CSU Kaufering lehnt Anhebung der Bayernstraße ab!

von CSU Kaufering aus Kaufering | am 11.03.2010 | 114 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 0 Bilder

Die Verkehrsplanung in Kaufering ist derzeit in aller Munde und wurde aktuell im Gemeinderat diskutiert – aber nicht beschlossen, auch wenn der Eindruck in der Öffentlichkeit durch die Publikation des Bürgermeisters im Mitteilungsblatt der Gemeinde entstehen mag. Die CSU Kaufering hat sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und steht der Anhebung der Bayernstraße ablehnend gegenüber.

Die wichtigste Frage, bei allem was man macht, sollte immer die Frage nach dem „Warum?“ sein.

In der aktuellen Debatte um die Anhebung der Bayernstraße in Kaufering und Bau eines Kreisverkehres ist das „WARUM“ aus Sicht der CSU Kaufering nicht nachvollziehbar.

In allen Ausführungen zu diesem Thema wird vergessen, wie wertvoll und verbindend eine kreuzungsfreie Straße ist, die den Verkehr fließen lässt. Die gilt im Besonderen für den Bereich der Bayernstraße mit der Brückenunterführung.
Diese Brücke wurde vor wenigen Jahren saniert, mit neuen Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet und befindet sich in einem baulich sehr guten Zustand. Von kostenintensivem Unterhalt, wie von Bürgermeister Dr. Bühler der Öffentlichkeit mitgeteilt, kann daher im Moment keine Rede sein. Zumal die Aufwendungen zur Instandhaltung die Marktgemeinde Kaufering nicht tangieren wird, da es sich um eine Kreisstraße handelt.
Es muss gerade in der heutigen Zeit, in dem der Bürger zum Sparen angehalten wird, auch in den Köpfen mancher Politiker wieder ein Perspektivenwechsel stattfinden, dass Erhaltenswertes gepflegt und nicht kostenintensiv zerstört wird.
Die Brückenfrage wird sich sicherlich in 20-30 Jahren stellen, wenn diese erneut saniert werden muss. Dann aber erst macht es nach Meinung der CSU Kaufering Sinn, über alternative Lösungen unter Bezugnahme des zukünftigen Verkehrs nachzudenken.

Herr Dr. Bühler spricht des Weiteren auch die Verringerung der versiegelten Fahrbahnflächen an. Dies hält die CSU Kaufering für abwegig, da sich die aktuell versiegelten Flächen auch in dem Kreisverkehr in Relation wiederfinden werden. Hinzu käme aber noch durch die freiwerdenden Flächen eine zusätzliche versiegelte Fläche durch verdichteten Wohnungsbau.

Ein Verkehrsgutachten des Institutes GEVAS besagt zudem, dass im Marktgemeindegebiet die Verkehrsbelastung im Jahr 2025 annähernd das Niveau des Jahres 2009 ohne die B17 neu erneut erreichen wird. Herr Frey, Mitarbeiter des Institutes, gab in diesem Zusammenhang an, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle nur funktioniert, wenn dieser zweispurig gebaut würde. Ein einspuriger Kreisel, wie von Herrn Dr. Bühler favorisiert, wird im Gegenzug als kritisch beurteilt, da mit dem bereits aktuell vorhandenen Verkehrsaufkommen ein Stau in den Morgen- und Abendstunden unausweichlich sein wird. Warum wurde dieser Aspekt von Herrn Dr. Bühler in seinen Ausführungen im Mitteilungsblatt der Marktgemeinde Kaufering nicht ebenfalls der Öffentlichkeit mitgeteilt?

Die Haushaltlage der Marktgemeinde Kaufering lässt aktuell keine unnötigen Investitionen zu und wäre unmoralisch. Der Schuldenstand hat sich vom Jahr 1999 von 3.932.523,- € auf einen Schuldenstand im Jahr 2008 auf 7.039.048,- € erhöht (ohne Eigenbetriebe). Gleichzeitig sanken die Rücklagen in diesem Zeitraum von 3.504.208 € auf 2.701.125,- €. Angesichts dieser angespannten Haushaltslage ist ein nicht erforderliches Projekt dem Bürger zu Recht nicht vermittelbar.
Viel wichtiger ist es aus Sicht der CSU, wieder Rücklagen zu bilden und die Schuldenlast zu senken. Nur damit können größere Projekte in Zukunft verwirklicht werden. Zudem sollten die Steuergelder in der aktuellen Situation nur für notwendige und bereits mehrfach zurückgestellte Projekte eingesetzt werden. Als Beispiele seien hier der Neubau des Kindergartens Regenbogen, das Wohngebiet Lechfeldwiesen IV, die Sanierung der Sporthalle, die zeitliche Ausweitung des Ortsbusses Kaufering und vor allem die Lärmschutzmaßnahmen für die Marktgemeinde an der B17 neu genannt.

Durch die geplante Spange Nord und Süd wäre bereits eine extreme Entlastung für den Ort spürbar (lt. Verkehrsgutachten der GEVAS 5.700 Fahrzeuge pro Tag) und somit für die CSU Kaufering sinnvolle Maßnahmen.
Die Spange Nord-Ost ist dabei keine Neuerfindung im Rahmen des Verkehrskonzeptes, sondern wurde bereits vor mehr als 6 Jahren als sinnvolle Anbindung an die Baugebiete Lechfeldwiesen III und IV in die langfristige Ortsplanung aufgenommen.
Die Spange Süd-Ost, kann laut Gutachten zu einer Entlastung im Ortskern mit 3200 Fahrten pro Tag sorgen. Sollte das Verkehrsaufkommen in Kaufering-Ort stark zunehmen, wovon das Verkehrsgutachten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeht, hat die CSU bereits als mögliche Entlastungsmaßnahme für die zukünftige Entwicklung eine Ortsumgehung Süd im Gemeinderat vorgeschlagen.

Die letztendliche Finanzierbarkeit der Projekte, wie von Herrn Dr. Bühler im Mitteilungsblatt der Gemeinde dargestellt, kann aus Sicht der CSU Kaufering nur als Milchmädchenrechnung angesehen werden.
Laut dieser Ausführungen wären (Zitat) „ alle drei Maßnahmen für 700 000 € zu haben“. Zählt man alle Kosten im aufgeführten Mitteilungsblatt jedoch zusammen, und zieht den Eigenbetrag von 700 000 € ab, bleibt eine Differenz von 2.600.000,- €. Wer diese wohl bezahlt?
Die vom Bürgermeister in Abzug gebrachten 1.100.000,- € staatlicher Zuschüsse müssen letztendlich ebenfalls vom Steuerzahler, also auch vom Kauferinger Bürger, erbracht werden.

Stellt sich also wieder die Anfangsfrage nach dem „Warum“ zur Anhebung.
Nach allen von der CSU Kaufering ausgeführten Punkte bliebe letztendlich noch der menschliche Aspekt. Herr Dr. Bühler spricht in seiner Ausführung von einem (Zitat) „ unüberwindbaren Graben“ zwischen Ost und West der Marktgemeinde Kaufering und einer optischen Zusammenführung der Ortsbereiche durch diese Anhebung. Zudem würde die Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer nach Meinung von Herrn Dr. Bühler durch mehrere Unterführungen sicherer werden – aber würden sich diese auch in diesen Tunneln sicher fühlen?
Das Zusammenwachsen eines Ortes geschieht niemals auf der Straße sondern nur durch die Menschen, die im Ort zusammenwachsen wollen!

Weitere Informationen auch unter www.csu-kaufering.de.

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