Neues Pflegeheim entsteht am Klinikum Ingolstadt

Direkt am Klinikum Ingolstadt soll das neue Pflegeheim entstehen und den Campusgedanken abrunden. Foto: Klinikum Ingolstadt

Der Gesundheitscampus rund um das Klinikum Ingolstadt wächst um einen weiteren Bestandteil: Auf dem Gelände des Ingolstädter Schwerpunktkrankenhauses entsteht an der Krumenauerstraße das neue Alten- und Pflegeheim, dessen Bau spätestens Anfang 2011 beginnen und das Anfang 2012 in Betrieb genommen werden soll. Rund 17 Millionen Euro wird das Klinikum in den modernen Gebäudekomplex mit 160 Betten investieren, der das bisherige Altstadtzentrum Sebastianstraße ersetzen und seinen Bewohnern eine komfortable Umgebung sowie eine ideale Versorgung bieten soll. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. „Wir bauen das Pflegeheim der Zukunft“, sagt Heribert Fastenmeier, der Geschäftsführer des Klinikums Ingolstadt, dessen Aufsichtsrat jüngst auch dem neuen Pflegekonzept zugestimmt hat.

Zwei moderne Rechtecke, die sich aus der Vogelperspektive zu einer dynamisch verschobenen Acht verbinden, Innenhöfe mit Gartenanlagen und lauschige Baumalleen im Außenbereich – so soll es aussehen, das neue Pflegeheim, das in den kommenden Jahren neben dem Klinikum Ingolstadt entstehen und auf dessen Architektur schon aufgrund seiner exponierten Lage zwischen der Krumenauerstraße und dem Haupteingang des Klinikums ein besonderes Augenmerk gelegt wird.

160 Betten in Kooperation mit Heilig-Geist-Spital
Mehr noch aber interessiert sein Innenleben, das nun durch die Verabschiedung des Pflegekonzepts durch den Aufsichtsrat des Klinikums auf den Weg gebracht wurde. Es sieht eine intensive und spezialisierte Pflege insbesondere für die Menschen vor, die sie besonders nötig haben. Die 160 Betten teilen sich je zur Hälfte das Klinikum Ingolstadt und die Heilig-Geist-Spital-Stiftung. Die Zahl der Betten reduziert sich damit von bisher 228 Heimplätzen in der Sebastianstraße um 68, die Pflege aber wird komplexer und mehr auf intensiveren Bedarf zugeschnitten. Der Schwerpunkt des Ingolstädter Schwerpunktkrankenhauses liegt dabei auf dem psychiatrischen Langzeitbereich sowie der psychiatrischen Wiedereingliederung, während die Stiftung, die bereits das Heilig-Geist-Spital in Ingolstadt betreibt, sich vorwiegend um die beschützende und die Schwerstpflege kümmern sowie einen offenen Pflegebereich anbieten wird.
Der Neubau an der Krumenauerstraße ersetzt damit das bisherige Altstadtzentrum Sebastianstraße in der Innenstadt, das in die Jahre gekommen ist und eine Sanierung nicht mehr gerechtfertigt hätte. Stattdessen soll es verkauft und einer anderweitigen Nutzung zugeführt werden. Heribert Fastenmeier rechnet mit einem Verkaufserlös von rund zehn Millionen Euro, von dem noch die Kosten für den Abriss und die Verselbstständigung der Gebäude weggehen. Dafür entsteht nun in unmittelbarer Nähe zum Klinikum ein neuer Gebäudekomplex, der genau auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sein werde, verspricht Fastenmeier.

Für die Bewohner wie für die Mitarbeiter soll der Neubau schon baulich ideale Voraussetzungen erfüllen. 85 Prozent der hell und freundlich gestalteten Zimmer werden Einzelzimmer sein, und jedes einzelne wird über eine eigene Nasszelle verfügen. Obwohl das neue Pflegeheim mit 6800 Quadratmetern Nutzfläche insgesamt deutlich kleiner sein wird als das bisherige, wird es für die Bewohner mehr Platz und Gelegenheit zum Spazierengehen und für gemeinsame Aktivitäten sowie funktionelle und modern ausgestattete Besprechungs-, Aufenthalts- und Therapieräume bieten. Denn das Gebäude sei ideal auf die Anforderungen in der Seniorenpflege abgestimmt.

Neben den Grünanlagen im Außenbereich wird es zum Beispiel auch einen Innenhofgarten geben, in dem beschützt untergebrachte Bewohner oder beispielsweise Menschen mit Demenzerkrankungen die Gelegenheit haben, sich weitgehend selbstständig im Freien zu bewegen. Eine Servicestation als zentrale Anlaufstelle an der Verbindung der beiden Gebäudeteile sorge für kurze Wege für die Bewohner wie auch für die Mitarbeiter und garantiere in Verbindung mit der Nähe zum Klinikum eine optimale Versorgung, erklärt Fastenmeier. Die unmittelbare räumliche Nähe zum Klinikum, etwa zum Zentrum für psychische Gesundheit, gewährleiste zum Beispiel ideale Bedingungen, um die psychiatrischen und beschützt untergebrachten Patienten kompetent zu betreuen. Aber auch für alle anderen Bewohner entsteht so noch mehr als bisher eine direkte Verbindung zur medizinischen Kompetenz des einzigen Schwerpunktkrankenhauses in der Region. Zwischen den beiden Gebäuden wird es auch durch einen Tunnel eine direkte Verbindung geben, durch die man trockenen Fußes von einem Gebäude ins nächste gelangen kann. Auch für die Mitarbeiter biete das neue Gebäude deutliche Vorteile und eine erhebliche Entlastung.

Arbeitsplätze bleiben erhalten
„Wir bauen so etwas wie das Pflegeheim der Zukunft, das alle Anforderungen an eine moderne Pflege erfüllt und gemeinsam mit unserem Partner Heilig-Geist-Spital-Stiftung beste Voraussetzungen für eine exzellente pflegerische und im Bedarfsfall auch medizinische Versorgung bietet“, sagt Fastenmeier. Auch die unmittelbare Nähe zum ÄrzteHaus und zum Geriatrie- und Rehazentrum am Klinikum ergänzen das Portfolio der hervorragenden Rahmenbedingungen am Gesundheitscampus am Klinikum, der über öffentliche Verkehrsmittel auch eine gute Anbindung an die Innenstadt biete, so Franz Hartinger, der Verwaltungsleiter des Altstadtzentrums. Auch an viele Details wurde in der Planung gedacht: Die Parkplätze, die durch den Neubau des Pflegeheims verloren gehen, sollen durch ein Parkdeck kompensiert werden und gleichzeitig einen ebenerdigen Zugang zum Haupteingang des Klinikums bieten. Davon sollen Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Besucher profitieren, die dann nicht mehr die Auffahrt oder den Aufgang zum Haupteingang bewältigen müssen.

Die Arbeitsplätze werden auch im neuen Pflegeheim erhalten bleiben, bestätigt Heribert Fastenmeier. Die Zahl der Mitarbeiter könne in Zukunft durch den höheren Aufwand für komplexere Fälle in der psychiatrischen und beschützten Pflege sogar wieder steigen. Man habe den Bedarf und die Belegung im Altstadtzentrum bereits so weit umgestellt, dass sie den künftigen Anforderungen entsprächen, nehme weiterhin neue Bewohner auf und werde einen nahtlosen Übergang in das neue Heim organisieren, betont auch Hartinger. Das soll im Frühjahr 2012 seinen Betrieb aufnehmen. Wo derzeit noch die Vermessungsarbeiten laufen, sollen möglicherweise noch in diesem Jahr, spätestens aber im Frühjahr 2011 die Baggerarbeiten für das nächste Großprojekt und das nächste Element des Gesundheitscampus um das Klinikum beginnen.

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin donauwörther | Erschienen am 03.09.2010
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin Pfaffenhofen | Erschienen am 13.09.2010
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