Kommunalwahl 2011; So wurde in der Region Hannover gewählt!
Für alle myheimatler, die sich die Wahlergebnisse der Kommunalwahlen anschauen möchten gebe ich hier einen Link bekannt: http://www.wahl.hannit.de/
Auf dieser Seite ist alles nachzuvollziehen und leicht verständlich erklärt.
Bitte informiert Euch!
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Aber so einfach scheint es doch nicht zu sein:
Denn wie ist es zu erklären, dass das Isernhagener Verkündungsblatt "Blick in die Gemeinde" auf der Titelseite den Anteil der Bewerber-Stimmen angibt (CDU:51,4%) oder liegt es an der parteipolitischen Brille des Herausgebers? Der Gesamtstimmenanteil der CDU im Isernhagener Gemeinderat beträgt nämlich: 44,9%, d.h. Verlust der absoluten Mehrheit!
Info über den Wahlgewinner gibt es hier: http://www.myheimat.de/isernhagen/politik/isernhag...
Das stimmt, habe heute schon an meinen rechnerischen Fähigkeiten gezweifelt beim Lesen des Artikels. Also alles eine Frage der Darstellung.
Mir ist allerdings eh noch nicht die Berechnung der Sitze klar, diese Sache mit den verteilten 3 Stimmen bringt mich ein wenig durcheinander. Kann das jemand kurz und präzise erklären?? Wäre sehr schön!
PS: Sehr schön ist aber der Leserbrief, betreffend "rasender Bürgermeister" von FB (Seite 21 / 22). Da habe ich wirklich gestaunt, dass dieser Text abgedruckt wurde!
Ein Hoch der Pressefreiheit!
So ist das, wenn man Wasser predigt und selbst Wein trinkt.
> "Das stimmt, habe heute schon an meinen rechnerischen Fähigkeiten gezweifelt beim Lesen des Artikels."
Wenn man weiß, dass 8% der Leser die FDP und sogar 17% der Leser die Grünen wählen, meint man wohl, man müsse es mit der Rechtschreibung dann eh nicht mehr so genau nehmen ;)
Zum rasenden Ortsbürgermeister: Vielleicht ist er ja das nicht mehr lange, denn der neue Ortsrat FB setzt sich aus 2 SPD-, 2 CDU- und einem Grünen-Vertreter zusammen, d.h. er müßte dort die Vertreter der anderen Parteien überzeugen.
Zu der Stimmen-Auszählung am Beispiel Ortsrat FB:
Zunächst werden die Stimmen der Bewerber addiert:
SPD
Hahn, Thomas 102
Dorn, Wolfgang 71
Koerth, Jürgen 33
CDU
Redeke, Friedrich 184
Dittfach-Maetz, Elke 35
Lampe, Heino-Wilhelm 51
Schneider, Christine 14
Leifers, Angela 122
Heß, Oliver 32
Redeke, Hans-Heinrich 28
Danach die Stimmen, die oben auf dem Wahlzettel die Liste angekreuzt haben:
SPD 219
CDU 216
GRÜNE 159
FDP 22
Gesamtstimmen:
daraus Dezimalanteil (Hare-Niemeyer) der Mandate
425 1,49 2 Erst werden die vollen Zahlen verteilt,
682 2,39 2 danach die höchsten Nachkommazahlen solange noch
212 0,74 1 Mandate zu verteilen sind
106 0,37
Summe alle Parteien
1425 5
Danach wird bestimmt, ob bei einer Partei die meisten Stimmen auf die Bewerber oder auf die Liste abgegeben sind und die Mandate danach verteilt:
SPD 206/219 also kommt das 1. Mandat von der Liste: Hahn danach der verbleibende mit der höchsten Stimmenzahl.
bei der CDU ist es umgekehrt 216/466 d. h. zu erst der mit der höchsten Stimmenzahl ist direkt gewählt: Redeke, danach die Liste (Platz 2 weil Redeke schon gewählt) Dittfach-Maetz
Ich gebe zu, ganz schön kompliziert. Aber der Wähler soll auch bei der Kandidaten-Auswahl mit entscheiden können.
Super, vielen Dank für die Aufklärung. Da wäre ich mit logischem Menschenverstand nicht drauf gekommen.
Jetzt habe ich es kapiert, das Rezept werde ich mir notieren.
Beschrieben ist dies Verfahren im Juristendeutsch wie folgt:
"Die Mandate für die kommunalen Vertretungen werden nach den Grundsätzen einer mit der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl vergeben.
Für die Sitzverteilung findet das nach dem Engländer Thomas Hare und dem deutschen Mathematikprofessor Horst Niemeyer benannte Proportionalverfahren Anwendung. Hierbei wird das Stimmenverhältnis proportional auf das Sitzverhältnis übertragen. Dazu wird die Gesamtzahl der in der jeweiligen Vertretung zu vergebenden Sitze mit der für einen Wahlvorschlag abgegebenen Stimmenzahl multipliziert und durch die Gesamtzahl der aller abgegebenen Stimmen dividiert. Diese Berechnung ergibt Proportionalzahlen. Jeder Wahlvorschlagsträger erhält zunächst soviel Sitze, wie sich nach seiner Proportionalzahl für ihn ganze Sitze ergeben. Die danach noch zu vergebenden Sitze erhalten die Parteien oder Wählergruppen mit den höchsten Zahlenbruchteilen. Innerhalb der Wahlvorschläge von Parteien und Wählergruppen kommen die Bewerberinnen/Bewerber teilweise nach dem Grundsatz der Personenwahl (Reihenfolge nach der Zahl der persönlich erhaltenen Stimmen), teilweise nach dem Grundsatz der Listenwahl (Reihenfolge nach der Benennung im Wahlvorschlag) zum Zuge. Einen Mindeststimmenanteil für die Teilnahme am Verteilungsverfahren ("Sperrklausel") gibt es bei den Kommunalwahlen nicht."
Quelle:http://www.landeswahlleiter.niedersachsen.de/live/...
Ich hoffe beides ergänzt sich irgendwie!
ist schon i.O.
Hoffentlich wissen jetzt die Bürgermeister wie sie in das Amt gekommen sind. Ich werde bei den Damen und Herren bei Gelegenheit mal nachfragen.
Was meint ihr: Wissen das die Damen und Herren?
Oder sollte man sie damit nicht belasten, weil das Regieren ja schon so schwer ist! So, nun nicht polemisch werden.
Ich bedanke mich ausdrücklich bei Siegfried Lemke für die erklärenden Worte. Dankeschön!!
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