rething! Designobjekte im Wertewandel

Wann? 07.06.2015

Wo? Museum Konkrete Kunst, Tränktorstraße 6, 85049 Ingolstadt DE
Ingolstadt: Museum Konkrete Kunst | Seit Jahren baut das Museum für Konkrete Kunst seine Sammlung um einen weiteren Schwerpunkt aus: Design. Doch noch sind die Objekte der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Dies soll sich nun mit einem besonderen Ausstellungsprojekt ändern. Das Museum hat Studierende der Hochschule München eingeladen, Dinge der Designsammlung neu zu inszenieren. Das Ergebnis dieser unkonventionellen Kooperation zeigt sich im Rahmen der Ausstellung „rething! Designobjekte im Wertewandel“ vom 08.03. bis 07.06.2015 im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt.
Das Design wird im künftigen Neubau in der Gießereihalle eine zentrale Rolle einnehmen. Bei einer solchen Neuausrichtung in neuen Räumen stellt sich die Frage, wie ein modernes Designmuseum konzipiert sein muss, um auf die Anforderungen der Zeit zu reagieren. Speziell die Präsentationsformen und die Erzählungen, die sich mit den Objekten verbinden, sollen einen Bezug zur Gegenwart herstellen und die Verbindung zum Alltag, aus dem sie ursprünglich stammen, sichtbar bleiben lassen.
Auf eine solche Herausforderung wollen die Studierenden der Hochschule München reagieren. Dazu sichteten sie zusammen mit den Mitarbeiterinnen des Museums die zahlreichen Objekte in den Depots und konzipierten um sie - und speziell um die Frage nach dem „Wertewandel“ - eine Ausstellung. Sie verfolgten den Ansatz, die Gegenstände nicht museal auf einen Sockel zu heben, sondern sie als „Ding“ funktional und ästhetisch begreiflich zu machen. „Wir wollen mit unserer Ausstellung anschaulich, unkonventionell und/oder provokativ vermitteln, dass unsere Wertevorstellung von Designobjekten, aus unterschiedlichen Gründen, subjektiv und im Wandel ist“, erklärt die Projektgruppe zu ihrem Leitsatz.
Die Besucher werden im Museum ungewöhnlichen Inszenierungen bekannter Designklassiker oder auch seltener Schätze aus dem Depot gegenübertreten. Gleichzeitig können sie zum Teil auch selbst aktiv werden. Dabei werden sie stets mit Wert-Fragen konfrontiert: Was ist der Wert eines Designobjekts? Wie entsteht er? Wer oder was beeinflusst ihn und wie verändert er sich? Oder lässt sich das am Ende gar nicht bewerten?
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