Ischia, Insel des Lichts mit makabren Geschichten

Fischerdorf San Angelo-Urlaubsort von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Schon beim Anflug auf Neapel begeistert ein Blick auf das tiefblaue Meer im Golf von Neapel, auf die grünen Inseln Capri, Ischia, Prochida sowie auf den im Morgenschleier liegenden Vesuv.




Die Fähre führt uns nach zweistündiger Fahrt zum Hafen von Casamicciola auf Ischia. Da die Insel vulkanischen Ursprungs ist, sind die heißen Thermalquellen das Ziel vieler Touristen, die eine gesundheitsfördende Kur suchen. Bilderbuchschönheiten sind die rund um den alles überragenden Epomeo (800 m) liegende Gemeinden Ischia, Lacco Ameno, Forio, Serrara, Barano, Casamicciola und das Fischerdorf San Angelo - hier urlaubt alljährlich unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. All diese Dörfer sind bequem mit den Bussen - bei einem Fahrpreis von 1,30 Euro zu erreichen. Ein Aufstieg zum Vulkankrater Epomeo von Forio wird ebenso zu einem Erlebnis, wie ein Besuch des Poseidonbades, der Fischerkirche Maria del Soccorso in Forio, des Castello Aragonese in Ischia Ponte, den Felsenhäusern und des bereits erwähnten Fischerdorfes San Angelo im Süden der Insel.




Oft als Insel des Lichtes, wegen der roten Sonnenuntergänge bezeichnet, zeigt uns Ischia aber auch einige makabre, dunkle manchmal skurrile Geschichten. Auf der Burg der Argonesen, - auf einem Felsen vor Ischia liegend - die in früheren Jahren von Fürsten, Priestern und Nonnen bewohnt wurde, gibt es eine makabre wie sehenswerte Nonnengruft. In einem kleinen Gewölbe entlang der Mauer wurden Sessel gemauert, die in der Sitzfläche eine Öffnung haben. Verstarb eine Nonne, wurde der Leichnam auf solch einen Sessel gesetzt und verweste in der Haltung. Die entweichenden Körperflüssigkeiten flossen durch die Öffnung in der Sitzfläche und tropften in spezielle Gefäße, die sich unter den Sesseln befanden. War der Leichnam skelettiert, wurde dieser in einen Knochenraum gebracht. Die lebenden Nonnen beteten täglich mehrere Stunden in der Gruft und meditierten über den Tod. Das teilweise vergiftete Klima und die schlechte Luft führten dabei zu einem frühen Tod der Nonnen.




Eine ebenso unglaublich klingende Geschichte erfuhren wir auf der Nachbarinsel Procida, die nicht touristisch geprägt ist. Auch hier geht es um Verstorbene, die drei Jahre nach ihrem Tod aus ihrer Gruft hervorgeholt werden und von ihren Familien neu eingekleidet endgültig bestattet werden. Für diesen Anlass waren sie vorher einbalsamiert worden. Mit dieser Aktion, die noch heute durchgeführt wird, soll gezeigt werden, dass die Verstorbenen nicht vergessen wurden.




Dunkle Geschichten, die für den Interessierten kaum zu verstehen sind, die dennoch Geschichte oder Realität sind!

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2 Kommentare zum Beitrag
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 16.06.2011 um 13:11 Uhr  
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Peter Gnau aus Kirchhain am 16.06.2011 um 13:15 Uhr  
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