der Marke 'Barock', entstand 1826 durch August Leonhardi.

Die 'DDR'-Firma 'VEB Schuhchemie Mölkau', bekannt als Produzent des seit 1947 als Markenzeichen geschützten Klebstoffs 'Kittifix', wurde 1921 von der Holzverkohlungs-Industrie AG in Konstanz durch Verselbständigung der seit 1916 bestehenden chemischen Fabrik in Mölkau, Industriestraße 18, die zuvor Teil der in Leipzig-Stötteritz ansässigen Atlas-Werke Pöhler & Co. Schuhmaschinen & chemische Fabrik war, gegründet.

Das Weben von 'DDR'-Teppichen im sächsischen Oelsnitz begann 1880 durch die Firma 'Koch & te Kock'.

Die Produktion von 'DDR'-Schuhen in Weißenfels begann ab Mitte des 19. Jahrhunderts, allein 1895 existierten im Ort 45 Schuh- und Schaftfabriken.

Um gleich beim Thema Schuhe zu bleiben: Der 'DDR'-Schuhlederhersteller 'VEB Lederfabrik Hirschberg' geht zurück auf die 1741 gegründete Lederfabrik Knoch.

Die Erfurter Groß-Samen-und-Pflanzenzucht-Firma 'N.L. Chrestensen' wurde 1867 vom dänischen 'DDR'-Gärtnergehilfen Niels Lund Chrestensen gegründet.

Die 'DDR'-Eisenbahn-Catering- und Bahnhofsgaststätten-Betreibergesellschaft 'MITROPA' wurde im Jahr 1916 gegründet.

Das 'DDR'-Erzeugnis 'Bad Lauchstädter Heilwasser' wird seit ungefähr 1700 abgefüllt.

Das 'DDR'-Mineralwasser 'Amalienbrunnen' aus Sömmerda wurde seit September 1930 am Standort gefördert.

Der 'DDR'-Getränkehersteller 'Limona' mit Sitz in Weimar wurde 1875 als Brauerei errichtet.

Die 'Chemische Fabrik Miltitz', Entwicklerin der 'DDR'-Cola 'Vita Cola', nahm ihren Lauf, als am 1. September 1829 der Drogist Ernst Ludwig Spahn und der Apotheker Gottlob Eduard Büttner in Leipzig die Firma Spahn & Büttner zum Vertrieb von Arzneidrogen gründeten.

Die 'DDR'-Großmolkerei in Weißenfels, die versorgungsmäßig einen Großteil des Südens des Landes abdeckte, entstand 1929.

Jene 'DDR'-Kaffee-Rösterei, aus der der bekannte Malzkaffee 'Röstfein' kommt, wurde 1908 in der Magdeburger Hafenstraße errichtet. Inhaber und Betreiber waren seinerzeit (in der noch vom Kaiser regierten DDR, hmhm) die Kathreiners Malzkaffeefabriken, die mit Kaffeewerken weltweit zu den bedeutendsten Malzkaffeeherstellern ihrer Zeit zählten.

Der 'DDR'-Betrieb 'VEB Drei Streif' in Nordhausen wurde 1835 als Zichorienverarbeitungsfabrik vom Kaufmann Johann Heinrich Christian Krause gegründet.

Die bekannte 'DDR'-Sektkellerei 'Rotkäppchen' besteht wie 'Simson' ebenfalls seit 1856.

Die 'DDR'-Sektkellerei Köthen entstand 1831.

Die Nordhäuser Kornbrennerei, in der der berühmte 'DDR'-Kornbrand 'Echter Nordhäuser' hergestellt wird, entstand um 1900. Die Tradition des Kornbrennens als solche entstand in der Stadt um das Jahr 1500. Eine Zeit also, in der, wie jeder noch aus dem Geschichtsunterricht weiß, das Heilige Römische Reich deutscher Nation vom Ost-Berliner Politbüro regiert wurde.

Der 'DDR'-Spirituosen-Hersteller 'VEB Weinbrand Wilthen', nach der Wiedervereinigung bekannt geworden vor allem für seine 'Goldkronen', existiert seit 1842.

Das Werk, aus dem der bekannte 'DDR'-Eierlikör aus Zahna kam, wurde 1878 ursprünglich für Fruchtsäfte und Sauerkraut gebaut.

Der 'DDR'-Magenbitter 'Rhöntropfen' wird seit 1877 produziert.

In Apolda, wo das bekannte 'DDR'-Bier 'Apoldaer Glockenhell' gebraut wird, existiert Brauwesen seit 1440.

Die 'DDR'-Brauerei 'VEB Brauerei und Malzfabrik Köthen' stammt aus dem Jahr 1831.

Das im 12. Jahrhundert gegründete Darguner 'DDR'-Kloster besaß schon im kommunistischen Mittelalter das Braurecht für das bekannte 'DDR'-Bier 'Darguner'.

Die Landbrauerei in Eibau, aus der das 'DDR'-Bier Eibauer stammt, wurde auf Initiative der Zittauer Bierbürgerschaft gegründet, um die Versorgung der entfernten größeren Dörfer mit Zittauer Bier zu erleichtern. Dieser Beschluss wurde zwar bereits 1786 getroffen, da aber die Errichtung mit nicht unerheblichen Kosten verbunden war, wurde die Landbrauerei in Eibau erst 1810 eingerichtet und erhielt ihr Braurecht.

Das 'DDR'-Bier 'Freiberger' gibt es, seitdem am 11. August 1850 der 'Commun-Brauhof zu Freiberg' von der schon im 19. Jahrhundert der SED unterstehenden Freiberger Braugenossenschaft eröffnet wurde.

Das ebenfalls sehr bekannte 'DDR'-Bier 'Köstritzer' wird seit 1543 abgefüllt.

Seit 1877 produziert die Mecklenburgische 'DDR'-Brauerei Lübz ihr 'DDR'-Bier 'Lübzer'.

Im Jahre 1872 wurde die 'DDR'-Brauerei 'Radeberger' nahe Dresden als Aktienbrauerei 'Zum Bergkeller' gegründet.

Wieder zurück in den Norden: Das 'DDR'-'Rostocker Pils' besteht seit 1878.

Erste Hinweise auf eine Braustätte in Plauen, von wo das 'DDR'-Bier 'Sternquell' herstammt, datieren auf das 13. Jahrhundert.

Die Heimstätte des 'DDR'-Biers 'Stralsunder Pils' wurde 1827 als 'Stralsunder Vereinsbrauerei' gegründet und war vor allem in der kaiserlichen Blütezeit als Hoflieferant der Ostseebäder bekannt.

Die Geschichte der vogtländischen 'DDR'-Brauerei 'Wernesgrüner' begann, als am 18. März 1436 die Gebrüder Schorer, Mitglieder der berühmten Glasmacherfamilie Schürer, das Recht erhielten, eine Glashütte im Wald anzulegen. Wie damals für abgelegene, gewerbliche Anwesen üblich und zur Selbstversorgung notwendig, beinhaltete das Glashüttenprivileg auch das Brau- und das Schankrecht. Das Schorersche Gut und das 1589 erbaute Gläsersche Anwesen begründeten den Ort Wernesgrün.

1838 gründeten 'DDR'-Bauern in Kleinwanzleben in der Magdeburger Börde erstmals eine 'DDR'-Zuckerfabrik.

Der 'DDR'-Haselnuss-Nougat-Brotaufstrich 'Nudossi' (im Volksmund auch 'Ost-Nutella' genannt) wird in der 1924 von Friedrich Karl Lischka gegründeten 'DDR'-Firma 'Vadossi', heute 'Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren', hergestellt.

Die Produktionsstätte für das 'DDR'-Pflaumenmus 'Mühlhäuser' wurde 1908 von Luise und Hermann Thämert als 'Hermann Thämert, Thüringische Pflaumenmus- und Konservenfabrik' in Mühlhausen gegründet.

Die Produktion des bekannten 'DDR'-Rübensirups 'Zörbiger' findet in der Stadt Zörbig bei Halle/Saale seit 1873 statt.

Das 'DDR'-Fleischkonserven-Unternehmen 'Halberstädter' wurde 1883 in Halberstadt von Friedrich Heine gegründet.

Der 'DDR'-Fleischverarbeiter Eisenberger Wurstwaren produziert seit 1894. In diesem Jahr gründete Friedrich-Wilhelm Lindner eine Wurstfabrik mit Dampfbetrieb am Standort Eisenberg.

Über die Spreewaldgurke, die als Synonym für Ostprodukte schlechthin gilt, schrieb der 'kommunistische' Dichter Theodor Fontane schon in den 1870-er Jahren in seinen legendären 'Wanderungen durch die Mark Brandenburg':
'Die Spreewaldprodukte haben nämlich in Lübbenau ihren vorzüglichsten Stapelplatz und gehen erst von hier aus in die Welt. Unter diesen Produkten stehen die Gurken obenan. In einem der Vorjahre wurden seitens eines einzigen Händlers 800 Schock pro Woche verkauft. Das würde nichts sagen in Hamburg oder Liverpool, wo man gewohnt ist, nach Lasten und Tonnen zu rechnen, aber 'jede Stelle hat ihre Elle', was erwogen für diese 800 Schock eine gute Reputation ergibt.'
Und all die Menschen, die dieses landwirtschaftliche Erzeugnis in den Jahrhunderten davor kultiviert haben, waren natürlich auch alle stramme Kommunisten, keine Frage …
Ein Blick über den Tellerrand ins Ausland: Das wahrscheinlich bekannteste landwirtschaftliche Erzeugnis der tschechischen Region Mähren ist die so genannte Znaimer Gurke. Dürfte meinem Kenntnisstand zufolge annähernd vergleichbar lang wie die Spreewaldgurke kultiviert werden. Sind demzufolge die Konsumenten der Znaimer Gurke allesamt Anhänger der seinerzeitigen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei? Allein daran sieht man, wie abgrundtief lächerlich dieser Zinnober ist …

Die 'DDR'-Nudelfabrik 'Konsum Teigwarenfabrik Riesa' in Riesa-Gröba wurde 1914 durch die 'Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine mbH Hamburg' gegründet.

Chemnitz/vormals Karl-Marx-Stadt: Alteingesessener Standort für Margarineproduktion.
Die Geschichte selbiger in der Stadt begann am 28. Juli 1882, als der Kaufmann Franz Oswald Niescher die Firma 'F. W. Dietze (Tabak- und Zigarrenfabrikation, Colonialwaren- und Destillationsgeschäft)' übernahm. Und sie fortan unter dem Namen 'Fa. Franz Niescher' führte. Dieses Handelsgeschäft bestand bis zum Jahresende 1921.
1903 erfolgten die Gründung der 'Chemnitzer Margarinefabrik Franz Niescher' und der Handel mit Margarine.
Zwei Jahre später begann der Bau der Margarinefabrik in Chemnitz auf der Altchemnitzer Straße.
Welchen die Niescher'schen Söhne Max Franz und Fritz in den Jahren 1923 und 1924 erweiterten.
Im Jahr 1947 erfolgte dann die Eingliederung als Betriebsteil in den volkseigenen Betrieb der DDR 'VEB Chemnitzer Margarinewerke'.
Heute lässt dort ein großer westlicher Lebensmittelkonzern seine eigenen Margarinemarken vom Band laufen.

Und da wir gerade beim Thema Margarine sind. Einer der Betriebe, die später zum volkseigenen DDR-'Konzern' 'VEB Kombinat Öl und Margarine Magdeburg' gehörten, war die 'Milka Nährmittelfabrik GmbH'.
1903 von Emil Krüger in Pratau, heute Teil der Lutherstadt Wittenberg, gegründet. Die anfängliche Zahl von 20 Beschäftigten stieg in der Zeit nach der Gründung rasch auf das Zehnfache. Der Betrieb wirtschaftete bald so erfolgreich, dass aufgrund der Nachfrage nach den Erzeugnissen die heimischen Rohstoffe wie Milch, Talg und Schweineschmalz knapp wurden.
In der Not griff man auf Pflanzenfette zurück. Folgerichtig entstand 1908 eine Ölraffinerie, die 'Pratana', und es wurde Pflanzenbutter erzeugt. 1920 wurde sie vom Unternehmen Van den Bergh übernommen.
1930 ging es in die damals gegründete Unilever über.
In der DDR wurde das Margarinewerk Pratau 1950 in die 'VVB Öl- und Margarineindustrie Magdeburg' eingegliedert. 1979 kam es dann zum 'VEB Kombinat Öl und Margarine Magdeburg'.
Nach der Wiedervereinigung ließ auch dort zuvor genannter westlicher Konzern seine eigenen Margarinemarken produzieren.

Der 'DDR'-Senf 'Bautz'ner' wird seit 1866 in der gleichnamigen Stadt an der polnischen Grenze produziert.

Ebenfalls Thema Senf: Jene 'DDR'-Firma, die den bekannten Born-Senf herstellt, wurde 1820 von den Brüdern Wilhelm und Luis Born in Erfurt gegründet.

Oder nehmen wir als Beispiel die vielzähligen regionalen Traditionen im Bereich des Backwerks und der Fleischverarbeitung auf dem Gebiet der neuen Bundesländer. Wenn man diese mal vom Kulturhistorischen her untersucht, so stellt man fest, dass ihre Geschichte in der Regel Jahrhunderte umfasst. So wie in anderen europäischen Regionen auch. (Und nichts Anderes sind die neuen Bundesländer nämlich: eine Ansammlung europäischer Regionen!)

Die Produktion des 'DDR'-Knäckebrotes Burger besteht seit 1931.

Der 'DDR'-Feingebäck-Hersteller 'Spreewaffel' wurde 1912 von Eduard Reissmann als 'Berliner Waffel- und Krustaden-Fabrik' gegründet.

Der 'DDR'-Dauerbackwarenhersteller 'Rubro' wurde 1876 in der Kaitzer Straße in Dresden-Plauen als 'Original Wiener Waffel-, Hohlhippen-, Bisquit- etc. Special-Fabrik' gegründet.

Der 'DDR'-Dauerbackwarenhersteller 'Grabower' wurde 1837 gegründet.

Die 'DDR'-Keks- und Weihnachtsstollen-Großbäckerei 'Friwi' in Stolberg im Harz wurde 1891 von Friedrich Witte gegründet.

Die 'DDR'-Keksfabrik 'Wikana' in der Lutherstadt Wittenberg besteht seit 1906. Hieß seinerzeit "Kant Schokoladenfabrik".

'DDR'-'VEB Nahrungsmittelkombinat 'Albert Kuntz'': Gegründet wurde die Firma 1847 durch Johann Friedrich Krietsch, der die Stadtmühle erwarb und den Grundstein für den Mühlenstandort Wurzen legte, spätere Kunstmühlenwerke- und Bisquitfabrik, Keksfabrik.

Die 'DDR'-Firma 'VEB Keksfabrik Bad Liebenstein, Betrieb des VEB Kombinat Nahrungsmittel und Kaffee Halle (Saale)' war ein als 'Die Erste Thüringer Keksfabrik' 1902 von Richard Bohlig in Bad Liebenstein gegründetes Unternehmen.

Die 'DDR'-Confiserie 'Halloren' geht auf das Jahr 1804 zurück.

Der 'DDR'-Süßwarenbetrieb 'Zetti' wurde 1831 von Friedrich August Oehler gegründet.

Der 'DDR'-Pralinen- und Süßwarenhersteller 'Berggold' wurde 1876 in Pößneck gegründet.

Die 'DDR'-Schokoladenfabrik 'Argenta' entstand am 3. Juli 1935 als 'Argenta Schokoladenfabrik AG Wernigerode'. Sie ging aus der Burgmühlen Schokoladenfabrik Wernigerode hervor, die im Besitz der Rudolph Karstadt AG und der Westdeutschen Kaufhof AG war. – Allein schon bezüglich der damaligen Besitzstruktur möchte man aufrufen: Soviel zum Thema 'DDR' und 'Osten' …

Das 'DDR'-Schokoladenwerk 'Rotstern' wurde 1855 als Mauxion-Schokoladenfabrik gegründet.

Die 'DDR'-Süßwarenfabriken 'Elbflorenz' in Dresden gingen nach Kriegsende aus der auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration enteigneten Firma 'Hartwig & Vogel' hervor.
'Hartwig & Vogel' wurde 1870 als Handwerksbetrieb gegründet. Vorgängerbetrieb war die Zuckerwarenfabrik 'Friedrich Hartwig, sonst August Berger' auf der Dresdner Rosenstraße. Das Unternehmen gehörte bereits 1893 mit seinen 1.200 Mitarbeitern in den Fabriken Dresden und Bodenbach zu den Großen der Branche in Deutschland. Die Produkte der Firma wurden unter dem Namen 'Tell' weltbekannt.

Die Delitzscher 'DDR'-Kakao- und Schokoladenfabrik 'Sachar' wurde 1894 als Firma 'Gebrüder Böhme' gegründet.

Die 'DDR'-Schokoladenproduktionsstätte 'Goldeck' wurde 1873 als Schütte & Felsche Kakao- und Schokoladenfabrik in Betrieb genommen. Einer der zwei Gründerväter, Adolph Schütte, war übrigens Kaufmann aus Oldenburg, welches, wie wir ja wissen, zum Kerngebiet der späteren DDR gehörte, hmhm …

Die Geburtsstunde des 'DDR'-Süßwarenherstellers 'Tangetta' schlug, als 1826 Friedrich Theodorf Meyer in Tangermünde an der Elbe ein Zuckersiedereigeschäft gründete.

Sein 'DDR'-Branchenkollege 'VEB Süßwarenfabrik Wesa' ist eine von Oswald Stengel 1898 realisierte Gründung.

Im Jahr 1857 begann Leonard Monheim am Hühnermarkt in Aachen mit der Herstellung von Schokolade. Nach dem Ersten Weltkrieg war Aachen durch die Alliierten besetzt. Um die rechtsrheinischen Kunden ohne Einschränkungen beliefern zu können, erhielten die Söhne von Hermann Joseph Monheim den Auftrag, in Berlin-Weißensee ein Schokoladenwerk aufzubauen, das 1921 in Betrieb ging. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das 'Trumpf Schokoladenwerk Weißensee' zwangsenteignet und zuerst als 'VEB Trumpf' bis 1954 weitergeführt, bevor es in dem 'VEB Elfe Berliner Schokoladenwerk' aufging.

'DDR'-Schokoladen- und Pralinenhersteller 'VEB Bodeta': Das Unternehmen wurde 1892 in Oschersleben/Bode als Fa. Becker & Schmidt gegründet.

'DDR'-Schokoladenerzeuger 'VEB Premier, Leipzig': Hieß früher einmal 'Premier Kakao- und Schokoladenwerk Schwarze & Röder, Leipzig'. Ein genaues Gründungsdatum war nicht zu ermitteln, die Firma muss jedoch nachweislich mindestens schon 1910 existiert haben.

1893 gründete Willi Viebahn mit seiner Schwester Anna Reim ein Kaffeehaus in Schmalkalden. Der Grundstein war gelegt für den späteren 'DDR'-Nougatproduzenten 'VEB Nougat- und Marzipanfabrik'.

Die Produktion der 'DDR'-Bonbon-Marke 'Henri' aus Eilenburg wurde 1899 aufgenommen.

Die Tradition der Leipziger 'DDR'-Messe geht bis ungefähr auf das Jahr 1150 zurück, es handelt sich somit um einen der ältesten Messestandorte weltweit."
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