Neue Edeka-Planung sorgt für Kopfschütteln in der Kauferinger CSU-Fraktion

Mit großem Unverständnis registrierten die Marktgemeinderäte der CSU die jüngsten Veröffentlichungen zum Thema Edeka-Lager und den Planungsabsichten des Rathaus-Chefs. Die geplanten Anstrengungen mit Verlegung der Bahntrasse, Aufhebung des Naturschutzgebietes usw. empfinden die CSU-Gemeinderäte als äußerst befremdlich.

Der Marktgemeinderat Kaufering stimmte am 14.1.2009 „der weiteren Planung der Gemeindeverwaltung zur Ansiedlung eines Edeka-Logistikzentrums zur Zwecke der Schaffung von Arbeitsplätzen zu“, so der genaue Wortlaut des Beschlusses.
Dieser Aspekt würde mit der Ansiedlung des Edeka-Lagers im Frauenwald erfüllt. Auch die Infrastruktur im Frauenwald ist optimal für eine Ansiedlung dieses Unternehmens ausgelegt und vor allem bereits erschlossen.
Selbst Bürgermeister Dr. Klaus Bühler hat den Standort Frauenwald als den bevorzugten Standort bezeichnet und öffentlich der Stadt Landsberg am Lech seine Unterstützung angeboten, wie in der Presseveröffentlichung vom 12.01.2009 zu lesen war.

Warum also nun dieses neuerliche Konkurrenz-Projekt?
Die Argumente sind hierbei als eher negativ zu bewerten.
Zwar ist aus der Baumaßnahme ein Gewinn zu erwarten, ob dieser den Aufwand rechtfertigt, bleibt allerdings offen.
Auch die Qualität der Böden, die für ein Bauvorhaben dieser Art geeignet sein mögen, kann nicht als Argument zählen. Das Areal im Frauenwald bietet hier die gleichen Eigenschaften.

Zudem würde in Kaufering das seit über 20 Jahren bestehende Natur- und Landschaftsschutzgebiet in seiner derzeitigen Form erhalten bleiben können. Dem Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt sollte nach Meinung der CSU-Gemeinderäte ein höherer Stellenwert eingeräumt und nicht willkürlich deren Lebensraum durchtrennt werden.
Dem würde auch die hohe Flächenversiegelung durch die neue Planung entgegen sprechen.

Es stellt sich daher die Frage, ob es notwendig ist, einen derartig weitreichenden Eingriff in die bestehende Landschaft mit entsprechenden hohen Kosten vorzunehmen, wenn in 1km Entfernung ein fertig erschlossenes Areal zur Verfügung steht.

Um Edeka und die damit verbundenen Arbeitsplätze in der Region anzusiedeln, wäre es sinnvoll, dass Landsberg und Kaufering endlich ihre Energien bündeln und den Standort Frauenwald miteinander vorantreiben!

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