Krippengeschichte: "Kommt, lasset uns anbeten ... "

Krippe aus Olivenholz geschnitzt: Israel

Überall, wo Christen die Menschwerdung Gottes feiern, findet man den Brauch, zu Weihnachten in Kirchen und Häusern Weihnachtskrippen aufzustellen. Miniaturkrippen, deren Figuren manchmal nur 1 - 2 cm groß sind, in Nussschalen oder Bergkristallen bestechen durch ihre Winzigkeit. Sie zeigen uns symbolisch, dass Jesus in ganz kleinen Verhältnissen im Stall in Bethlehem geboren wurde.

Die Krippen zeigen uns oft heimatliche Szenen aus Bayern, dem Erzgebirge, dem Schwaben- oder Frankenland, manchmal auch aus Hessen. Zudem werden Krippen aus aller Welt dargestellt. So kommen ein Teil der hier im Krippenmuseum Bamberg gezeigten Darstellungen aus den Anden in Peru, Israel, Italien, Spanien, dem Orient und sogar aus afrikanischen Staaten.

Oftmals wird der Heilige Franziskus von Assisi als Begründer der Krippe angegeben, da er im Jahre 1223 in einem Wald erstmals die Weihnachtsgeschichte in der heutigen Form aufbaute.

Eine der ältesten Krippen aus dem Jahre 1291 steht in der Sixtinischen Kapelle in S. Maria Maggiore in Alabaster gefertigt.

Die Blüte der Krippen war jedoch im Zeitalter des Barocks. Die Meisten stammen aus Süddeutschland, wo die Jesuiten den großen Wert der Krippen als Mittel der religiösen Unterweisung erkannten. Die Kunst, Krippen zu bauen und zu schnitzen, erlebten die Christen zwar Anfang des 18. Jahrhunderts, aber bereits am Ende des Jahrhunderts in der Zeit der Aufklärung sorgte die damit verbundene Säkularisation für ein Verbot der Krippen.

Heute ist das Interesse an Krippen wieder stark gewachsen, wie die zahlreichen Ausstellungen, u. a. im Marburger Rathaus, zeigen.

VOR GOTT MUSS MAN SICH BEUGEN,
WEIL ER GROSS IST,
VOR EINEM KIND,
WEIL ES SO KLEIN IST.

Zitat von dem bekannten Pädagogen Joh. H. Pestalozzi

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Ali Kocaman aus Donauwörth am 10.12.2010 um 08:54 Uhr  
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