CDU Senioren-Union Isernhagen

Von Danzig nach Masuren
Zum Jahresbeginn lud die Seniorenunion Isernhagen ein zu einer nostalgischen Exkursion mit Auto, Fischkutter und Boot durch das nördliche Ostpreußen und das Memelland. Diese Einladung hatte in Isernhagen ein übergroßes Echo: das Landhaus von Hennies war schon belegt mit über 90 erwartungsvollen Menschen und es mussten noch immer Stühle herbei geholt werden...

Ernst Meyer von der LWK Hannover nahm uns mit auf eine Rundreise durch wunderbare Landschaften und verträumte Dörfer, wir wandelten tatsächlich auf den Spuren der Dönhoffs, der Dohnas, der Lehndorffs und der deutschen Minderheiten. Mit seinen eigenen Worten brachte uns ‚Ernie‘ Meyer das wunderschöne Ostpreußen nahe:

„Wo dunkle Wälder und funkelnde Seen sind; wo Störche auf Schornsteinen, Kirchtürmen und Telefonmasten nisten; wo Alleebäume stehen und die Natur noch weit und gewaltig ist, da ist Masuren und das Ermland. Kaum eine Landschaft Europas erweckt so viele Empfindungen wie dieser Landstrich in Ostpreußen.“

Wer gut zuhörte, konnte sogar fühlen, wie sehr diese Reise durch die alten Ostpreußischen Provinzstädte Ernie Meyer berührten. Hier sprach einer, der nicht seinen Vortrag abspult, sondern einer der das erlebt hat, erlebt mit allen Sinnen...

Ernie Meyer ließ die Städte die Geschichte geschrieben haben wie Danzig, Allenstein, Osterode, Elbing, Nikolaiken, Rößel, Heilige Linde und Kruttinnen wieder aufleben, zeigte uns wie wunderschön (fast) alles restauriert wurde und führte uns auch vorüber an den alten – und teilweise vom Verfall bedrohten Schlössern und Gütern wie: Steinort, Dönhoffstädt, Finkenstein, Quittainen und Schlobitten.
Er nahm uns mit für einige Tage auf einen alten Ermländischen Bauernhof zu Paul Gollan, einem echten Ostpreußischen „Lorbaß“, der, angefangen bei Enten, Hühnern und Katzen alles auf seinem Hof hatte, bis hin zu Pferden und „Kihen“, die Ernies ganz besondere Freundinnen wurden.
Als abschließenden Höhepunkt des Vortrages, konnten wir teilhaben am offiziellen, jährlichen Treffen der Deutschen Minderheiten, die mit einem „Bunten Nachmittag“ in der Stadt Osterode feierten. Und tatsächlich, wie versprochen: wir trafen Paule wieder, der beinahe nicht zu erkennen war ohne seine Kihe und seine Hunde, aber das freundliche, breite Lachen war noch immer dasselbe.
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