Auch 2014 gestörte Nachtruhe in Isernhagen-Kirchhorst!

Stopp der Nachtflüge!
 
übernimmt die Haltung des Flughafens und unterbindet die Zusammenarbeit mit Fluglärminitiativen
Isernhagen: Kirchhorst |

Was sagen die Bürgermeister-Kandidaten dazu?


Die Kirchhorster „Bürgerinitiative für einen gesunden Nachtschlaf“ zieht auf Grund der gesammelten Daten ihrer Fluglärm-Mess-Station eine erste Bilanz für das erste Quartal 2014.
Im Monats-Durchschnitt registrierte die im System des Deutschen Fluglärmdienstes e.V. arbeitende Station folgende Werte für die nächtlichen Überflüge, die das NAT-Kriterium(1) überschritten:
Januar: 1,9
Februar: 4,5
März: 4,3
Ist durchschnittlich 2 bis 4 maliges Aufwachen pro Nacht akzeptabel?
Im Vergleich zu den Ferienmonaten Juli bis Oktober mit Mittelwerten um die 8 derartiger Überflüge erscheint dies wenig. Darin verbergen sich aber Spitzenwerte wie z. B.
7 mal gestörte Nachtruhe am 13. und 19. 2.2014 bzw.
8 mal am 20.und
9 mal am 23.3.2014
(nachvollziehbar unter www.dfld.de Messwerte, Isernhagen/Kirchhorst)

Was kann man dagegen tun?

Die Petition der Initiative für ein Nachtflugverbot wurde von der Bundestagsverwaltung angenommen und mit einer Eingabe aus dem Jahr 2010 zusammengefasst, so dass keine Online-Unterzeichnung mehr möglich ist und die Fluglärminitative befürchtet, dass aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, wie die Mainzer Fluglärmstudie nicht berücksichtigt werden.

Und vor Ort?

Hier verkündet der Bürgermeister Arpad Bogya in einer Ratssitzung im letzten Jahr auf unkritische Weise die Interpretation des Flughafens, dass auf Grund derer Messdaten, „keine nächtliche Fluglärmbelastung in Kirchhorst“ vorläge. Außerdem verbot er der Umweltschutzbeauftragten, die die Gemeinde in der Fluglärmschutz-Kommission vertritt, die Teilnahme an einer Sitzung der regionalen Fluglärm-Initiativen in Kirchhorst.

Was ist von seinem Gegenkandidaten von der FDP zu erwarten? Herr Dr. Possienke versuchte in einer Anhörung der Grünen, die nächtlichen Störungen als das Problem einzelner Bürger abzutun. Nachvollziehbar, denn sein ehemaliger Bundesvorsitzender Philip Rösler hatte als niedersächsischer Wirtschaftsminister die Nachtflüge für einen besonders langen Zeitraum von 10 Jahren genehmigt.

Bleibt der von den Grünen aufgestellte unabhängige Bürgermeister-Kandidat Dr. Stefan Baufeld. Auf seiner Homepage (www.Stefan-Baufeld.de) schreibt er: „Flug- und Verkehrslärm in der Gemeinde müssen so schnell und so weit wie möglich reduziert werden. Schließlich haben die Bürgerinnen und Bürger ein Recht auf Schutz ihrer Gesundheit. Eine Verwaltung unter meiner Leitung wird alle ihre Befugnisse hierzu nutzen und den Bürgerinnen und Bürgern jede mögliche Hilfe bei der Lärmbekämpfung gewähren.“
Ihm trauen wir auch zu, dass er als Bürgermeister die Röslersche Nachflugregelung rechtlich überprüfen läßt.
Siegfried Lemke
Sprecher der Fluglärminitiative





(1) NAT: Abkürzung für "Number of Events Above Threshold".
Durchschnittliche Anzahl Flüge die einen Lärmgrenzwert überschreiten.
Das NAT-Kriterium (6 x 68 dBA) im Fluglärmschutzgesetz besagt:
Wenn im Durchschnitt mehr als 6 mal pro Nacht der Einzelschallpegel von 68 dBA überschritten wird, gehört dieser Ort zur Nachtschutzzone.
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6 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.04.2014 | 23:51  
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Hubert R. aus Isernhagen | 22.04.2014 | 12:04  
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Hubert R. aus Isernhagen | 22.04.2014 | 15:03  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.04.2014 | 16:08  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.04.2014 | 16:33  
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