Creme
die natur fordert ihren tribut. der alterungsprozess macht vor mir nicht halt. der blick in spiegel beim rasieren zeigt es mir schonungslos. außerdem juckt mir das fell gewaltig. ich brauche sofort größere mengen fett. der weihnachtsmann ist schlau gewesen. ich habe creme geschenkt bekommen. stand zwar nicht ganz oben auf meinem wunschzettel. doch bevor ich darüber weiter nachdenke, huscht ein lächeln über mein gesicht. irgendwie bin ich denn froh. durch die vielen feiertage hätte ich doch nicht einkaufen können. die regale wären außerdem bestimmt leer. die glitzerwelt unserer konsumshops ist trügerisch. denn was ich will, ist bestimmt gerade nicht im angebot. ich nehme die dose und drehe ganz langsam den deckel auf. energisch stecke ich den mittelfinger in die weiche masse, um dann mit dem eincremen im gesicht zu beginnnen. kurze zeit später sehe ich fettig und ölig aus. ich frage meine kluge frau um rat und sie erklärt mir, dass meine trockene haut zeit zum aufnehmen und speichern brauche. kompliziert. also beschäftige ich mit anderen trockenen zonen meines körpers. mein blick fällt auf meinen kugelbauch und dann auf mein regungsloses glied. ein gedanke wie eine sternschnuppe erhellt meinen verstand. teile des gehirns beginnen befehle zu formulieren. ein erster blutstau ist die folge und die verbotene zone gerät in bewegung und ändert ihre position. alles gut!



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