Kindheitslexikon: Kölledaer Einrichtungen zum Thema Gesundheit

Geschäft: Apotheke.
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Unbekannt.
Lage: Straße der DSF 33.

Geschäft: Optik-Scholze.
Lage: Man geht die Bahnhofstraße stadteinwärts. Vor einem zweigt die Friedrichstraße in östliche Richtung ab. Nachdem man die Friedrichstraße überquert hat, nicht das Eckhaus, sondern das gleich darauf folgende Haus.


Geschäfte, die vor meiner Zeit in der Stadt existierten:

Geschäft: Reformhaus mit medizinisch-orthopädischen Artikeln.
(Es roch dort auch stets entsprechend "medizinisch", wie mir Zeitzeugen berichteten.)
Lage: Straße der DSF, Nordseite. Wenn man von dem Weg zum "Brauhaus" an stadteinwärts zählt, das vierte Haus, welches regulär an der Straße der DSF lag.

Geschäft: Werkstatt des orthopädischen Schuhmachermeisters Richter.
(Einer seiner Söhne war der gleiche Geburtsjahrgang wie meine Mutter, er ging aber auf die andere Schule der Stadt.)
Lage: Und noch ein drittes Mal mit dem Foto: In dem gelben Haus befand sich viele Jahre, wahrscheinlich bis in die Sechziger Jahre, die Werkstatt.


Homöopathie: Was viele nicht wissen: Die Homöopathie wurde bei uns in Mitteldeutschland entwickelt.
Sie geht zurück auf den Arzt Christian Friedrich Samuel Hahnemann. 1821 ließ er sich als Herzoglicher Leibarzt von Friedrich Ferdinand von Anhalt-Köthen in der gleichnamigen Stadt Köthen nieder. Dort brachte er seine bislang theoretischen Forschungen auf dem Gebiet der Homöopathie zur Marktreife.
Im März 2013 wechselte der Weltverband homöopathischer Ärzte seinen Sitz von Genf nach Köthen, ins seinerzeitige Wohnhaus Hahnemanns, das heute Gedenkstätte ist.
Auch bei uns in der Stadt praktizierte mal ein Homöopath. Er hatte seine temporär besetzte Praxis in einem Haus auf der Ostseite der Schillerstraße an der Ecke zur Jahnstraße. Meine Großmutter war mal bei ihm in Behandlung wegen ihrer Gallen-Geschichte.


Pilzberatung: Die staatliche Pilzberatung, wo man seine geernteten Pilze auf Ungefährlichkeit begutachten lassen konnte, machte viele Jahre Frau Eichbaum aus der Nummer 18 in unserer Straße. War bekannt für ihr dreirädriges, überdachtes Motorfahrrad, da sie schwer gehbehindert war.
Später dann Herr Rolf Seidel, ehemaliger Mathematiklehrer an der Jahn-Schule und darüber hinaus sozusagen die Graue Eminenz der Philatelisten in der Stadt.
Eine solche Beratung mitzumachen war zwar nicht vorgeschrieben, aber intelligenter war es schon. Und auch versicherungsrechtliche Konsequenzen waren wohl nicht ausgeschlossen, wenn man nicht hinging und dann etwas passierte.


Rotes Kreuz: An einem Sonnabend Anfang/Mitte Juni 1991 veranstaltete das Rote Kreuz, vermutlich der Landesverband, einen Informationstag auf dem Marktplatz.
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