20 Jahre Städtepartnerschaft Ichenhausen - Changé/St. Germain le Fouilloux

Ankunft der Radler-Gruppe
 
CanCan im Schlosspark
 
Enthüllung der Stele
Vier Tage, vom 14. – 17. Juni 2015 stand Ichenhausen ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Changé/St. Germain le Fouilloux.
Über 100 Bürgerinnen und Bürger machten sich in zwei Bussen auf den über 1000m langen Weg nach Ichenhausen, wo sie von ihren Gastfamilien herzlich empfangen wurden. 8 Männer und eine Frau haben die Strecke sogar mit dem Fahrrad zurückgelegt und vier Mitglieder des Partnerschaftsvereines unter der Leitung von Eberhard Paintner holten die Gruppe an der deutsch-französischen Grenze ab. Gemeinsam legte man dann die letzten 300 km zurück und am Donnerstag Nachmittag wurden sie von über 200 Bürgerinnen und Bürger aus Changé und Ichenhausen beim Stadtbad herzlich empfangen.

Bürgerfest im Schlosspark

Über 300 Besucher trafen sich dann um 18 Uhr im Schlosspark beim Schulmuseum wo Stadt Ichenhausen und Partnerschaftsverein zum Bürgerfest eingeladen hatten.
1. Bürgermeister Robert Strobel und die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Changé/St. Germain le Fouilloux Beate Böhme begrüßten die Besucher. Von einer wunderbaren und lebendigen Partnerschaft sprach Robert Strobel in seinen Begrüßungsworten und Beate Böhme führte durch das Programm.
Zur Überraschung der deutschen Besucher hatten die französischen Gästen ein abwechslungsreiches Programm mitgebracht und bewirteten mit Spezialitäten ihrer Heimat, u.a. mit frischen Austern.
Sie tanzten Cancan, sangen französische Chansons und ließen es sich auch nicht nehmen, als Hommage an die Gastgeber in deutscher Sprache „Alle Vögel sind schon da“ vorzutragen.
Höhepunkt des Bürgerfestes war die Enthüllung einer von Ferdinand Walter und Robert Wiedemann angefertigten Stele aus Jurastein, die von Ichenhauser Firmen gesponsert wurde und an die 20 Jahre Partnerschaft erinnert, wie Beate Böhme betonte. Das kleine Denkmal zeigt Gebäude der beteiligten Kommunen: die Rathäuser von Ichenhausen und Changé sowie die Kirche von St. Germain le Fouilloux. Die beiden Gründungsväter, Landrat Hubert Hafner, damals Bürgermeister von Ichenhausen und Bernart Pichot, damals Bürgermeister von Changé, brachten in ihren Grußworten die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Jugend beider Kommunen diese Partnerschaft in die Zukunft tragen werden und wünschten ihr noch viele schöne Jahre.
Anschließend ging es zum Bayerischen Abend ins nahegelegene Zelt, wo zur Musik der Spielgemeinschaft Ichenhausen/Ellzee bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Eine besondere Überraschung hatte sich die Vorstandschaft des Partnerschaftsvereines ausgedacht. Unter der Leitung von Horst Schade wurden bekannte Songs einstudiert, zu denen er passende Texte zu den beiden Partnerkommunen geschrieben hatte. Die Überraschung war gelungen und die begeisterten Besucher forderten mehrere Zugaben.
Für Freitag und Samstag Vormittag wurde vom Partnerschaftverein ein Ausflug nach Augsburg und an den Ammersee sowie eine Führung im Ulmer Münster für die französischen Gäste organisiert.
Um 17 Uhr 30 traf man sich dann am Samstag Nachmittag wieder in der Pfarrkirche von Ichenhausen, wo Pater Jonas begleitet vom Ichenhauser Gospelchor mit den Gästen einen Festgottesdienst feierte.

Festakt im Schlosspark

Der offizielle Teil der Festtage, der Festakt, fand dann wieder im Schloßpark statt. Robert Strobel, Denis Mouchel und Marcel Blanchet, die Bürgermeister von Ichenhausen, Changé und dem vor fünf Jahren der Partnerschaft beigetretenen St. Germain le Fouilloux gaben in ihren Reden ihre persönliche Sicht auf Geschichte, Perspektive und Zweck der Verbindung. Strobel sieht vor allem die Ähnlichkeiten, die zwischen den Menschen in den drei Orten auszumachen sind. Aus ihnen erwachse Verständnis, Vertrauen und schließlich Freundschaft. Dies sei umso bemerkenswerter, als die Kontakte sich in der Regel auf Kurzbesuche konzentrierten. 70 Jahre nach Kriegsende bedeuten 70 Jahre Frieden in denen die deutsch-französische Freundschaft eine herausragende Rolle einnehme. Verantwortlich für den Frieden sei aber jeder einzelne Bürger. Mit dem Engagement in der Städtepartnerschaft übernehmen Stadträte, Bürgermeister und Komiteemitglieder Verantwortung, denen Strobel seinen Dank aussprach.
Changés Bürgermeister Denis Mouchel fügte seiner Freude über die intensiven Kooperationen nicht nur zwischen den organisierten Bürgern, sondern auch zwischen Vereinen, den Musikschulen, und den Schulen auch warnende Worte hinzu. Da sei zum einen das Sprachproblem. Obwohl Deutschkenntnisse in Frankreich bei der Arbeitssuche Punkte bringen, gebe es immer weniger junge Leute, die die Sprache erlernen wollen. Schulreformansätze ziele auf eine weitere Reduzierung des Deutschunterrichts. Dabei sei es die Aufgabe der Jugend, ein echtes Europa über die Grenzen hinweg zu gestalten. Aber es ist auch die Aufgabe der Gesellschaft, den Jungen die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Schließlich freute sich Thierry Fresnais, der Präsident des französischen Komitees, dass die Verbindung Ichenhausen – Changé/St. Germain le Fouilloux nichts an Lebendigkeit verloren habe.
Mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt wurde schließlich die zwanzigjährige Partnerschaft erneut bestätigt.
Anna Paola Antonini, Stadträtin und Assessorin für Partnerschaften der Stadt Valeggio überbrachte gemeinsam mit Präsidentin Bruna Bigagnoli und einer kleinen Abordnung die Glückwünsche der italienischen Partnerstadt. Ihr Wunsch ist es, dass auch die beiden Städte Valeggio und Changé partnerschaftlich verbunden werden.
Beate Böhme, Sprecherin des Komitees Ichenhausen-Changé/St. Germain le Fouilloux und Hauptorganisatorin der Festtage freute sich ganz besonders über die lebhaften unterschiedlichen Aktivitäten dieser Partnerschaft. Erst vor wenigen Wochen hat sie selber am erstmals durchgeführten Schulaustausch der Hans Maier Realschule Ichenhausen und dem St. Thomas-Gymnasium Wettenhausen teilgenommen.
Zum Abschluss des Festaktes blieb es Beate Böhme vorbehalten, all denen Dank zu sagen, die zum Gelingen dieses Jubiläums beigetragen haben: Bürgermeister Robert Strobel, der Stadt Ichenhausen und den Mitarbeitern des Bauhofes, allen Firmen, die die Anschaffung der Stele mit Spenden unterstützt haben, und besonders herzlich bedankte sich Böhme bei den Mitgliedern ihres Komitees. Über viele Monate habe sie alle engagiert an der Planung und Vorbereitung mitgearbeitet und der erfolgreiche Verlauf der 4 Festtage ist ihrer aller Verdienst. Ein herzlicher Dank galt auch der Ichenhauser Wirtschaftsvereinigung, die das Fest mit fast 4000 Euro nicht in Rechnung gestellten Mieten für Zelt etc. unterstützt hat.
300 bunte Luftballons in den Farben schwarz-rot-gold und blau-weiß-rot, die zum Ende des zweistündigen Festaktes in den Himmel geschickt wurden, gaben der förmlichen Feier einen heiteren Anstrich.
Beim abschließenden Festabend im Festzelt beim Rosskamhaus wurde dann bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert, bis sich gegen 3 Uhr die beiden Busse auf den Heimweg nach Changé machten.
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