Radfernfahrt nach Schottland

Eine nette Begrüßung
Auf nach Schottland
Auch in diesem Jahr war für Jürgen Oberheide (68) und Gerald Thomsen (73) klar, dass wieder eine Fernfahrt den Saisonhöhepunkt bringen sollte. Im vergangenen Jahr ging es für die RTC-Kameraden von München nach Pisa und 2014 in die andere Richtung nach Edinburgh. Gestartet wurde in Köln. Organisiert wurde die 14-tägige Tour wieder vom WfF Berlin Brandenburg e. V. , http://www.wff-berlin.de/category/wff/ . Hier nun der Bericht unserer tapferen Langstreckler notiert von Tommy :
Die Tour brachte sehr viele neue Eindrücke. Z.B. die riesige Gruben des Braunkohlentagebaus im Rheinland, die historischen Innenstädte wie u.a. Leuwen, Canterbury(!!!), Cambridge, York(!), Berwick. Ein Hauch 2. Weltkrieg in und um Dünkirchen, die wunderschöne Hügel- und Parklandschaft der englischen Midlands (wegen der Hedges manchmal kaum zu sehen), schöne Küstenabschnitte und Badestrände an der Ostküste, Kirchen- und Klosterruinen, auch mal im Nebel, und einen fast magischen Ort wie das Castle Lindisfarne auf Holy Island.
Das Gepäck wurde in Begleitfahrzeugen transportiert. Die Planung und Organisation, wie z.B. Buchung der Unterkünfte (z.B. Jugendherbergen), Verpflegung und die Streckenführung machten Vereinsmitglieder vom WfF in Ihrer Freizeit. Unsere Hochachtung!
Bei den 13 Tagesetappen konnte man täglich wählen zwischen „Basic“ (i. M. 110 km) und „Expert“ (i. M. 150 km). Für uns kam natürlich nur „Expert“ infrage. Von insgesamt 30 Teilnehmern sind noch 3 weitere alle langen Strecken gefahren. Es wurden so insgesamt 1.900 km. Die Tagesetappen waren z.T. anspruchsvoll.
Die Engländer wohnen i.d.R. in Reihenhäusern. Die Städte sind dadurch viel ausgedehnter als bei uns. Radfahren hatte in England lange Zeit keine Lobby. Radwege sind eher selten und wenn, dann oft von schlechter Qualität. Untergeordnete Straßen haben meist raue Beläge, es fehlt auch mal eine Brücke – es gibt dann Furten, meistens mit einem schmalen Steg daneben - und die Straßen folgen dem hügeligen Gelände. Steigungen um die 15% sind fast die Regel. Man brauchte ständig das 30er Kettenblatt. Im Verlauf eines Tages hatte man um die 1.500 Höhenmeter gesammelt. Trotz aller Mühen schaffte man kein höheres Durchschnittstempo. Dementsprechend wurde es manchmal spät.
Und das Wetter? Es fing nicht vielversprechend an. In Holland, Belgien und Frankreich waren die Straßen auch mal nass. Von Brüssel nach Lille hatten wir 100 km Regen am Stück. Auf der Insel zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. „Cloudy and bright“ hieß es im Fernsehen. Sonnig und wolkig sagen wir. Nicht mal 3 Std. leichter Regen in 10 Tagen.
Wir haben viel gesehen und erfahren. Manches hatten wir so nicht erwartet. Tommy musste z.B. eine Woche auf seinen Kuchen verzichten. Wir haben auf der Strecke einfach kein Cafe oder Bäcker gefunden. Und nun warten wir gespannt auf das nächste Jahr: Wo geht es dann wohl hin?
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