Lech-Kraftwerk: Unterstützung aus Berlin für Widerstand gegen Lech-Kraftwerk im Naturschutzgebiet zwischen Kissing und Augsburg-Haunstetten
Kissing: Auensee | Der Lech hat südlich des Augsburger Hochablass auf wenigen Kilometern seine letzte Fließstrecke – fast überall sonst hat er durch Staustufen zur Energiegewinnung den Charakter eines alpinen Flusses verloren. Jetzt plant der Energiekonzern E.ON, auf Grundlage alter Konzessionen gerade hier im Naturschutzgebiet ein neues Wasserkraftwerk zu errichten. Umweltschützer, Verbände und Parteien lehnen dies ab: Ihrer Meinung nach muss der Flussabschnitt zwischen Staustufe 23 und Hochablass naturnah umgestaltet werden, damit seltene heimische Tier- und Pflanzenarten eine Zukunft haben.
Für diese Forderung haben Naturschützer, Parteien und Verbände nun Rückendeckung aus Berlin erhalten: Am Freitag, den 5. Februar 2010, kamen auf Einladung des Augsburger Bundestagsabgeordneten Heinz Paula Freitag seine Kollegen aus der Parlamentarier-Gruppe „Frei fließende Flüsse“ des Bundestages nach Augsburg, der Vorsitzende Horst Meierhofer (FDP) sowie Toni Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen). Gemeinsam mit Vertretern von Verbänden und aller Parteien wurde eine Resolution verabschiedet: In ihr wird E.ON aufgefordert, die Kraftwerkspläne fallen zu lassen und an Behörden und Staatsregierung appelliert, sich für eine Renaturierung des Lechs im Raum Augsburg einzusetzen.
Neben den drei Vorsitzenden der Parlamentarier-Gruppe unterstrichen auch die Augsburger FDP-Vorsitzende Miriam Gruß, die Grünen-Landtagsabgeordnete Christine Kamm sowie die Stadträtinnen Beate Schabert-Zeidler (Pro Augsburg) und Lis Grose (SPD) sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger die Bedeutung einer naturnahen Umgestaltung des Lech.


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