Vor 60 Jahren holten sich Noll und Cron zum zweiten Mal den WM-Titel in der Seitenwagenklasse

Wilhelm Noll als ausgezeichneter Redner. Er erzählt die Geschichte der Weltmeisterschaft 1954! Fritz Cron hört aufmerksam zu!
 
Das erfolgreiche Gespann! v. l. Fritz Cron, Wilhelm Noll;
Kirchhain: Rathaus |

1954 wird Deutschland Fußballweltmeister. Manche behaupten, dass dieses Ereignis die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland war. Fritz Walter und Sepp Herberger waren in aller Munde! Deutschland war glücklich. Kirchhain war glücklich! Dass es aber zwei Kirchhainer Jungs schafften, die Stadt Kirchhain in einen erneuten Ausnahmezustand zu versetzen, das war einfach sensationell. Die besagten Jungs, es waren Wilhelm Noll und sein Jugendfreund Fritz Cron, wurden im September des gleichen Jahres Weltmeister in der 500 ccm Seitenwagenklasse und holten erstmals in dieser Renndisziplin den Weltmeistertitel nach Deutschland und somit auch nach Kirchhain.
Wilhelm Noll und Fritz Cron gehören zu den „Bedeutende Kirchhainer" Bürger! Aufgrund des 60 jährigen Jahrestages des WM-Gewinnes, erfolgte in 2014 der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Kirchhain im Beisein des ehemaligen Bürgermeisters Jochen Kirchner, Bürgermeister a. D. Heinrich Röder und vielen geladenen Gästen! Darunter auch die Ehefrauen der Weltmeister und der Bruder von Fritz Cron, Herr Gerhard Cron, der leider unmittelbar nach dieser Begegnung verstarb.
Jetzt im September 2016 gilt es wieder daran zu erinnern, dass vor 60 Jahren die zweite Weltmeisterschaft nach Deutschland geholt wurde. 1955 wurde der Titel des Vizeweltmeisters verliehen.
Es ist einfach schön, dass beide Akteure auf ihre Jubiläen zurückblicken können. Fritz Cron vollendete am 31. März 2015 seinen 90. Geburtstag. Wilhelm Noll wurde am 15. März 2016 neunzig Jahre alt!
Ob der ehemalige Arbeitgeber BMW den Jubilaren zu ihrem Erfolg vor genau 60 Jahren gratulierte, ist dem Verfasser des Berichtes nicht bekannt! Der erfolgreiche Arbeitgeber BMW feiert in 2016, also 60 Jahre nach der zweiten WM des Seitenwagengespannes Noll und Cron, sein 100jähriges Firmenjubiläum. Zweifelsohne gehören unsere Kirchhainer Weltmeister unzertrennlich zur Erfolgsgeschichte des Weltunternehmens BMW in München! Wilhelm Noll erreichte auf einer gesperrten Autobahn zwischen München und Ingolstadt mit einer besonders verkleideten Maschine eine Geschwindigkeit von 280,1 km/h. Für damalige Verhältnisse (am 4.10.1955) eine nicht vorstellbare Geschwindigkeit!
In früheren Zeiten waren die Preisgelder für die Fahrer sehr bescheiden. Es wird erzählt, dass man die Rennsportler mit Naturalien bezahlte. So stellte die jetzige Weltfirma unserem Weltmeister Wilhelm Noll drei Meter Stoff zur Verfügung, damit er sich daraus einen Abendanzug schneidern lassen soll!
Im Jahr der zweiten Weltmeisterschaft zogen sich die erfolgreichen Rennsportler und eigentlichen Pioniere für die Fahrzeugentwicklung zurück. Sie haben Hervorragendes geleistet und damit Motorsportgeschichte geschrieben. Bei dem Verfasser des kleinen Berichtes haben sie tief eingebrannte Erinnerungen hinterlassen, denn er war mit acht Jahren bei dem grandiosen Empfang in der durch Fans überfüllten Stadt Kirchhain zugegen. Für einen kleinen Jungen war das natürlich ein Supererlebnis! Heute würde man sagen, es war einfach geil! Das letzte Wort gehörte aber damals nicht zum üblichen Sprachgebrauch!

Anmerkung:
Auf die bisher erschienenen ausführlichen Berichte des "myheimat" Reporters Nahrgang zu diesem Thema darf ich hinweisen!
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