250 Helden auf der Bühne: Kinder- und Jugendgruppen des TSC dancepoint präsentierten Szenen aus beliebten Musicals und Filmen
Kissing: Paartalhalle Kissing | Die Ältesten sind 18 Jahre, die Jüngsten gerade einmal vier, mächtig Lampenfieber hatten sie alle, doch am vergangenen Freitag gelang ihnen etwas, an das nicht nur sie sich noch lange erinnern werden: 250 Kinder und Jugendliche des TSC dancepoint brachten die Paartalhalle in Kissing zum Beben – die „Musical Heroes“ machten ihrem Namen alle Ehre.
Von der ersten Minute an ließ sich das Publikum in der nahezu ausverkauften Halle mitreißen, belohnte die tänzerischen und schauspielerischen Leistungen mit Szenenapplaus. Als erstes enterte ein Schlitzohr die Bühne, das man eigentlich nicht auf einer Musicalbühne vermuten würde: Trainerin Ramona Schwab als Captain Jack Sparrow machte klar, dass der Abend noch so manche Überraschung bereithalten würde. Schwabs Trainerkolleg(inn)en ließen nicht lange auf sich warten: Valeria Trutneva, Tatjana Kuschill und Christian Adler mit Stefanie Zwießler, die seit Herbst die Choreografien erarbeitet und mit ihren Gruppen einstudiert hatten, machten Appetit auf das, was ihre Zöglinge im Laufe des Abends noch so alles präsentieren sollten.
Und das war eine Menge: Gruselig-düster ging es los mit dem „Tanz der Vampire“, traurig-schön schlossen sich Szenen aus „Cats“ an, bei der die Jüngsten des Clubs alles gaben. Lydia Kuschill glänzte mit ihrem Solo als Grizzabella, die von den anderen Katzen nicht akzeptiert wird und zum bekannten Song „Memories“ ihre einsamen Runden zieht. Dann erhöhten die Darsteller die Schlagzahl: Mit Ausschnitten aus dem Tanzfilm „Honey“ zeigten die Hip-Hopper, dass das Selbstvertrauen wächst, wenn man etwas richtig gut kann – in diesem Fall: wenn man sich tänzerisch behauptet. Dass da etwas Wahres dran ist, konnte man an diesem Abend sehen: Zwar ging es den Tänzern selbst hauptsächlich darum, ihre Rolle mit Bravour zu meistern, doch daneben war es den Verantwortlichen wichtig, ihren Zöglingen genau das zu vermitteln: Zusammenhalt in der Gruppe, gemeinsame Anstrengungen und schließlich das Erfolgserlebnis, wenn man trotz Lampenfieber den Schritt auf die Bühne gewagt hat und dafür vom Publikum begeistert gefeiert wird.
Nach einer Verschnaufpause ging es weiter mit Hip-Hop-Klängen und Szenen aus dem Tanzfilm „Step Up“. Und noch ein Film stand auf dem Programm: Zur mitreißenden Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ enterten Piraten auf Schatzsuche die Bühne, nachdem das Boogie-Woogie-Turnierpaar Riccardo Palotta und Verena Labadié mit „Mamma Mia“ zwischendurch für ausgelassene Stimmung gesorgt hatte. Diese setzte sich nahtlos mit dem letzte Act vor dem großen Finale fort: Baby und Johnny aus „Dirty Dancing“ tanzten ihren legendären Mambo, verlegten zu „Time of my life“ die Bühne kurzerhand ins Publikum und tanzten dort weiter. Ein gelungener Abschluss eines gelungenen Abends, der die Anstrengungen der vergangenen Monate schnell vergessen machte.





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