Unterwegs mit der Senioren-Union

Besuch im Alten Land
Das Alte Land ist ein Teil der Elbmarsch südlich der Elbe in Hamburg und in Niedersachsen. Wir besuchten zur besten Obst-Blüten-Zeit das Alte Land und lernten durch fachkundige Führung eines
Gästeführers den Obstanbau im Alten Land kennen.
Schon gleich zu Beginn der Führung im Museum Altes Land in Jork überraschte uns Herr Schnittger mit seinem unglaublichen Wissen über das Alte Land, seine Entstehung und die Besiedlung und auch das Leben in frühester Zeit und den Beginn des Obstanbaues.
So hat zum Beispiel der Name Altes Land nicht das Geringste mit „alt“ zu tun, sondern kommt aus dem Plattdeutschen Olland. Der Name geht wohl auf die niederländischen Kolonisten zurück, ebenso wie der Name des Dorfes Hollern; aber, wie Herr Schnittger betonte, dass eben nicht nur die Holländer das Gebiet besiedelt haben...
Nach einer kurzweiligen Fahrt zwischen den Flüssen Schwinge und Lühe, durch die Marschhufendörfer, die Höfe liegen an der Straße und das Land beginnt gleich hinter den Höfen, entlang des Deiches bis hin zum Leuchtturm am Lühe-Anleger kamen wir zum Höhepunkt des Thementages, dem Besuch eines modernen Obstbaubetriebes mit Hofladen und rustikaler Gästebewirtung. Im anschließenden Gespräch mit der Obstbäuerin bekamen wir Einblick in die Arbeitsweise heutiger, moderner Familienbetriebe. Alles wurde vorgestellt, Pflanzenschutz, Pflanzsysteme, Überdachung, Frostschutz, Lagerung, Sortierung und Vermarktung. Und allgegenwärtig unser Gästeführer, der uns auch durch den Betrieb führte.

Anschließend ging es noch einmal quer durchs Alte Land, wobei unser Gästeführer wieder durch große Geschichtskenntnisse glänzte: Wir sahen die für diese Gegend kennzeichnenden reich verzierten Bauernhäuser sowie insbesondere die typischen Prunkpforten oder auch Hochzeitstüren, wir besichtigten in Steinkirchen die St.-Martini-et-Nicolai-Kirche mit der wunderschönen Orgel von Arp Schnitger, begrüßten vor der Kirche den Priester Heinrich, das Denkmal erinnert an den in der ersten Kolonisationsurkunde genannten holländischen Siedler im Elbe-Weser-Dreieck von um 1113 und kamen zu Kaffee und Kuchen in den Hollernen Hof... Wer sagt denn, dass man nicht drei Stücke Kuchen essen kann?? Einfach lecker!

Wieder einmal endete für die Mitreisenden ein wunderschöner, erlebnisreicher Tag; wir haben viel gesehen, vieles über das Alte Land und den Obstanbau gelernt und wissen jetzt, wie unsere Äpfel den Winter überleben...
Wieder ein schöner Bericht unserer Schriftführerin Inge Mack ! Vielen Dank !
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