Jahresrückblick: Klatschnasser Wahnsinn

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Mit unserer Vereinsmeisterschaft im Januar starteten wir ins Wettkampfjahr. Der Weihnachtsspeck von 2012 wurde abgestrampelt; alle Schwimmer machten sich für die freundschaftliche Konkurrenz aus der weiten Umgebung fit. Darauf achtete auch unser Vereinsarzt Dr. Hattstein aus Hüls.

Das Jahr war noch jung und wir durften den junggebliebenen Umweltmanager Norbert Piasecki zur bestandenen Prüfung als C-Lizenztrainer beglückwünschen. Er ist immer noch sehr motiviert.

Beim Rosenmontagzug liefen wir mit zwanzig Personen und der Wagennummer 67 unter dem Motto „Schwimm-Mit!“ mit. Für den Anhängerbau benötigten unsere Teilnehmer über zwei Monate; das geschah unter anderem beim Karnevalbasteln der Kinder und Jugendlichen.

Bei den NRW-Masters-Meisterschaften in Solingen qualifizierte sich Angelika Kamps für die Europameisterschaft in Eindhoven (31.08. bis 08.09.), bei der sie 50m, 100m und 200m Rücken absolvieren dufte. Ein Edelmetall war unter der EM-Konkurrenz von über 5.000 Teilnehmern nicht zu erwarten, aber die Erfahrung hat unsere Master-Schwimmerin fürs alltägliche Training gestärkt; genauso wie ihre bestzeitliche Teilnahme an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen (30.11. und 01.12.). Die Master-Mannschaft – trainiert von Marita Opheiden – erzielte in Solingen (23. und 24.02.) und Korschenbroich (05.05.) goldig erfolgreiche Ergebnisse in Form von insgesamt zwölf Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen durch ihren Teamgeist und gemeinsames Training. Bitte macht weiter so!

Beim frühjahr'schen Spielnachmittag durften die Kinder und jungen Jugendlichen des Vereins in warmen Räumen und an der frischen Luft ohne Vorschriften spielen (u.a. Brett- und Kartenspiele), Musik hören, tanzen und Waffeln backen.

Bei der Jahreshauptversammlung im April stellten wir mit einem kleinen Generationenwechsel und einer Neuformatierung teils schweren Herzens die Weichen für unsere Zukunft. Im Vorstand treffen wir uns nicht mehr auf vier, sondern auf sechs Vorstandssitzungen im Jahr.

Bei der Götzwanderung im Mai trauten sich knapp dreißig Aegir-Regenwettertrotzer aufs Fahrrad für eine Tour durch die grüne Umgebung bis zum Mengelshof von Bauer Johannes in Unterweiden. Dort ehrten wir die Sieger unserer Vereinsmeisterschaft und spielten auf der Wiese.

Beim Kempener Altstadtlauf im Juni waren wir von Jung bis Alt in allen Läufen vertreten. Alle Schwimmer liefen zeitunterbietend durchs Ziel. Vereinseigene Cheerleader (Christof, Nicole, Yvonne und Chiara) feuerten uns gnadenlos an.

Beim überregionalem Schwimmwettkampf, dem Burgsprint (06. Juli), nahmen 223 aktive Schwimmer aus 15 verschiedenen Vereinen teil. Die Wasserratten der Jahrgänge 2005 bis 1962 maßen sich in 804 Einzelstarts und 21 Staffeln in allen Schwimmlagen. Wir konnten 18 Gold-, neun Silber- und zehn Bronzemedaillen behalten.

Ein Trainingslagerwochenende in Goslar im Harz ermöglichte im September fünfundzwanzig Schwimmern unseres Vereins eine unvergessliche Zeit. Trainiert wurde läuferisch vor jedem Frühstück und schwimmerisch zwei Stunden am Samstag und zwei Stunden am Sonntag. In der Freizeit konnten eine Sommerrodelbahn, eine Silberberghütte und eine Glasmanufaktur, mit einer Möglichkeit selbst Glas zu blasen, besucht werden. Geschlafen wurde in einer Jugendherberge.

Beim 24-Stunden-Schwimmen in Grefrath (15./16. November) brachen wir alle Rekorde: Die Aegir-Mannschaft schwamm mit 169,35km (= 6774 Bahnen) allen davon. Marco Weber stellte einen 46km-Rekord (= 1840 Bahnen) auf. Wir holten in den Jahrgängen 1999/2000 weiblich und 1997/98 die ersten Plätze. Das Kempener Autohaus Scharfenberg sponserte pro geschwommene Bahn zwei Cent und somit 135,48 Euro. Der REWE-Markt sponserte pro Aegir-Schwimmer drei – und somit dreißig – Bananen.

Beim regionalen Weihnachtsmeeting (08.12.) kämpften 130 Schwimmer aus zehn Vereinen in 547 Einzelstarts und acht Staffeln um die begehrten Plätze auf dem Edelmetalltreppchen. Wir selber belegten 22 erste, 25 zweite und mit der Staffel 14 dritte Plätze. Ohne die anderen Vereine wäre dieses Weihnachtsmeeting nur ein langweiliges Training gewesen.

Mit den Auswärtswettkämpfen, die in diesem Bericht alle nicht einzeln erwähnt werden können, holten wir insgesamt 46 Gold-, 30 Silber-, 26 Bronzemedaillen (= 102 Medaillen) und viele neue Bestzeiten, teilweise bis zu 23 Sekunden Verbesserung. Mit dem Weihnachtsmeeting macht das 68 erste, 55 zweite und 40 dritte Plätze (= 163x Siegertreppchen in 2013).

Im Kino, den Kempener Lichtspielen, schlossen die Kinder und Jugendlichen des Vereins im Dezember das Wettkampfjahr ab. Für die Kleinsten standen "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" (3D) und "Das kleine Gespenst" zur Auswahl. Wie eine gut-zusammenhaltende Mannschaft entschieden sie sich einstimmig – und zwar für Disneys 53. Animationsfilm. Die jugendlichen Kinder und Jungerwachsenen teilten sich auf "Die Tribute von Panem - Catching Fire" und "Fack ju Göhte" auf.

Beim Adventkaffee, mit dem vor allem die weisen Vereinsmitglieder das Vereinsjahr abschließen, wurden historische Erfahrungen mit den aktuellen Geschehnissen verknüpft. Im Gut Heimendahl sorgte eine leckere niederrheinische Kaffeetafel anstelle der sonst musikalischen Unterstützung durch Vereinsjugendliche für Freude.

Das Sponsoring stärkte unsere eigenen Wettkämpfe: Beim Burgsprint unterstützen uns die Techniker Krankenkasse (Finanz- und Sachspende), die Sparkasse (Finanzspende), die Fahrschule am Bärenbrunnen (Finanzspende) und der Gesundheitsdienstleister Novotergum (Finanz- und Sachspende). Beim Weihnachtsmeeting unterstützten uns die Sparkasse (Finanzspende), Griesson de Beukelaer (Sachspende), der REWE-Markt (Sachspende) und die BarmerGEK (Sachspende).
Viele Eltern fuhren ihre Kinder mit einem Privattaxi durch den Niederrhein, einige Eltern halfen darüber hinaus sogar beim Einlassdienst, bei den Wettkämpfen und bei Freizeitunternehmungen. Für die Zukunft ist noch mehr Elternengagement gewünscht und nötig, auch wenn das manchmal ein paar Nerven kostet.
Seitdem wir uns verstärkt für eine gute Öffentlichkeitsarbeit einsetzen, kommt aus den Medien und der Öffentlichkeit selber gute Resonanz. Hier gilt es vor allem den hiesigen Zeitungen und Magazinen Danke zu sagen: Danke.

Beim überregional beliebten Kleinkinderschwimmen sonntags erlernten ca. 170 Kinder aus Kempen und Umgebung die Wassergewöhnung, Wasserbewältigung, das Seepferdchen-, das Trixi-, das Bronzeabzeichen und somit die Vorbereitung aufs Freitagstraining.
Das kostenlose Probeschwimmen freitags wird sehr stark in Anspruch genommen. Die zur Verfügung stehenden Trainingsbahnen müssen bis auf den letzten Tropfen Wasser in Anspruch genommen werden, um ein qualitativ gutes Training zu ermöglichen.

45 neue Mitglieder durften wir in diesem Jahr willkommen heißen, vierzehn Mitglieder verlassen uns zum Jahresende (Stand: 11.12.2013). Dazu gehören auch Vorstandsmitglieder, denen wir für ihren weiteren Lebensweg alles Gute wünschen.

Dass Schwimmen eine hochspannende Sportart ist, beweist folgendes Edelmetalltreppchen des weiblichen Jahrgangs 1999 auf 100m Schmetterling der Kreismeisterschaften in Krefeld. Hier entschied weniger als eine halbe Sekunde über goldigen Erfolg oder gar keinen Treppchenplatz:
Platz 3: Teilnehmerin mit 1:26:72
Platz 2: Teilnehmerin mit 1:26:45
Platz 1: Celina Seidel mit 1:26:36

Möge der „klatschnasse Wahnsinn“ 2014 weitergehen … gut Nass!

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