Das war's; Die Heimatbundgruppe Isernhagen gibt es ab 2015 nicht mehr

Das Huhn legte Schokoladeneier
 
Komplettes Orchester, was sich setzte oder aufstand
 
Musikboxen
Isernhagen: Dehne |

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt die Heimatbundgruppe Isernhagen zurück auf das Jahr 2014.
Zum Einen haben wir auf unseren Fahrten wieder viele schöne Eindrücke mitgenommen, zum anderen jedoch wurde die Auflösung unserer Gruppe beschlossen.

Auf unserer Jahreshauptversammlung, die Ende Februar stattfand, war die Wahl des Vorstandes ein wichtiges Thema, da der bisherige Vorstand und auch der Kasssenwart ab dem Jahr 2015 nicht mehr zur Verfügung steht. Der zweite Vorstand war schon länger vakant. Leider fand sich niemand bereit, einen der drei Posten zu übernehmen. Es wurde eine Frist bis Ende Juni gesetzt, um einen neuen Vorstand zu finden. Nach diesem Tagespunkt folgte ein Jahresrückblick mit Bildern auf das Jahr 2013.

Ende März hatten wir Herrn Körner mit einem Diavortrag zu Gast. Sein heutiges Thema lautete „ An Rhone und Saone durch Südfrankreich“ Mit vielen Bildern und sachkundigen Erklärungen wurde es ein unterhaltsamer Nachmittag.

Die erste Fahrt führte uns nach Espelkamp zum Schloß Benkhausen. Dort ist das Deutsche Automatenmuseum beheimatet, welches Teile der Sammlung von Herrn Gauselmann zeigt. Ausgestellt sind hier etwa 200 Automaten, von historisch bis modern, aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen. Die Bandbreite reicht von alten Süßwarenautomaten, Pinballgeräten bis zu Musikboxen und automatischen Klavieren. Besonders auffällig war ein komplettes vollautomatisches Orchester, was sogar beweglich ausgeführt war. Im Anschluß fuhren wir weiter nach Rahden, wo es wie jedes Jahr auf unserem bewährten Spargelhof Spargel satt gab.

Eine weitere Fahrt brachte uns das Wendland näher. Eigentlich wollten wir in Hitzacker auf ein Schiff umsteigen. Im Gegensatz zu 2013 jedoch führte die Elbe hier zuwenig Wasser. Nun wartete das Schiff in Dömnitz auf uns, was wir dann nach kurzer Busfahrt auch „enterten“. Während der Schifffahrt bekamen wir allerhand über die Flora und Fauna der Elbtalauen zu sehen und auch erklärt. Auch tragische Aspekte während der Zeit der innerdeutschen Grenze wurden erwähnt. Nach der Schifffahrt wollten wir mit dem Bus weiterfahren. Dabei kam es zu einem Zwischenfall, der glücklicherweise nur Sachschaden verursachte. Das Wasser was in der Elbe fehlte, kam in Form eines Gewittersturms von oben. Dabei fiel ein großer Ast auf die Straße, in denen unser Bus trotz Vollbremsung hineinfuhr. Nach Abwarten auf Wetterbesserung fuhren wir weiter zum Rundlingsmuseum Wendlandhof in Lübeln. Bei einer Führung wurde uns die Entstehungsgeschichte der Rundlingsdörfer im Wendland erklärt und nähergebracht. Der Abschluß des Tages fand mit Kaffee und Kuchen statt.

Im August gab es ein kurzfristig anberauntes Treffen, bei dem es um die Zukunft unserer Ortsgruppe ging. Leider hat sich bis Ende Juni niemand bereit erklärt auch nur einen der drei Vorstandsposten zu besetzen. Hinzu kommt der starke Mitgliederschwund, was Aktivitäten erschwert. Nur durch treue Stammgäste waren wir in der Vergangenheit in der Lage Fahrten überhaupt noch kostendeckend zu organisieren. Aufgrund all dieser Fakten wurde jetzt offiziell die Auflösung der Heimatbundgruppe Isernhagen zum Jahresende 2014 beschlossen.

Unsere letzte Fahrt hatte Schneverdingen als Ziel. Dort fuhren wir mit Pferd und Wagen durch die Heidelandschaft. Aufgrund der Wetterkapriolen im Jahr 2014 konnten wir zum Teil noch blühende Heide bewundern. Nach der Kutschfahrt blieben noch ein paar Minuten für die Besichtigung des Heidegartens. Die Mittagspause fand ebenfalls in Schneverdingen statt. Weiter führte die Tour zum Waldpädagogischen Zentrum Ehrhorn. Hier wurde uns auf einem Rundweg der Wald und die Heide von einer Försterin nähergebracht. Unter anderem bekamen wir die „Erhorner Dünen“ zu sehen. Besichtigt werden konnte auch der größte Ameisenhügel Norddeutschlands. Bei dieser Runde gab es links und rechts des Weges mit Hilfe der Försterin viel zu entdecken. Der Abschluß des Tages fand wie bei solchen Fahrten immer mit Kaffee und Kuchen statt.

Im Oktober hatten wir alle Mitglieder und Stammgäste zu einem letzten Nachmittag eingeladen. Neben kulinarischer Beköstigung durch Kaffee und Kuchen gab es noch Beiträge, mal nachdenklich mal erheiternd, aus den eigenen Reihen. Besonderen Dank gilt Herrn Hesse, der unserer Einladung gefolgt war und uns mit drei fröhlichen Beiträgen erheitert hatte. Auch in der Vergangenheit hat Herr Hesse mit seinen Vorträgen vergnügliche und kurzweilige Nachmittage beschert. Ebenfalls ein besonderes Dankeschön gilt unseren Stammusikern Frau Karin Schumacher und ihre Tochter Silvia, die uns mit ihrer Saitenmusik viele Jahre und jetzt zum letzten Mal musikalisch begleiteten. Es gab dann noch einen Rückblick über das Jahr 2014 mit Bildern, sowie einen bildlichen Querschnitt über vergangene Fahrten und Veranstaltungen.

Mit einem letzten Rundschreiben im Dezember 2014, sowie der Teilnahme an einem Treffen der Vereine und Verbände stellt der Heimatbund Isernhagen nach 67 jährigen Bestehen seine Aktivitäten ein.

Noch eine Anmerkung zum Schluß:
Ich persönlich bedaure zutiefst die Auflösung unserer Ortsgruppe. Leider war die negative Mitgliederentwicklung schon seit Jahren absehbar. Gab es zur Jahrtausendwende noch etwa 160 Mitglieder allein in unserer Ortsgruppe, so waren es jetzt zum Schluß noch 38 Mitglieder. Die Passivität war auf jeder unserer Fahrten und Veranstaltungen bemerkbar. Es gab Fahrten, wo mehr Gäste mitfuhren als Mitglieder. Trauriger Höhepunkt war eine Halbtagsfahrt mit einem Bus, der 50 Plätze bot, sich aber nur 18 Mitfahrer fanden. Im Jahre 2014 jedoch hatten wir bei allen drei Fahrten endlich mal "volles Haus", was sonst nie vorkam. Aufgrund der negativen Mitgliederentwicklung und des unaufhaltsamen Niedergangs, sowie aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit habe ich mich auch nicht in den Vorstand wählen lassen. Vielmehr habe ich im Hintergrund den vorhandenen Vorstand entlastet. Meine Aufgabe war die Pflege der Mitgliederliste, die Erstellung unserer vereinsinternen Rundschreiben, sowie die "Logistik" und Verteilung unserer Hefte und Rundschreiben. Ein großes DANKESCHÖN meinerseits gilt der ersten Vorsitzenden und dem Kassenwart unserer Gruppe, die mit viel Organisationstalent immer wieder interessante Fahrten und Veranstaltungen zusammenstellten und mit denen ich viele Jahre harmonisch zusammenarbeitete. Ich werde die Heimatbundgruppe Isernhagen in dankbarer Erinnerung behalten .
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