Was hilft, wenn mein Kind nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen kann?

Ingolstadt: Jörg Reydt M.A. | Der Fachverband für Integrative Lerntherapie e.V. in Bayern ist der Meinung:
Jedes Kind kann lesen, schreiben und rechnen lernen!


Aufgrund unterschiedlicher Ursachen haben circa vier bis zehn Prozent der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen erhebliche Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens (Legasthenie oder Dyskalkulie9: Häufig treten diese Lernstörungen mit anderen Störungen auf wie zum Beispiel dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität (AD(H)S).
Da Lesen, Rechtschreiben und Rechnen Basiskompetenzen für das weitere Lernen sind, haben die betroffenen Kinder und Jugendlichen häufig in vielen Fächern Probleme.

Was kann helfen und wie können Eltern ihren betroffenen Kindern hilfreich begleiten lassen?
Eine integrative Lerntherapie in Form einer individuellen Einzelförderung kann hier helfen.

Was ist integrative Lerntherapie?

Die integrative Lerntherapie hilft Kindern, Jugendlichen und in Einzelfällen auch Erwachsenen, die trotz ausreichender Beschulung Lernstörungen entwickelt haben. Das Spektrum reicht von Wahrnehmungs- und Teilleistungsschwächen über Lernblockaden bis hin zu umschriebenen Entwicklungsstörungen. Dadurch haben diese Lernenden erhebliche Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesens, Schreibens und/oder Rechnens. Durch ständiges Versagen sind ihre Lernerfahrungen häufig von Misserfolgen, Frustration und Angst geprägt. Anforderungen der Eltern, der Schule und des Alltags können sie nicht im geforderten Maße erfüllen.

Innerhalb der Familie können durch die ständigen Belastungen Konflikte entstehen oder sich ausweiten. Die Schule kann trotz allen Verständnisses im Rahmen ihrer Fördermöglichkeiten keine ausreichende Hilfe anbieten. Die Kinder und Jugendlichen reagieren auf ihre Störungen häufig mit Vermeidungsstrategien, Angstblockaden bis hin zu somatischen Beschwerden, aggressivem Verhalten oder sozialem Rückzug. Grundvoraussetzung für effektives Lernen sind aber positive Gefühle - ein positives Selbstwertgefühl, Lernmotivation und Vertrauen in die eigene Lern- und Leistungsfähigkeit. Diese positive Grundhaltung brauchen Kinder und Jugendliche, aber auch die Eltern und Lehrer.
Integrative Lerntherapie ist immer Hilfe zur Selbsthilfe. Sie trägt zur Wiederherstellung einer positiven Lernstruktur bei, selbst in hoffnungslos erscheinenden Fällen. Sie zeigt Lösungswege auf, die von allen Beteiligten mitgestaltet werden müssen.

Die integrative Lerntherapie fördert und begleitet also individuelle Lernprozesse zum Erwerb von Lesen, Schreiben und Rechnen. Dabei werden alle inneren und äußeren Verhältnisse der Persönlichkeit berücksichtigt und in die Förderung auf der Basis wissenschaftlich fundierter Konzepte einbezogen.
In Form der frühen Förderung im Vorschulbereich kann die integrative Lerntherapie möglichen Lernstörungen entgegenwirken. Während der Schulzeit sowie im Erwachsenenalter kann sie Lernstörungen beheben oder doch so weit abmildern, dass die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben möglich wird.
Unser Verband mit den einzelnen Praxen hat sich zum Ziel gesetzt, den Teufelskreis Lernstörungen zu durchbrechen. Durch eine individuell angepasste Unterstützung und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit wecken wir Hoffnung auf Erfolg und bauen Selbstwirksamkeit auf.

Die Kosten für eine von medizinisch-psychologischen Einrichtungen diagnostizierte Notwendigkeit einer sogenannten Eingliederungshilfe werden nach gesetzlichen Vorgaben von der Stadt bzw. dem Landkreis übernommen.

Jörg Reydt M.A. (Erziehungswissenschaftler, Integrativer Lerntherapeut FiL)
Fachverband für integrative Lerntherapie, Vorsitzender der Regionalgruppe Bayern

www.lerntherapie-fil.de ; www.lerntherapie-reydt.de ;
www.legakids.net
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