Kindheitslexikon: Gastronomische Einrichtungen in Kölleda

Lokal: Bäckerei an der Ecke Bäckergasse/Markt. Geleitet von einer Frau namens Lindner.
Dort befand sich eine kleine Sitzecke mit Blick Richtung Markt, wo Erzeugnisse aus dem Laden sowie Kaffee konsumiert werden konnten.
(Ich kann mich noch an das humoristische Rauchverbotsschild erinnern, das dort in der Ecke hing:
"Rauchen ist ja schön und gut,
doch ist's besser, wenn ihr es draußen tut.
Denn hier soll's riechen nach Café
und nicht nach Salem und Caré."
– Zwei bekannte DDR-Zigarettenmarken.)
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Bäckerei Bäumler.
Lage: Südseite Bäckergasse/Eckhaus Markt.

Lokal: Bahnhofsrestauration.
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Unbekannt.
Lage: Bahnhofsgebäude, Erdgeschoss, südlicher Teil des Osttraktes.

Lokal: Eisbude.
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Erstnutzung.
Lage: Siehe "Würstchenbude".

Lokal: Eiscafé.
(In den Achtziger Jahren von einem Herrn Bergmann geleitet.)
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Früher Gasthaus "Zum goldenen Stern".
Lage: Straße der DSF, Südseite, Nähe Abzweigung Bahnhofstraße.

Lokal: Gasthaus "Weißes Roß".
Besitzer zu Beginn der 1930-er Jahre: Heinrich Graf. Infrastruktur zu jener Zeit: Garagen, Autopark, Tankstellen, Ausspanne, Fremdenzimmer, Gesellschaftszimmer, Tanzdiele.
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Unbekannt.
Lage: Roßplatz, Ecke Prof.-Hofmann-Str..

Lokal: Gasthaus "Zur goldenen Sonne".
(In dem Zusammenhang ist eine städtische Insideranekdote erwähnenswert. Und zwar galten dieses Gasthaus sowie das zehn Minuten Fußmarsch entfernte Gasthaus "Zum goldenen Stern" als eine Art "Absacker-Zone" für all jene, die dem Alkohol gern mal etwas häufiger zusprachen als der Durchschnitt. Diese Personen, meistens waren es Männer, wurden im städtischen Volksmund "Kosmonauten" genannt. – Weil sie ständig zwischen "Sonne" und "Stern" unterwegs waren.
Die Insiderbezeichnung "Kosmonaut" genügte, und jeder wusste, was gemeint war.)
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Unbekannt.
Lage: Straße "Brückentor", Westseite, Richtung Ortsausgang Schillingstedt.

Lokal: Gasthaus "Zur guten Quelle".
(Fremden- und Vereinszimmer. Ungefähr bis 1940 mit Einbahn-Kegelanlage.
Wurde später lange Jahre sehr erfolgreich von der Gastronomenfamilie Seimel geführt, welche ich selbst noch kennenlernte. Als einen Inhaber zu Beginn der 1930-er Jahre konnte ich einen Gustav Seimel ermitteln, kann nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob das der Herr ist, den ich zu Beginn der Achtziger Jahre als schon ziemlich betagt in Erinnerung habe.)
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Unbekannt.
Lage: Roßplatz 11.

Lokal: Ratskeller.
(Inhaber zu Beginn der 1930-er Jahre: Hugo Herbst.
Erwähnenswert in dem Zusammenhang auch, dass im Eingangsbereich des Rathauses an seiner Nordseite, wo es zu den Verwaltungszimmern ging, nach der Wende ein Kaffeeautomat aufgestellt wurde.)
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Unbekannt.
Lage: Rathaus. Eingang an der Südseite des Rathauses.

Lokal: "Gasthaus Schützenhaus Kölleda".
(Vereinshaus des lokalen Schützenvereines.
Inhaber zu Beginn der 1930-er Jahre: Emil Hemmecke.
Zu DDR-Zeiten Kulturhaus, nach der Wende dann wieder Schützenhaus.
Im Erdgeschoss befand sich eine kleine Gaststätte. Diese verfügte ungefähr bis 1940 auch über eine Einbahn-Kegelanlage.)
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Erstnutzung.
Lage: Erfurter Straße, Südseite, Nähe Abzweigung Entenplan.

Lokal: Sportlerheim.
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Erstnutzung.
Lage: Sportplatz. Diente primär zur Versorgung der Fußballspieler. Jedoch gingen auch einige Anrainer dort Essen.
Vor allem aber nach der Wende erfolgte eine Öffnung für Laufkundschaft.

Lokal: Würstchenbude.
Ein kleiner Flachbau, der ungefähr um das Jahr 1980 herum einen nördlichen Anbau bekam, in welchem Softeis verkauft wurde.
Frühere Nutzung/Vorbesitzer: Erstnutzung.
Lage: Markt, an der Grenze zum Roßplatz. Areal des ehemaligen Hotels "Preußischer Hof", welches vermutlich um das Jahr 1960 herum abgerissen und um das Jahr 2000 wieder aufgebaut wurde.


Gastronomische Einrichtungen, die vor meiner Zeit in der Stadt existierten:

Lokal: Ehemals kleiner Eisladen von Frau Rauer neben dem Lebensmittelgeschäft Deutscher.
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: Wurde später Ausgang des Geschäfts, nachdem eine Verbindung durch die Mauer geschaffen worden war. Ich kannte bereits nur noch diesen Zustand.
Lage: Markt/Ecke Enge Gasse.

Lokal: Gasthaus "Gasthaus zur Brauerei".
(Inhaber zu Beginn der 1930-er Jahre: Louis Hoffmann.
Ungefähr bis 1940 mit Einbahn-Kegelanlage.)
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: Unbekannt.
Lage: Straße Am Brauhaus.

Lokal: Gasthaus "Zum goldenen Stern".
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: Später Eiscafé.
Lage: Straße der DSF, Südseite, Nähe Abzweigung Bahnhofstraße.

Lokal: Gasthaus "Zur guten Erholung".
(Besitzer zu Beginn der 1930-er Jahre: H. Seyfarth. Damals mit Konzertgarten, Kaffeestube, Tanzdiele im Freien. Ausschank der "Ersten Kulmbacher-Export Biere", hell und dunkel.)
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: Später Sonderschule, bis zur Wende. In den Jahren danach Abriss und Errichtung einer städtischen Turnhalle auf dem Areal.
Lage: Straße "An der Pforte".

Lokal: Gasthaus "Zur Post".
(Im Volksmund "Singe-Post" genannt. Besitzer zu Beginn der 1930-er Jahre: Fritz Spieler. Damals folgende Infrastruktur: großer Saal, Gesellschaftszimmer, Fremdenzimmer, Gastgarten, ungefähr bis 1940 Einbahn-Kegelanlage, Autoeinfahrt.)
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: Wurde später eine Turnhalle. Im September oder Oktober 1990 kam für reichlich ein Jahr der "okay"-Supermarkt herein, bis dann Anfang 1992 (?) dafür ein eigenes Gebäude am östlichen Stadtrand eröffnet wurde.
Lage: Dr.-Stockmann-Straße, Mitte der Südseite.

Lokal: Hotel "Preußischer Hof".
(Besitzer zu Beginn der 1930-er Jahre: Otto Fuchs. Infrastruktur zu jener Zeit: Hausschlachterei, Garagen und Autovermietung.)
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: "An- und Verkauf".
Lage: Markt, genau gegenüber von der Berufsschule.

Lokal: Konditorei-Zimmer in der Bäckerei Gorek.
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: "An- und Verkauf".
Lage: Straße der DSF/westliche Seite Eingang Bahnhofstraße.

Lokal: Klosterschänke.
Spätere Nutzung/Nachbesitzer: Unbekannt.
Lage: Erfurter Straße, gegenüber der Stelle, wo die Straße Im Kloster auf die Erfurter Straße stößt; des Weiteren schräg gegenüber vom ehemaligen Gefängnis und späterem Feuerwehrquartier. – Zu meiner Zeit lag das Feuerwehrquartier allerdings schon wieder woanders.
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