Die Tragweite der Entdeckung ist noch nicht abzusehen, aber eines ist schon sicher: Nicht ein habilitierter oder promovierter Diplombiologe hat diese Entdeckung gemacht – dem Entdecker genügten seine beiden Lehrerexamen. Die wenigen Eingeweihten sind sich sicher, dass der Name dieses Biologielehrers schon bald in einem Zug mit Charles Darwin genannt wird. Zukünftige Generationen müssen wohl die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, die Lehranstalt des Lehrer-Forschers, umbenennen müssen.
Doch zur Sache. Besagter Lehrer hat herausgefunden, dass sich die Evolution als Antwort und Selbsthilfe auf die Gefährdung vieler Arten deutlich beschleunigt hat.
Bisher wusste jeder Gießkannen benutzende biologisch interessierte Pflanzenliebhaber, dass es besser ist, sich eine grüne Gießkanne zu kaufen. Diese ist durch ihre Fotosynthesefähigkeit sehr pflegeleicht, versorgt sie sich doch selbst und braucht nicht gefüttert zu werden. Diese Kannen der Art „Aqualis imberis“ blieben dennoch in der Fachwelt weitgehend unbeachtet, ihr zellulärer Aufbau und ihre Physiologie waren zu einfach, um das Interesse der universitären Biologen zu wecken. Bis jetzt diese sensationelle Entdeckung gemacht wurde: „Aqualis imberis“ hat innerhalb kürzester Zeit mit einer einzigen Mutation die Zweigeschlechtlichkeit ausgebildet! Die Gießkannen standen kurz vor der Ausrottung. Die immer häufiger auftretenden Überschwemmungen wegen der globalen Klimaänderung hätten „Aqualis imberis“ überflüssig gemacht. So vermehrt sich diese Gießkannenart jetzt selbst, ohne die Hilfe des Menschen.
Beide Geschlechter kann man äußerlich gut auseinander halten – siehe die Fotos. Erstaunlich ist auch, dass „Aqualis imberis“ das Verhalten und das Aussehen der Menschen annimmt, mit denen diese Pflanzen-Kannen (nicht zu verwechseln mit den Kannen-Pflanzen!) zusammenleben. Auf den Fotos sieht man deutlich, dass die männliche Kanne länger jung bleibt und ihre kräftige Ursprungsfarbe behält. Sie steht öfter nur in der Ecke herum und hat ein wenig ausgebildetes Körperpflegebedürfnis. Die weibliche Kanne dagegen lässt einen Alterungsprozess anhand der Gebrauchsspuren und des blasseren Grüns erkennen. Die Doppelbelastung in ihrer Rolle als Gießkanne und Mutter ist ihr deutlich anzusehen.
„Aqualis imbris“ ist der deutliche Beweis dafür, wie gut sich die Natur selbst helfen kann und ermahnt zum erneuten Umdenken. Die Weltbevölkerung muss noch tiefer in die Natur eingreifen, damit auch noch andere Arten zu einem Mutationssprung angeregt werden!
Wunderbarer Beitrag, ganz nach meinem Geschmack. Allerdings tippe ich eher auf Achselsprossung als auf die Ausbildung primärer Geschlechtsmerkmale. Möge der Forscher diese These ernsthaft erwägen!
Ich muss dich leider enttäuschen mit deiner Achselsprossung-Theorie. Ich habe das Pärchen in einer lauen Sommernacht hinter der Regentonne bei eindeutigen Handlungen überrascht. Allerdings ohne Folgen - der Leibesinhalt ist immer noch konstant 10 Liter...
dpa - Kirchhain - 21082009 - 23:11
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