Kindheitslexikon: Fahrräder

In der Nachkriegszeit waren in unserer Gegend Fahrräder mit Hilfsmotor (Von der Grundidee her den zu Beginn des 21. Jahrhunderts aufgekommenen Elektro-Bikes übrigens gar nicht mal so unähnlich.) sehr verbreitet. Ihr extrem lauter Hilfsmotor brachte den Gefährten den Spitznamen "Christenverfolger" ein.

Zwei Fahrräder besaß ich während meiner Kindheit. Zunächst ein blaues in Kindergröße. Dieses hatten wir gebraucht von irgendjemandem erworben. Ein zweites weinrotes in Erwachsenengröße aus dem Fahrradgeschäft Vollrath auf dem Roßplatz. Letzteres ab ungefähr Anfang August 1988.

Ab den Sommerferien 1988 begann ich jeden Nachmittag mit dem Fahrrad die nähere Umgebung zu erkunden. Das machte ich jedes Jahr im Sommer bis zum Ende meiner Schulzeit in Deutschland 1992. (In Österreich habe ich dann das Radfahren aufgrund der wesentlich anderen Topografie aufgegeben.)

Die Reparaturmöglichkeit war sehr einfach. Es gab da in der Nachbarstraße, der Goethestraße, einen ganz reizenden älteren Herrn, Herrn Werner, der im Berufsleben Mechaniker war und auch in der Rente in seiner privaten Werkstatt daheim weiterhin kleinere Aufträge übernahm. Zu ihm konnte ich jederzeit kommen und er erledigte die Sachen sehr preisgünstig.

Nachdem ich mir auf meinem Fahrrad einen Tachometer mit mechanischem Kilometerstandzähler hatte montieren lassen, entstand zwischen einem Klassenkameraden und mir ein wenig ein Wettbewerb, wer mehr drauf stehen hatte. Und gleichzeitig war er auf die Idee gekommen, die Kilometerzahlen mit geschichtlichen Jahreszahlen zu vergleichen, was sich in den jeweiligen Jahren so ereignet hat.
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