Sonntagmorgen in Kirchhain im Marburger Land

Kirchhainer Stadtansicht

Kirchhain: evangelische Stadtkirche | Wer vor 1000 Jahren von Amöneburg in die Ohmniederung hinabschaute, sah auf dem Gebiet des heutigen Kirchhain nur Wald, durch den sich die Ohm und ihre Nebenflüsse Klein und Wohra schlängelten. Irgendwann entstand auf dem Kirchhainer Hügel, auf dem sich heute als weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt die Kirche St. Michael erhebt, die Siedlung Werfloh.

Dass sich daraus im Mittelalter die mit Burg und Mauer befestigte Stadt Kirchhain entwickelte, hatte allein strategische Gründe. Es galt im Grenzgebiet zwischen dem zum Mainzer Bistum gehörenden Amöneburg und dem Hoheitsgebiet der Thüringer Landgrafen einen wehrhaften Gegenpol zu schaffen. Durch den Anschluss der Stadt an die von Köln nach Leipzig führende Handelsstraße erlebte Kirchhain einen wirtschaftlichen Aufschwung, an den auch heute noch historische Gebäude des Deutschen Ritterordens, u.a. der Gillhof sowie Mühlen und Gasthöfe, wie der Blaue Löwe und der Stern erinnern.

Die günstige Verkehrslage führte für Kirchhain im Dreißig- und Siebenjährigen Krieg zu unvorstellbaren Belastungen. Unter wechselnden Besetzungen durch verschiedene Armeen mussten zeitweise bis zu 12 000Landsknechte – das 12-fache der damaligen Stadtbevölkerung – beherbergt und verpflegt werden.

Mangels urkundlicher Nachweise gilt das Jahr1352 als offizielles Datum der Stadtgründung.

Heute erschließt sich dem Besucher rund um den Marktplatz und den Kirchhainer Hügel eine sehenswerte, beschauliche Fachwerk-Altstadt mit engen Gassen, bunten und traditionsreichen Märkten und rustikalen Gasthäusern, die zum Verweilen einlädt Die Bilder entstanden zum Teil im Frühjahr dieses Jahres. Viele wurden unter dem Geläut der Stadtkirche St. Michael aufgenommen.

. Kirchhain im Marburger Land hat mit all seinen zur Stadt zählenden Nachbargemeinden, wie z. B. Kleinseelheim, Stausebach und Himmelsberg (siehe Links) über 16000 Einwohner. Die Stadt gilt als das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Amöneburger Beckens.


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Katja Woidtke aus Langenhagen am 16.09.2011 um 13:28 Uhr  
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