In der Ilseder St.-Bernward-Kirche: Dokumentation des kirchlichen Engagements

Auf Schautafeln wird in der "Missionskapelle" das Engagement der Ilseder zugunsten der jungen Kirchen in den Entwicklungsländern dokumentiert.

Ilsede: Gerhardstraße | Wer in Groß Ilsede den schmalen Gang zwischen dem Kirchenschiff und dem Turm betritt, befindet sich in einem Ausstellungsraum, in dem das Engagement der St.-Bernward-Gemeinde zugunsten der jungen Kirchen in den Entwicklungsländern dokumentiert wird.

Eingerichtet wurde diese „Missionskapelle“ seinerzeit durch den damaligen Pfarrer Joachim Schwarte, der das Eintreten für die Menschen, die Weitergabe des Glaubens und auch die materielle Hilfe für die Kirchen in der Dritten Welt als eine der wichtigsten zeitgemäßen Aufgaben ansah.

Joachim Schwarte, der als Pfarrer von 1966 bis 1989 die Ilseder Kirchengemeinde leitete, war es möglich, dank zahlreicher privater Spenden aus den zehn Dörfern, die zur Kirchengemeinde gehören, einen enormen Betrag für die Anliegen der jungen Kirchen einzusetzen. Übernommen wurden Patenschaften für die Ausbildung von einheimischen Priestern, für die Betreuung von Ordensschwestern und Katechisten.

Selbst alle Spenden, die 2004 der 75-jährige Schwarte damals zu seinem goldenen Priesterjubiläum erhielt, setzte er für die Ausbildung einheimischer Priester in Afrika ein: „Die Priesteramtskandidaten, denen wir helfen, werden Ihnen allen durch ihr Wirken und ihr Gebet dankbar sein. Ich gebe das Geld für diesen Zweck an Missio Aachen weiter.“ Joachim Schwarte starb am 1. Oktober 2005.

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