100% Zustimmung bei Nominierung der Bunten Liste Gemeinderatskandidaten Schnaittach

Gruppenbild mit Bürgermeisterkandidat: (von links nach rechts)Peters, Saffer, Karl, Schmidt, Thom, Winter, Singer, Hofrichter, Dobbert,Weber Thea, Weber Reinhold (verdeckt), Kayczuck,Luther, Dobbert, Loos, Raum es fehlen Müller, Kroder, Pfister, Schrepfer
 
Abstimmung über das Wahlverhalten im gut gefüllten Kampfersaal
Schnaittach: Gasthof Kampfer | Trotz einer ungültigen und einer enthaltenden Stimme, (die wahltechnisch als nicht abgegeben zu werten sind) erreichte der Wahlvorschlag der Bunten Liste Schnaittach für die 20 Bewerber zur Gemeinderatswahl im März 2012 bei der öffentlich durchgeführten Sitzung am Mittwoch Abend im Gasthof Kampfer eine Zustimmung von 100 Prozent.


Es war ein Experiment. Und es ging auf. Zur Beginn der Veranstaltung konnte die FW-Ortsvorsitzende Christine Karl etliche neue Gesichter begrüßen. Sie waren, der öffentlichen Einladung folgend, gekommen um einmal einer Nominierungsveranstaltung beizuwohnen, neue Kandidaten waren keine dabei, Sie fragten ob sie auch mit abstimmen dürften, sie durften. Offene Bürgerbeteiligung statt Hinterzimmerpolitk. Seit Wochen wurde bei der Bunte Liste über die Zusammensetzung derselben diskutiert, wobei man das „Luxusproblem“ hatte weit mehr gute, qualifizierte und engagierte Kandidaten zu haben, als Plätze auf der Liste zu vergeben waren. Sichtlich stolz moderierte Bürgermeisterkandidat Thomas Winter die Präsentation der Kandidaten. Selbstredend wird die Liste von ihm angeführt. Bei seiner Vorstellung nahm er den jüngsten Schnaittacher Erdenbürger Dominik D. an die Hand und führte ihn von seinem Wohnort am Bürgerweiher über halbausgebaute, geschotterte Plätze, eine durch Entenkot verdreckte Spielplatzumgebung, ein nicht funktionierendes Freibad, Grundschulturnhallen in denen die Decken runterfallen und viele weitere Schnaittacher „Pannenstationen“ durch seine Kindheit ins Erwachsenenalter um dann die rhetorische Frage zu stellen, ob Dominik anlässlich dieser „Lebensqualität“ dann noch in Schnaittach leben wolle. Er versprach, sich deutlich für die Verbesserung der Lebensqualität in Schnaittach einzusetzen, wenn er zum Bürgermeister gewählt wird. Listeplatz 2 wird von der Grünen Markträtin Karin Dobbert eingenommen, die in ihrer Präsentation die Basis der bunten Liste, nämlich die bereits im Gemeinderat gut funktionierende Fraktionsgemeinschaft FWG/Grüne betonte. Nach dem Osternoher Marktrat Werner Raum (FWG) kommt auf Patz 4 mit Marianne Schmidt die erste Unabhänige. Schmidt ist Sparkassenangestellte in Altersteilzeit und hat sich mit der „Nachbarschaftshilfe in Schnaittach“ in kurzer Zeit einen sehr guten Namen gemacht, so wie die auf ihr folgende FWG- Vorsitzende Christine Karl dies jahrelang bei der „Elterngemeinschaft Schnaittach“ tat. Auf Platz 6 der nächste Unabhänige mit dem Untersdorfer Reinhold Weber, Architekt und Bauunternehmer, bislang im Elternbeirat der Schule in Kirchröttenbach und bei den Bürgerenergiewerken Schnaittachtal ehrenamtlich aktiv. Ulrich Peters(Platz 7), selbständiger Softwareberater von den Piraten, der sich hauptsächlich mit Kommunikationsthemen und mit Touristik befasst, erläuterte anhand des stockenden Breitbandausbaues die Probleme mit „Neuland“ Internet, wozu gleich aus der Versammlung festgestellt wurde, das nicht mal beim Kampfer, also im Ortskern optimaler Handyempfang möglich sei. Auf Platz 8 folgt gleich der nächste Selbständige, der Inhaber und Gründer des ambulanten Pflegedienstes Müller, der wegen eines erkrankten Mitarbeiters nicht selbst teilnehmen konnte und der bereits 2008 für die FWG ins Rennen ging. Kommunalpolitprofi und stellvertretender Landrat Achim Dobbert steht auf Platz 9, vor dem ehemaligen Ortsvorsitzenden der Franken Uwe Singer, der in Vorstellung klar darstellte, warum der Badsaal nicht als Anhängsel an eine Wirtschaft verpachtet werden darf, sondern professionell von der Gemeinde vermarktet werden muss. Seine Erfahrung wird er gerne in den Bereich Verwendung der Liegenschaften einbringen. Platz 11 bis 15 geht an die nächsten Unabhängigen, den Sparkassenrenter Wolfgang Saffer, der geradezu darauf gewartet hatte, sich außerhalb politischer Parteien vor Ort engagieren zu können. Sein ehrenamtliches Engagement wurde bislang sowohl von der Tierhilfe Franken als auch bis zur Organisation von Bowling-Weltmeisterschaften gerne genutzt. Ihm folgt die Neueinsteigerin Thea Weber aus dem Ortsteil Kleinbellhofen, die als Verwaltungsfachangestellte am Landratsamt profunde Verwaltungskenntnisse vorzuweisen hat. Jens Thom, selbständiger Unternehmer, jahrelang Funktionär beim 1. FC Schnaittach zuletzt als 1. Vorstand, betonte, dass in der Kommunalpolitik die besseren Ideen nach vorne getragen werden müssten und nicht Ideologien. So sei es für ihn unverständlich, dass Mitbürger die Petition „Freie Sicht auf den Rothenberg“ nur deswegen nicht unterzeichnet würden, weil sie bei einer anderen Partei Mitglied seien. Platz 14 geht an den aus dem Mallorcanischen Exil zurückgekehrten Gastwirt Konrad „Jimy“ Kroder, der wesentlich mit an der Gründung der Bunten Liste beteiligt war. In erster Linie um die Belange der Jugend kümmern will sich die 20jährige Einzelhandelskauffrau Lea Luther. Ein weiterer Pirat folgt auf Platz 16: Andreas Loos, der als Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Schnaittachtalbahn schon bewiesen hat, wie man auch außerhalb der Parteipolitischen Schiene nachhaltig Kommunalpolitik betreiben kann, sein Verein war wesetlich an der Verbesserung des DB-Angebotes im Schnaittachtal verantwortlich und auch im Gemeinderat wird sein Steckenpferd der öffentliche Nahverkehr sein, wobei die Gemeinde wohl auch von seinen beruflichen Kenntnissen profitieren könnte, er ist als Banker nämlich in der Kommunalfinazierung tätig. Für Platz 17 und 19 konnten zwei ehemalige FAIR-Damen (FAIR tritt 2014 nicht mehr zur Gemeinderatswahl an) gewonnen werden, namentlich die Bestattungsunternehmerin Cornelia Pfister und die Lehrerin und frühere Kindergärtnerin Elfriede Schrepfer. Mit dem Informatiker Thomas Kayczuck ist ein weiterer Vertreter der jüngeren Generation auf Platz 19 während der Energieberater am Landratsamt, ehemaliger langjähriger Vorsitzender des FC Hedersdorf und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bürgerenergiewerke Schnaittach, Georg Hofrichter die Liste kompetent abrundet.
Und so hatte der erfahrene Wahlleiter Hans Gebhard auch keine Schwierigkeiten, nach den ordentlichen Präsentationen der Kandidaten die Entscheidung über die Liste herbeizuführen. Die Versammlung beschloss die Annahme der Liste als Ganzes, worüber dann geheim abgestimmt wurde. Bei einer ungültigen und einer Stimmenthaltung wurde die Liste dann mit einem 100%igem Wahlergebnis bestätigt. Weitere 5 Ersatzkandidaten wurden ebenfalls mit gleichem Ergebnis gewählt.
In seinen abschließenden Worten bedankte sich Bürgermeisterkandidat Thomas Winter bei den Kandidaten ihr Wissen, Können und ihre Zeit zur Verfügung zu stellen und forderte auf, „jetzt richtig loszulegen, der Wahlkampf habe begonnen.“ Er sei sicher, mit dieser hervorragenden Liste auch ein hervorragendes Ergebnis einzufahren.
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